Fall Juliette: Pressemitteilung von Reiner Oberüber in Deutsch

Asunción: Ergänzend zu den heute schon veröffentlichten Aussagen während der Pressekonferenz, abgehalten von Rechtsanwalt Dr. Max Narvaez, finden Sie hier eine mehrseitige Presseerklärung von Reiner Oberüber in deutscher Sprache.

  1. März 2021 – PRESSEERKLÄRUNG

An die Öffentlichkeit:

11 Monate sind seit dem Verschwinden der kleinen Juliette vergangen, und ich kann Ihnen versichern, dass es die schlimmste und schwierigste Zeit meines Lebens war und ist.

Es ist, als hätte man mir an jenem 15. April 2020 den Boden unter den Füßen weggezogen. Und der Fall in die Tiefe hat bis heute nicht aufgehört. Niemals in meinem Leben habe ich so viel Leid und Elend, so viel Enttäuschung und Lügen sowie den absoluten Verlust meiner Freiheit erlebt. Und bis zum heutigen Tag verstehe ich nicht, was gerade mit mir passiert. Ich weiß nur eins: Offensichtlich hat es sich jemand zum Ziel gemacht, mein Leben zu zerstören, und dafür scheint ihm jedes Mittel recht zu sein.

Vielleicht fragen Sie sich, warum ich so lange geschwiegen habe. Da war zum einen die Empfehlung meiner Anwälte, mich bei laufenden Ermittlungen nicht zuerst gegenüber der Presse sondern zuvor den Ermittlern gegenüber zu äußern. Und da war zum anderen mein Glauben an eine faire Justiz in diesem Land, so wie ich es aus Deutschland kenne. Und obwohl mir in den letzten Monaten wirklich jeder Paraguayo versichert hat, dass es in diesem Land keine echte Justiz gibt, wollte ich es nicht wahrhaben. Außerdem wusste ich, dass ich unschuldig bin. Schon bald würde sich alles aufklären und ich würde frei kommen. Aber ich habe mich geirrt. Nie hätte ich gedacht, dass sich die Wahrheit so lange unterdrücken lässt und dass Richter und Staatsanwälte das geltende Recht derartig mit Füßen treten. Und obwohl die Ermittlungen noch immer nicht abgeschlossen sind, habe ich mich entschlossen, Ihnen heute meinen Teil der Wahrheit zu sagen. Mehr kann ich Ihnen leider nicht bieten, denn die ganze Wahrheit in diesem Fall kenne ich nicht. Noch nicht.
Zu Beginn möchte ich vier Punkte klarstellen:

  1. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Juliette. Ich habe Juliette weder misshandelt, noch entführt oder gar ermordet. Auch habe ich niemanden mit einer derartigen Tat beauftragt oder hatte Kenntnis davon. Und seit ich sie am Tag ihres Verschwindens das letzte Mal auf Monte Pacará gesehen habe, hatte ich zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von ihrem Aufenthaltsort. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war ich nicht am Ort des Geschehens.

  2. Ich bin weder der Vater, noch der Stiefvater von Juliette. Ich habe sie auch nicht adoptiert und habe kein Erziehungsrecht für sie. Ungefähr anderthalb Jahre vor ihrem Verschwinden habe ich sie zum ersten Mal gesehen. Nur in den letzten vier Wochen davon hat sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester mit in meinem Haus gewohnt.

  3. In meinem ganzen Leben habe ich kein einziges kinderpornographisches Foto gesehen, erst recht keines gemacht oder besessen oder gar in Umlauf gebracht. Die Staatsanwaltschaft suggeriert, dass man auf meinem Telefon bis zu 80.000 kinderpornographische Fotos gefunden hat. In der Anklageschrift ist tatsächlich nur von ganzen zwei Bildern die Rede. Davon stand jedoch nichts in der Presse. Jeder, der diese Bilder sehen würde, würde bestätigen, dass es sich dabei um ganz normale Fotos handelt, wie man sie in den meisten Fotoalben von Familien aus der Kindheit findet und dass es sich in diesem Fall niemals um kinderpornografische Bilder handelt.

