Fall Juliette: Heute vor einem Jahr verschwand sie

Emboscada: Die Zeit vergeht und das achtjährige französische Mädchen, das letztes Jahr in Emboscada verschwunden ist, gilt weiterhin als abgängig. Es gibt keine Hinweise auf ihren Aufenthaltsort. Die Untersuchungen gestalten sich als schwierig.

Weder die Polizei, noch die Staatsanwaltschaft sowie die Angehörigen selbst haben eine Ahnung was wirklich passiert ist. Die beschuldigte Partei gibt ebenso wenig Hinweise darauf, wo sie sich befinden könnte oder was ist mit ihr passiert ist.

Das kleine Mädchen verschwand aus einem im Bau befindlichen Wohnkomplex namens „Monte Pacará“, der sich nahe der Stadt Emboscada im Departement Cordillera befindet.

Der Leiter der Untersuchung und Leiter der Abteilung gegen organisierte Kriminalität, Kommissar César Silguero, erinnerte daran, dass „es mehr als 24 Stunden gedauert hat, bis die lokalen Behörden davon erfahren haben – zuerst die zuständige Polizeistation und die Staatsanwaltschaft und 48 Stunden später die Spezialeinheiten der Polizei, die sich dem Fall widmeten“

Die Nachricht, dass das Kind verloren ging, traf die Familie sehr hart. “Für die Familie war es ein harter Schlag, wie ein Eimer mit kaltem Wasser, denn niemand wird diesen Moment akzeptieren, in dem man Ihnen sagt, dass sie verschwunden ist”, sagte der Großvater mütterlicherseits.

Der Beginn der Untersuchung wurde jedoch durch die Versionen behindert, die sowohl von der Mutter des Mädchens als auch vom Partner der Frau abgegeben wurden, dass Juliette, die erhebliche Bewegungsprobleme hat, angeblich zwei Ziegen nachgelaufen ist.

Diese Aussagen wurden später im Rahmen der Untersuchung mit Planimetrie-Arbeiten analysiert und im Gegensatz zu „der von ihnen angegebenen Version stimmt das nicht mit dem überein, was passiert ist, und es ist praktisch unmöglich, dass sie vom Monte Pacará verschwunden ist“, betonte Silguero.

Erstens wegen des motorischen Problems des Mädchens und der Eigenschaften, „dass das Gelände selbst innerhalb des Grundstücks ein sehr rauer Ort ist, was es sehr schwierig macht”, erklärte der Kommissar. Er fügte hinzu: „Man wird nicht viel vorankommen können und im Falle eines Kindes ist es viel schwieriger, sich hinter einigen Ziegen zu entfernen. Für uns ist das nicht möglich, und deshalb haben wir im Bericht auf die Unstimmigkeiten hingewiesen, die von der Mutter und dem Deutschen geäußert wurden“.

Einige der in den Fall involvierten Personen stellen sogar in Frage, dass bestimmte Personen wie der Angestellte Víctor Vera und der Zaunbauer Gerardo Miranda nicht in die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft einbezogen wurden.

Nach Angaben des Großvaters war Vera der Letzte, die das Mädchen an diesem Morgen des 15. April gesehen hat, da er nach den gesammelten Aussagen zwischen 8:00 und 13:00 Uhr hinter dem Haus gemäht hat und gegen 9:00 Uhr sogar das kleine Mädchen grüßte.

Kommissar Silguero wies in diesem Zusammenhang auf Vera hin: “Wir haben die Versionen, die zu diesem Zeitpunkt überprüft wurden, und nach der Diagnose des Geschehens sind wir der Überzeugung, dass die Person, die nicht die Wahrheit sagte, der Deutsche ist“.

Der Anwalt Max Narváez, Verteidiger der Mutter und des Deutschen, stellte seinerseits die Frage: „Es gibt drei Personen, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und nicht in die Untersuchung einbezogen wurden. Das Mädchen konnte nicht alleine verschwinden, jemand musste sie weggebracht haben und dafür musste sie rein und raus gehen“.

Narváez fügte hinzu, dass der Zaunbauer Miranda sogar „seine Version der Ereignisse fünfmal geändert hat“. Laut Narváez hat jedoch niemand einen anderen möglichen Verdächtigen bemerkt. Doch es gibt „einen Dritten, über den nicht viel gesprochen wird, aber wir haben ihn identifiziert. Da ist das Tor am Eingang, da gibt es eine sehr konfliktreiche Familie und das hatte plötzlich einen wirtschaftlichen Aufschwung. Wir sind beeindruckt von der Tatsache, dass diese Person den ganzen Tag dasitzt und nichts gesehen hat, weil es vier Eingänge gibt und einer sehr nahe am anderen liegt“, sagte Narváez.

