Fall Juliette: „Kurz vor der Aufklärung“

Asunción: Einer der Staatsanwälte, die im Fall des Verschwindens von Juliette Le Droumaguet ermittelt erklärte, dass alle Untersuchung seine Zeit braucht und versicherte dass eine Aufklärung unmittelbar bevor steht.

Die Staatsanwältin María Irene Álvarez (Beitragsbild) sprach mit Abc Color und sagte, dass die Ermittlungen ohne Unterstützung der Angeklagten so schnell vonstatten gingen, wie es eben möglich war und eine Aufklärung über den Verbleib von Juliette bald kommen wird.

Auch wenn das nicht der einzige Hinweis ist, erklärte Álvarez sich sicher zu sein, dass Juliette nicht hinter den Ziegen herlief und im Wald verschwand. Ihre Schwester, die mittlerweile bei ihrem leiblichen Vater in der Schweiz lebt, sagte uns damals, dass sie ihnen nicht folgte. Mittlerweile sind mehr als 9 Monate seit dem Verschwinden des Mädchens vergangen. Ohne weiter auf die Gründe einzugehen, sagte die Staatsanwältin, dass der Fall Juliette zu einem Teil der Geschichte der Justiz in Paraguay werden wird.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Fall Juliette: „Kurz vor der Aufklärung“

    1. Die Aussage der Staatsanwaeltin, das die Schwester gesagt habe Juliette sei den Ziegen nicht in den Wald nachgelaufen beinhaltet, das sie Schwester beim verschwinden anwesend war und somit auch gesagt hat wer es war?? Wieder ein Nachweis dafuer, das die Staatsanwaltschaft tatverlauf und Taeter seit langem kennt?

  1. Na, da bin ich jetzt aber gespannt wie Pfeil und Bogen ab so viel Geheimniskrämerei. 9 Monate lang konntens alles ausplaudern, nun wird es aber wirklich spannend.
    Und ja, daran kann kein Zweifel bestehen: Zitat der Frau Staatsanwältin: „der Fall Juliette zu einem Teil der Geschichte der Justiz in Paraguay werden.“ Danke, darauf wäre ich jetzt aber nieeemals von selbst gekommen.
    Alle von der hiesig Kindergartenpolizeijustiz schon bereit, um sich mit einem Smiley bis hinter die Ohren gegenseitig auf die Schultern zu kloppen. Phänomenal. Weiterhin klopp, klopp.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Mit anderen Worten: man nimmt an das Maedchen ist tot, entfuehrt oder sowas und der pferdeschwanz Oeberueber und Muttern ist in die Sache verwickelt und sind schuldig im Sinne jeglicher Anklage bzw wenigstens der Verdunkelung schuldig. Da ist wohl „die Deutsch Mafia“ an den Oberueber geraten und es entbrannte ein Mafiakrieg hinter den Kulissen.
    Haette er nur das Altenheim Ponzi Schema nicht aufgezogen.
    Alles weist auf einen Bandenkrieg hin bei dem das Maedchen als Erpressungsmittel wohl fungierte.

  3. Nun, ich sehe schon, wie diese Endlösung aussehen wird, Man wird also letztlich feststellen, wer was nicht gemacht hat, und das sind keine Daten, die zur Aufklärung eines derart verkomplizierten Fall führen könnten. Statt zu erforschen, was nicht passiert ist, wäre einzig und allein ein positiver Beitrag die Erkenntnis, wer was tatsächlich gemacht hat. Das beginnt doch schon in der Aussage der Schwester der Entführten, die in der Schweiz bei ihrem leiblichen Vater lebt. Sie sagte aus, Juliette sei den Ziegen nicht nachgelaufen. Und dabei wird es wohl auch bleiben. Ein Hinweis also, der nie und nimmer zur einer Aufklärung des seit 9 Monaten konstant verkomplizierten Falles führen kann und auch nicht dazu führen wird. Wer innert sich in diesem Fall auch an das berühmte Hornberger Schießen???

  4. Wenn die Staatsanwälte 9 Monate lang nicht den Mut hatten Taeter und Verbleib des Opfer zu benennen, werden sie es auch jetzt nicht tun.?
    Aendern wuerde sich das nur, wenn jemand eine Belohnung dafuer aussetzt.? Dann werden die Staatsanwaltschaft und auch alle mitwisser abwägen ob sich reden oder schweigen besser rechnet?

  5. Denis Renner wurde in Paragauy ermordet. Erst als ein paar Tage später Privatpersonen die hiesig Kindergartenpolizeijustiz darauf aufmerksam machte, dass da Spuren von Asche und Knochen in Richtung nahegelegenem Bach führen, konnte hiesig Kindergartenpolizeijustiz den Fall aufklären, mit der Bemerkung der Staatsanwältin, dass die Staatsanwaltschaft ohne die Hinweise aus der Bevölkerung gar nie auf die Idee gekommen wäre. Autsch! (siehe Suchfunktion des Wochenblatt-Paraguay „Denis Renner“).
    Ich meine, die hiesig Kindergartenpolizeijustiz vorverurteilt den Herrn Oberüber, weil er und Frau Zapata sich erst 24 nach dem Verschwinden der Kleinen bei der Kindergartenpolizeijustiz gemeldet haben. Andererseits haben Kindergartenpolizeijustiz Tage und Wochen verstreichen lassen, bis sie zusammen mit Privatpersonen, deren Fifis und Gras-zum-Trinken-Krügchen durch die Gegend gelatscht sind, um die Kleine zu finden.
    Persönlich finde ich es sehr bemerkenswert, dass die an besagtem Tag anwesenden zwei einheimischen Handwerker, Gärtner und Maurer, sich noch am gleichen Tag über den Feierabend hinaus sehr große Sorgen um das Verschwinden der Kleinen gemacht haben. Ich meinte, wer nimmt am gleichen Tag eines Vorfalls schon das Schlimmste an?
    Gut, anyway, Spekulationen, aber hiesig Kindergartenpolizeijustiz konnte schon in sehr vielen Kriminalfällen des Paragauy nicht sonderlich überzeugen: dutzende Fälle von ermordeten Deutschen nicht geklärt, mutmaßliche Täter konnten außer Landes fliehen, nachdem es Jahre gedauert hat, bis ein Haftbefehl ausgestellt wurde. Ganz zu schweigen von den Millionen Korruptionsfällen, die von hiesig Kindergartenpolizeijustiz mit ähnlichen Kindergartenmethoden geahndet wurden und werden und mit ebenso kindergartenhaftigen Urteilen – je nach Parteibuch – ad acta gelegt werden.
    Nein, der Paragauy ist ein Land der Steinzeit. Das impliziert eben auch hiesige Kindergartenpolizeijustiz, die aus dem hiesig schlechten Bildungssystem und grassierender Korruption entwachsen und dazu auch schrecklich schlecht ausgerüstet sind.
    Hierzuland läuft alles über Zeugen und Kameras, ok, wichtig, aber Indizien, Beweise und Spuren auszuwerten, da müssens noch ein wenig lernen.
    Nun gut, wir warten schon seit Monaten auf den großen Durchbruch, der schon seit Monaten immer wieder angekündigt ist.

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