  4. In der jüngsten Anschuldigung gegen Lilian und mich (vom 6. November 2020) wirft man uns „Missachtung einer richterlichem Anordnung“ vor. Wir haben es abgelehnt eine Körperprobe abzugeben, die gegen uns verwendet werden könnte. Damit haben wir von einem Menschenrecht Gebrauch gemacht, welches auch in der paraguayischen Verfassung steht. Die Staatsanwälte und Richter jedoch sahen darin eine Straftat und sorgten für die Verlängerung der Untersuchungshaft. Auch darüber berichteten die Medien nicht.

Bevor ich zu den Ereignissen vom 15. April 2020 komme, möchte ich Ihnen ein wenig von mir erzählen. Ich wurde vor 56 Jahren in Deutschland geboren, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Ich wuchs mit meinen beiden Geschwistern bei meinen Eltern in Düsseldorf auf. Der frühe Tod meiner Mutter (ich war gerade 15 Jahre alt) war natürlich eine schlimme Erfahrung, aber sie hat uns auch auf besondere Art zusammen geschweißt. Nach dem Abitur und dem Militärdienst studierte ich BWL. Unmittelbar nach dem Examen machte ich mich mit einer Werbeagentur selbstständig. Nach zwölf Jahren verkaufte ich mein Unternehmen erfolgreich und arbeitete als Unternehmensberater weiter. Meine Klienten waren damals Firmen in jeder Größe, Ministerien und weitere öffentliche Institutionen. Irgendwann beschloss ich, einen lang gehegten Traum in die Tat umzusetzen: Ich wollte auswandern. Ich hatte das Glück, in meinem Leben sehr viele Länder bereisen zu können. Ich war fast auf jedem Kontinent. Und nach allem was ich gesehen hatte, wollte ich nach Südamerika. Hiervon war ich auf meinen Reisen sehr begeistert und die entsprechenden Sprachkenntnisse hatte ich auch schon. Am Ende fiel meine Wahl auf Paraguay, weil mir die Bedingungen für Investoren hier am besten erschienen und mir Land und Leute bei meinen Reisen vorab so gut gefallen hatten. Mein Plan war es, hier ein schönes Grundstück zu erwerben und eine Wohnanlage darauf zu errichten. Sehr schnell konnte ich die ersten Investoren in Deutschland für mein Vorhaben gewinnen, und so war ich in der Lage, mein Projekt zu beginnen.

Im Juli 2018 war es soweit: Ich siedelte mit meinem gesamten Hab und Gut nach Paraguay über. Meine damalige Frau konnte sich nicht entscheiden, mit mir zu kommen und so trennten wir uns vor meiner Abreise. Ich mietete mir ein Apartment in einer Wohnanlage, in der auch Lilian mit ihrem Mann Stephane und ihren beiden Töchtern ein Haus besaßen. Stephane war jedoch kurz zuvor ausgezogen. In den ersten Monaten sprachen Lilian und ich außer einem kurzen Gruß kein Wort miteinander. Das änderte sich erst, als ihr Auto fahruntüchtig wurde und ich zusammen mit anderen Nachbarn einen Fahrdienst für sie und ihre Töchter organisierte. In dieser Zeit lernten wir uns kennen. Wir besuchten uns hin und wieder gegenseitig, aber es dauerte weitere Monate, bis wir uns näher kamen. Erst im Laufe der Zeit erfuhr ich von ihr, wie schwierig ihr Leben in dem Moment war. Ihr Mann hatte sie nach zehn Jahren Ehe einfach sitzen lassen, und die Unterhaltszahlungen von ihm, auf die sie so dringend angewiesen war, wurden immer weniger. Von ihren Eltern konnte sie keine Unterstützung erwarten. Und eine feste Anstellung konnte sie wegen Juliette nicht annehmen. Das Mädchen benötigt eine ganztägige Betreuung. Irgendwann zogen die drei von ihrem Haus in ein kleines Apartment in Emboscada, um näher an den öffentlichen Verkehrsmitteln zu wohnen. Ein Auto konnte sie sich nicht mehr leisten. Sie eröffnete nacheinander zwei kleine Geschäfte und suchte sich Angestellte und Kindermädchen, um gleichzeitig das Geschäft zu betreiben, ohne ihre Töchter zu vernachlässigen. Aber ihre Personalauswahl war nicht immer glücklich und so liefen die Geschäfte nicht mit dem erhofften Erfolg. Meine Unterstützungsmöglichkeiten für sie waren begrenzt, sowohl zeitlich, als auch finanziell. Wenn sich die Möglichkeit ergab, gingen wir gemeinsam auf den Spielplatz oder in den Zoo. Wir unternahmen Ausflüge an den Ypacarai-See oder gingen ins Kino. Hin und wieder lud ich die drei zu mir zum Abendessen ein. Dabei machten wir Sprachübungen mit Juliette oder Mathe-Übungen mit ihrer Schwester. Im Anschluss daran brachte ich alle drei wieder nach Hause. An gemeinsame Übernachtungen war schon aus Platzgründen nicht zu denken. Während dieser Zeit liefen die Projektarbeiten auf Monte Pacará weiter. So auch mein Haus, welches ich Anfang Februar beziehen konnte. Als Mitte März die Quarantänemaßnahmen wegen COVID anfingen, bot ich Lilian mit ihren Töchtern an, für die Zeit der Quarantäne mit mir in meinem Haus zu wohnen. Die dann folgenden vier Wochen waren für uns alle eine wundervolle und harmonische Zeit. Besonders für die beiden Mädchen, die eine ungestörte Zeit in der Natur und mit den Tieren verbringen konnten. Lilian konnte sich ganz ihren Töchtern widmen, Kindermädchen waren nicht mehr notwendig. Bei Juliette hatte das unter anderem den Effekt, dass sie zunehmend ohne Windel auskam. Diese Idylle endete abrupt am 15. April, an jedem Tag an dem Yuyu auf mysteriöse Weise von Monte Pacará verschwand.