Silguero beschrieb den Fall zu einem anderen Zeitpunkt als „kompliziert, schwierig“, aber weil „wir bis heute nicht zuordnen können, wem die Blutflecken zugeordnet werden können. Dazu kam es hauptsächlich durch die mangelnde Zusammenarbeit der Mutter“.

Diese Blutproben müssen noch mit der DNA der Mutter oder des Deutschen verglichen werden, was jedoch durch die Verweigerung der DNA-Probe unmöglich ist. „In einem solchen Fall erwartet man die sofortige Zusammenarbeit der Eltern, in diesem Fall der Mutter, mit der die beiden Kinder zusammen waren. Aber wir konnten sie nicht dazu bewegen“, erklärte Silguero.

Der Großvater betonte in Bezug auf den Mangel an Fortschritten und Ergebnissen bei den Ermittlungen: „Morgen (für heute) ist ein Jahr seit dem Verschwinden meiner Enkelin vergangen, und es ist an der Zeit, ein Ergebnis zu erzielen. Wir haben tausende Dokumente, doch das wollen wir nicht. Wir wollen wissen, was passiert ist, was sie mit ihr gemacht haben“, flehte der Großvater.

Zunächst wurden die Mutter und der Deutsche, von der Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen die Sorgfaltspflicht und Vernachlässigung strafrechtlich verfolgt. Später wurde jedoch der Vorwurf gegen den Ausländer auf Kinderpornografie ausgeweitet.

Der Verteidiger Max Narváez erklärte, es sei ein Schritt der Staatsanwaltschaft, den Fall wiederzubeleben, da sie das kleine Mädchen nicht finden konnten.

“Mit dem Staatsanwalt Carlos Maldonado waren der Deutsche und ich von zwei Uhr nachmittags bis acht Uhr abends im Polizei Hauptquartier zusammengesessen, ohne eine Pause für die Toilette einzulegen“, sagte Narváez und fügte hinzu, dass sein Mandant jede der von seinen Gesprächspartnern gestellten Fragen bis zum Ende beantwortete.

Eine Woche später beschuldigten sie ihn jedoch der Pornografie und präsentierten 200 Seiten. Sie haben die Presse belogen, sie sagten, es gäbe 80.000 Fotos, aber da es schon viel war, sagten sie, es gäbe 40.000 Fotos, und die Anklage wurde für zwei Fotos eingebracht“, sagte Narváez.

Dann erklärte der Anwalt, dass die Bilder: „In einem von ihnen sind die Mädchen im Bach und sie hatten kein Hemd an.

In der anderen saß das vermisste Mädchen auf der Treppe des Monte Pacará und trug ein kleines Kleid. Narváez erklärte laut ihrer Klientin den Kontext dieses zweiten Fotos. „Der Deutsche wollte sie disziplinieren, damit sien nicht ihre Windel wegwirft und machte ein Foto ohne und sagte er will es ihrer Mutter zeigen. Laut seiner Ansicht beschützte die Mutter das Mädchen zu sehr. Danach wurde das Foto sofort gelöscht. Auf dem Telefon war es nicht mehr, mit einer Software der Ermittler tauchte es jedoch wieder auf“.

Am morgigen Freitag soll die Mutter ihre und am kommenden Montag der Deutsche seine Aussage bei der Staatsanwaltschaft machen. Laut ihres Verteidigers wollten sie mit der Strategie vermeiden mehrmals verhört zu werden, immer wenn neue Sachen herausgefunden werden. So wird es eine Aussage da die Ermittlungen keine neuen Indizien mehr hervorgebracht haben.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Fall Juliette: Heute vor einem Jahr verschwand sie

  1. Wie lange darf in Paraguay ein Beschuldigter nach dem Gesetz ohne Beweise und ohne Gerichtsurteil eigentlich in U-Haft gehalten werden? Nun dauert dieser Zustand schon ein Jahr ohne daß man dem Beschuldigten irgend etwas nachweisen konnte. Das kann doch einfach nicht wahr sein!

  2. Zumindest sind bereits die Staatsanwälte als Luegner ueberfuehrt da diese 80 tausend pornographische Kinderbilder behauptet haben sollen.
    Durch oeberuebets Aussage ist bekannt, daß der Grossvater seine eigene Tochter als Kind fuer sexuellen Handlungen verkauft haben soll und ein kinderporno grafisches Facebook profil unterhalten soll. Ebenso soll der Grossvater seit julittes verschwinden nicht mehr arbeiten muessen.
    Durch oeberuebers Anwalt wurde in diesem Artikel ein Nachbar bekannt , der am Einfahrtstor wohnt, ganztägig draußen sitzt und plötzlich wohlhabend ist.
    Noch einfacher kann ein Fall nicht sein. Die Staatsanwaltschaft scheint bis ueber beide Ohren auf der Taeter Seite in den Fall verstrickt zu sein?

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