Es gibt unzählige Spekulationen über das, was sich an diesem Tag zugetragen haben soll. Ich kann Ihnen nur meine Vermutung mitteilen, denn wie schon gesagt: Ich war zum Zeitpunkt des Verschwindens gar nicht auf dem Grundstück, sondern zum Kauf von Baumaterial in Emboscada.

Entweder hat sich jemand in der Nähe des Baches Zugang zum Grundstück verschafft und sich dann in die Nähe des Hauses geschlichen, oder er kam von der anderen Seite, also vom Nachbargrundstück. Er musste nur einen günstigen Augenblick abwarten, um das Mädchen mitzunehmen. Jeder erwachsene Mann ist mühelos in der Lage, die kleine Juliette im Laufschritt zu tragen. Theoretisch ist auch eine Beteiligung einer der Arbeiter oder des Nachbarn denkbar, denn alle drei legten im Nachhinein ziemlich seltsame Verhaltensweisen an den Tag. Ich weiß aber zu wenig, um einen konkreten Verdacht zu äußern. Auch weiß ich nicht, ob seitens der Ermittler alle Fragen gestellt wurden.
Als ich circa 10:30 Uhr zurück auf Monte Pacará war, teilte mir Lilian mit, dass Juliette und die beiden Ziegen verschwunden sind. Wir machten uns sofort auf die Suche, die bis spät in die folgende Nacht andauerte. Dabei wurde uns mit jeder erfolglos verstrichenen Stunde immer klarer, wie ernst die Lage für Juliette wurde. Wir mussten sie unbedingt vor Eintritt der Dunkelheit finden. Nichts sollte uns von der Suche abhalten – auch nicht die Anzeige bei der Polizei. Ich glaube, dass jeder, der diese Tat selbst geplant und ausgeführt hätte, früher zur Polizei gegangen wäre, um in diesem Punkt nicht auffällig zu werden.

Sehr wichtig erscheint mir die Frage nach den Hintermännern. Nach allem, was wir seit dem 15. April 2020 an Informationen und Erkenntnissen zusammen getragen haben, haben wir es mit einem professionell organisierten Verbrechen zu tun, dessen Urheber von der Staatsanwaltschaft und der Polizei gedeckt werden. Anders ist es nicht zu erklären, dass sämtliche Hinweise, Indizien und Verdächtige, die wir den Ermittlern haben zukommen lassen, offensichtlich ohne Beachtung blieben. In dem uns vorliegenden circa 200 Seiten starken Polizeibericht gibt es als Ermittlungsergebnis nur ein einzigen Tatverdächtigen: Reiner Oberüber. Kein einziger anderer Name taucht darin auf. Fünf mal wurde mein Haus durchsucht, alle Bauten neben meinem Haus wurden zerstört, der Großteil meines Eigentums wurde beschlagnahmt. Mit etlichen weiteren Hausdurchsuchungen bei meinen Bekannten wurde dafür gesorgt, dass sich aus Angst niemand mehr wagte, mir in irgendeiner Form zu helfen. Aufschlussreich erscheint mir übrigens auch, bei wem man keine Hausdurchsuchung gemacht hat.

Aber es geht in diesem Fall nicht nur um meine Person sondern auch um meine Partnerin Lilian Zapata. Wir beide sitzen seit zehn Monaten unschuldig im Gefängnis. Lilian ist übrigens die einzige Mutter in Paraguay, die eingesperrt wurde, nachdem sie das Verschwinden Ihres Kindes angezeigt hat. Können Sie sich vorstellen wie diese Mutter leidet? Zuerst lässt ihr Mann sie mit beiden Töchtern sitzen. Dann nimmt man ihr ihr Ein und Alles – ihre Tochter Yuyu. Danach muss sie auch noch ihre andere Tochter gehen lassen, und zuletzt nimmt man ihr die Freiheit. Warum tut man das? Weil es die einzige Möglichkeit ist, sie von der Suche nach ihrer Tochter abzuhalten. Nichts anderes hätte sie getan, als Tag und Nacht nach Juliette zu suchen. Seit der Geburt dieser Tochter hat Lilian um sie kämpfen müssen. Die Ärzte haben ihr noch im Krankenhaus gesagt, ihre Tochter hätte aufgrund ihrer Krankheit nur wenige Jahre zu leben. Dann haben sie ihr prophezeit, Juliette würde niemals laufen können. Aber Lilian hat allen das Gegenteil bewiesen. Mit unermüdlicher Arbeit und mit viel Liebe hat sie mit ihrer Tochter alles erreicht, was angeblich unmöglich gewesen sein sollte. Das erklärt die besonders enge Beziehung, die sie zueinander haben. Und nun kommt eine Horde wildfremder Frauen daher und erdreistet sich, Lilian als schlechte Mutter darzustellen und sie in den Schmutz zu ziehen. Nicht eine von diesen Frauen hat jemals mit Lilian oder Juliette ein Wort gesprochen. Es ist natürlich leicht, auf einem Menschen herumzutrampeln, der sich nicht wehren kann, weil er im Gefängnis sitzt. Und die gesamte Presse lässt sich kritiklos dafür einspannen.

Ich brauche Ihnen als Vertreter dieser Zunft nicht zu sagen, welchen Einfluss Sie auf die Meinungsbildung im Volk haben. Sie mit ihren Stiften, Mikrofonen und Kameras sind eine Macht, die Schicksale oder Leben von Menschen verändern können. So wurde zum Beispiel aus mir, einem unbescholtenen Investor ohne Vorstrafen, ein pädophiler Stiefvater, der seine Freundin unterdrückt und manipuliert und mit hoher Wahrscheinlichkeit deren Tochter entführt hat. Und obwohl es weder einen Beweis, noch ein Motiv gibt, kann es nur dieser Mann gewesen sein, weswegen er unbedingt hinter Gitter gehört. Nach möglichen anderen Akteuren in diesem Fall suchen wir erst gar nicht, denn wir haben bereits einen Schuldigen gefunden. Er muss halt nur noch überführt werden. Und weil das in der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstzeit der Untersuchungshaft nicht gelungen ist, denken wir uns halt etwas Neues aus, um ihn gefangen zu halten. Jetzt mal ehrlich: Das glauben Sie doch selber nicht! Wenn Sie jetzt sagen, hier geht es nicht um Glauben sondern um belegbare Fakten, dann bin ich 100-prozentig bei Ihnen. Sollte jemand von Ihnen in diesem Fall investigativ tätig werden wollen, dann nehmen Sie nachfolgende Fragen zur Kenntnis, deren Antworten sicherlich zur Lösung des Falles beitragen würden. Wir haben alle Fragen bereits an Polizei und Staatsanwaltschaft gestellt. Antworten haben wir keine bekommen.

  1. Am Morgen des 16. April 2020 zeigte die Mutter von Juliette das Verschwinden ihrer Tochter bei der Polizei an. Am Abend desselben Tages rücken Polizei und Staatsanwaltschaft mit einer Hundertschaft auf meinem Grundstück an. Sie fielen fast über uns her und versuchten uns einzuschüchtern. Vom ersten Moment an trennten sie Lilian und mich voneinander und behandeln uns wie Verbrecher und nicht wie jemand, der sein Kind vermisst. Kann es sein, dass wir bereits zu diesem Zeitpunkt als Täter fest standen? Wer hat die Staatsanwaltschaft damit instruiert?

  2. Von Beginn an bezeichnete mich die Staatsanwaltschaft fälschlich als Stiefvater von Juliette, denn nur so konnte sie die Anzeige wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht und „Abandono“ begründen. Obwohl meine Anwälte auf diesen Fehler hingewiesen haben und außerdem klarmachten, dass ich keinerlei Pflichten für dieses Mädchen hatte und habe und daher auch keine Pflichtverletzung vorliegen kann, wurde ich genau dafür eingesperrt. Und Staatsanwaltschaft und Polizei und mit ihnen alle Medien nannten mich weiterhin „Padastro“. Auch wurde der vollständige Name meiner Person von Beginn an veröffentlicht. Aus welchem Grund konnten all diese Dinge passieren?

  3. Der Opa von Juliette, Rufino Zapata, erschien zwei Tage nach Juliettes Verschwinden erstmals auf Monte Pacará und war von dem Moment an praktisch täglich vor Ort. Er ging nicht mehr zur Arbeit und quartierte sich im nahe gelegenen Apartment von Lilian ein. Schon früh begann er damit, in den Medien Stimmung gegen seine Tochter und mich zu machen – später nur noch gegen mich. Unaufhörlich redete er auf Lilian ein, sie möge gegen mich aussagen, um selbst aus dem Blickfeld der Ermittler zu kommen, ‚auch wenn es nicht so ganz der Wahrheit entspreche…’, fügte er hinzu. Bis zum heutigen Tag ist er einer der Wortführer gegen mich. Er ist auch eine der führenden Figuren bei den Demonstrationen gegen mich, die sich angeblich für das Wohl von Kindern einsetzen. Dabei ist er es, der seine pädophilen Tendenzen unverhohlen in der Öffentlichkeit zeigte (z. B. bei Facebook) und der seine eigene Tochter im Alter von sieben Jahren an einen Kumpel „verkauft“ hat. Welche Motivation hat ein Vater, der sich nie im Leben um seine Tochter gekümmert hat, sie nun ins Gefängnis zu bringen? Warum glaubt er zu wissen, dass ich seine Tochter bedroht und manipuliert habe? Spielt er eine Rolle bei der Entführung? Weiß er, wo sich seine Enkelin aufhält?

  4. Eine Reihe von Fragen ergeben sich auch zum biologischen Vater von Juliette, Stephane, der mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach fast zehn Jahren Ehe aus der Schweiz nach Paraguay zieht, um sie nach einem Jahr hier sitzen zu lassen und selbst zurück in die Schweiz zu gehen. Kein Bitten und Betteln seiner Töchter konnten ihn dazu bewegen, zu ihnen zurückzukehren. Erst als seine Frau ihm bestätigt, dass es einen neuen Mann in ihrem Leben gibt, steigt sein Interesse an ihr wieder. Als er schließlich erfährt, dass Lilian mit ihren Töchtern zu mir ziehen will, klingeln bei ihm die Alarmglocken. Er reaktiviert den Kontakt zu seinem Schwiegervater Rufino, und gemeinsam überlegen sie, wie sie uns auseinander bringen können. All das erzählte mir Lilian. Nachdem Juliette verschwunden ist, nutzt Stephane das mediale Interesse und lässt keine Gelegenheit aus, seine Frau möglichst positiv darzustellen und Zweifel über mich zu säen. Aber trotz aller Liebesbekundungen an Lilian und Yuyu hat Stéphane es bis heute vermieden, nach Paraguay zu kommen und bei der Suche nach seiner Tochter zu helfen. Kann es sein, dass er Angst hat, vor den Ermittlungsbehörden auszusagen? Wie weit sind seine Bemühungen tatsächlich gegangen, Lilian und mich voneinander zu trennen? Welche Ziele verfolgte er mit der Beauftragung von Oskar Tuma? Zu wem in Paraguay unterhielt er noch Kontakte?

  5. Als wirkliche Schlüsselfrage erscheint mir die nach den Finanziers der gegen mich gerichteten Kampagne. Wer hat die gesamten Werbemittel bezahlt? (Plakate, Banner, Aufkleber, Mundschutz, T-Shirts) Wo sind sie hergestellt worden? Wer hat sie in Auftrag gegeben? Wem gehören die modernen Fahrzeuge, mit denen die immer gleichen Demonstranten und die professionelle Tontechnik zu den Einsatzorten gefahren werden? Wer trägt die Kosten für all das? In Paraguay sind im vergangenen Jahr einige Kinder verschwunden, aber nur der Fall Juliette hat eine derart extreme Medienpräsenz. Woher kommt dieses außergewöhnliche Interesse? Warum setzen sich die selbst ernannten Kinderschutzgruppen nur für Yuyu und niemand anderen in dieser Intensität ein? Wer ist die treibende Kraft hinter alldem?

  6. „Justicia para Juliette“ heißt einer der Leitsätze der Kampagne. Dieser Satz wird bei den Demonstrationen und in den sozialen Medien ständig wiederholt. Wie glaubhaft kann eine solche Forderung von Leuten sein, die im gleichen Atemzug andere Menschen ohne jede Hintergrundkenntnis verurteilen? Sollte Justizia nicht für alle gelten, also auch für unschuldig Inhaftierte, wie Lilian und mich? Nicht ein einziges Mal wurde von irgendeinem Radio- oder TV Sender oder von einer Zeitung die Einhaltung der Unschuldsvermutung oder das geltende Recht angemahnt, obwohl dieser Fall vor Unrecht nur so strotzt. Ich habe die Presse in Paraguay schon viel engagierter und agitativer erlebt. Schaut man in diesem Fall bewusst über das Unrecht hinweg? Haben sie Angst? Oder gibt es einen anderen Grund dafür, dass so einseitig berichtet wird und sich offensichtlich niemand für die Wahrheit interessiert?

  7. Zwei Mal die Motivfrage: Zunächst die Frage nach einem möglichen Motiv von mir, Juliette verschwinden zu lassen. Welchen Grund sollte ich haben Juliette loszuwerden? Welchen Vorteil würde mir das bringen? Ich kann keinen erkennen. Bei meiner Entscheidung für eine Partnerschaft mit Lilian wusste ich doch, worauf ich mich einlasse. Ihre beiden Töchter gehören zu ihr. Das war klar und das war in Ordnung. Ich habe die beiden niemals als Störung sondern als Bereicherung empfunden. Wir hatten von Anfang an ein harmonisches und vertrauensvolles Verhältnis. Außerdem hatte ich ausreichend Zeit, Mutter und Töchter zusammen zu erleben, bevor ich sie einlud, zu mir zu ziehen. Und dann soll ich plötzlich meine Meinung ändern? Und zwar so radikal, dass ich eines der Mädchen loswerden will? Womit ich auch die Mutter ins größte Unglück stürzen würde.

All diese Überlegungen sind völlig absurd und passen überhaupt nicht zu mir und meinem bisherigen Leben. Jeder, der mich nur ansatzweise kennt, wird das bestätigen. Kein Mensch hätte jemals die Macht, mich zu einer solchen Tat wie sie mir angehängt werden soll, zu bewegen. Auch nicht im sogenannten Affekt, der ja aufgrund der bekannten Umstände am 15. April 2020 sowieso nicht in Frage kommt.

Und mit Bezug auf die Überlegung, dass die Tat von mir geplant gewesen sein könnte: Wähle ich dann einen Tag aus, an dem zwei weitere Zeugen auf dem Gelände sind (Victor und Gerardo)? Sicher nicht, denn an jedem anderen Tag wäre es einfacher und risikoloser gewesen. Noch unsinniger wäre es, würde ich als Tatort ausgerechnet mein Grundstück auswählen. Würde auf Monte Pacará ein Verbrechen gegen ein kleines Mädchen verübt, so würde das ein Desaster für die entstehende Wohnanlage bedeuten und einen enormen Wertverlust nach sich ziehen. All meine Bemühungen, die gesamte Investition in das Projekt würde ich damit riskieren.

Damit komme ich zur Frage nach dem Motiv eines möglichen anderen Täters. Zunächst einmal dürfte feststehen, dass es das vorrangige Ziel war, mich aus dem Weg zu räumen. Es geht hier nicht gegen Lilian – das ist unschwer zu erkennen – sondern allein gegen mich. Wer hat einen Vorteil davon? Die Motive des Großvaters von Juliette, Rufino, und des Vaters, Stephane, wurden bereits angedeutet. Wie weit diese tatsächlich gehen würden, müsste gründlich ermittelt werden.

Auf ein ganz anderes Motiv brachten mich die Ermittler selbst. Und zwar durch ihre zahlreichen Fragen, die sie mir am Tag meiner Verhaftung, am 4. Mai 2020, stellten. Sie fragten mich keine einzige Frage nach Juliette, sondern stellten ausschließlich Fragen zu meinen Grundstücken, auf denen Monte Pacará entstehen soll und den Investoren, denen diese Grundstücke gehören: Wann sie gekauft wurden, auf wessen Namen genau, welche Funktion ich in dem Konstrukt habe, ob es noch andere Beteiligte gibt, und so weiter. Es ging NICHT um Juliette. Es ging von Anfang an nur um Monte Pacará. Sämtliche Unterlagen dazu wurden von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt (Baupläne, Kaufverträge, Darlehensverträge, Projektunterlagen aller Art). Welchen Wert haben sie für die Suche nach der vermissten Yuyu? Könnte es sein, dass sich jemand von dem Erfolg meines Projektes bedroht fühlte? Vielleicht jemand, der dieselbe Zielgruppe wie mein Condominio hat? Oder hat es gar jemand auf das Areal selbst abgesehen? Es wäre wohl nicht das erste Mal, dass es in Paraguay zu feindlichen Übernahmen besonders begehrter Grundstücke kommt, zu denen Monte Pacará zweifellos gehört. Für diese Arten von Motiv würden einige Kandidaten in Frage kommen. Allerdings sind meine Kenntnisse darüber zu gering, um einen möglichen Verdacht beweisen zu können. Normalerweise gibt es dafür auch die Polizei, die auch in dieser Richtung ermitteln müsste.

Es gibt noch eine Vielzahl von Fragen deren Antworten sicherlich Licht ins Dunkel dieses Falles bringen würden. Wir haben sie den Ermittlern gestellt. Und während wir bis zum heutigen Tage glauben, dass Yuyu noch lebt, suchten die Ermittler vom ersten Tag an nur nach ihrer Leiche.

Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Mädchen irgendwann in naher Zukunft zu uns zurückkehren wird. Und ich möchte von dieser Stelle aus alle Menschen in Paraguay darum bitten, uns bei der Suche zu helfen. Wenn Sie es ernst meinen mit der Gerechtigkeit für Juliette, dann helfen Sie ihr bitte dabei, dass sie zurück in die Arme ihrer Mama kann. Jeder, der die beiden kennt, weiß, dass sie durch eine wunderbare intensive Liebe miteinander verbunden sind. Kein anderer Mensch ist für Lilian wichtiger als ihre Töchter Juliette und Charlotte. Für sie würde sie alles tun. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein Lügner. Aus diesem Grund und um das Leiden für alle endlich zu beenden, habe ich mich dazu entschlossen, eine Belohnung auszusetzen. Für Hinweise, die uns erfolgreich zu Juliette und zu ihren Entführern führen, setze ich einen Gesamtbetrag von 350.000.000 Gs. Para aus. Für Ihre Hinweise haben wir die folgende ausländische WhatsApp Nummer eingerichtet, die direkt zu meinen Anwälten führt: +506 63001919. Gehen mehrere brauchbare Hinweise ein, wird die Belohnung entsprechend geteilt. Bei gleichen Hinweisen wird derjenige belohnt, der zuerst eingeht. Eine Belohnung kann nur ausgezahlt werden, wenn der Hinweis über die angegebene Nummer eingegangen ist. Beschäftigte der Polizei und der Staatsanwaltschaft sowie deren Angehörige erhalten keine Belohnung. Die Nummer ist ab sofort freigeschaltet.

Damit endet meine heutige Erklärung. Mir ist klar, dass noch längst nicht alle Fragen beantwortet sind. Hoffentlich haben Sie Verständnis dafür, dass ich im Moment aus bereits genannten Gründen keine weiteren Fragen beantworten kann. Aber wenn Sie noch Fragen an mich haben, wollen Sie sie bitte schriftlich unter der elektronischen Adresse narvaez.narvaez.asoc@gmail.com an meine Anwälte richten.

Möge Juliette schon bald nach Hause kommen. Möge die ganze Wahrheit endlich ans Licht kommen. Und möge uns Gott dabei helfen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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10 Kommentare zu “Fall Juliette: Pressemitteilung von Reiner Oberüber in Deutsch

  1. Das „Projekt“ Oberuebers hat jemandem gestoert. Von nichts entfuehrt ein Paraguayer nicht mal geradeso ein Kind. Er weiss genau worum es sich um sein „Projekt“ handelte. Zudem muss er genau wissen wem er da gestoert hat und welches seine Feinde sind. Natuerlich gehen den Weibern „zufaellig“ die Autos kaputt. Genau nach einiger Zeit wo der Ex sie verlassen hat. Bedeutet der Ex hat sich um das Auto gekuemmert wo Suse dann keine Ahnung von hatte – er blechte und sie fuhr kaputt. Es liegt nahe da eine schwarze Witwe am Werk zu sehen. Frau und Paraguayerfamilie melken wohl den Deutschen aus.
    Aber wirkliche Tathergaenge nennt Oberueber wieder nicht und so kann man nur wieder spekulieren.

    Zitat: „haben wir es mit einem professionell organisierten Verbrechen zu tun, dessen Urheber von der Staatsanwaltschaft und der Polizei gedeckt werden.“.
    Oberueber muss wissen wen er da finanziell geschaedigt hat oder auf die Fuesse getreten ist. Ein Paraguayer entfuehrt nicht gerad mal so fremde Kinder. Da steckt mehr dahinter.

    Motiv: „Es ging von Anfang an nur um Monte Pacará.“. Wer hat Interesse an Monte Pacara? Jemand will Oberueber sein Grundstueck abjagen. Das sind meist gut verknuepfte Politiker. Man kann geplant haben das Grundstueck mehrmals zu verkaufen wo Oberueber bezahlt aber nie die Urkunde bekommt. Da ist was schief gelaufen oder der Betrug ging nicht ganz glatt ab. Motto: lass den aleman blechen aber das Grundstueck kriegt ein lokaler Politiker. Das Ganze klingt nach einem Mix aus Gefuehlsneid des Ex, der Schwiegervater versucht Profit vom neuen Freier zu schlagen, gierige Leute wollen sich Oberuebers Grundstueck aneignen und zudem hat er ein „Projekt“ mit entsprechendem Klientel das andere gerne uebernehmen wuerden. Es kann eine Zusammensetzung von mehreren Faktoren sein die zu was Grossem werden. Etwa so wie bei Renner – Geschichte die gewisse Aehnlichkeiten aufweist. Gemeinsamkeiten zwischen Renner und Oberueber: ein wohlhabender Deutscher der sich eine Paraguayerin angelt die viele Freunde und eine zu ernaehrende Grosssippe hat. Schwarze Witwe versuch u.u. ihre Drone auszusaugen und anschliessend umzubringen. Sowas passiert oft unilateral von der Sippschaft deren groesstes Kapital in diesem Fall Lilian ist die als Koeder fungiert.

    1. Gehts im das Landstucke und Projektbauten so sind es meist lokale Politiker oder Grossgrundbesitzer die anderen versuchen das Landstueck abzujagen. Suchen sie nach Grossgrundbesitzern und Kaufkandidaten des Landstueckes vor Oeberuebers „kauf“. Dazu nicht lokale Politiker vergessen. Man teilt sich den Gewinn meist unter den Dieben ein.
      Nach Oberuebers Erklaerung hats jemand auf sein Grundstueck abgesehen oder die ganze Gegend hat sich gegen ihn verschworen wo ein paar reiche Neider die Faeden in der Hand halten. Zumindest so laeuft es immer ab.

  2. Naja, den Optimismus das das Kind noch lebt teile ich nicht. Dieses waere nur denkbar wenn das Kind heimlich zum Vater gebracht oder zu diesem Zweck versteckt wurde. Ansonsten war das Leben des Kindes spätestens mit der Inhaftierung von Mutter und Oberüber fuer dritte wertlos.
    Die ausgelobte Belohnung duerfte die Staatsanwälte und deren Marionettenspieler in Panik versetzen, da eine Veröffentlichung der Taeter und Komplizen droht. Da es eine ausländische Nummer ist und ueber whatsapp laeuft ist das sperren der Nummer zur Hinweis Verhinderung teuer bis unmöglich.
    Das die Staatsanwaltschaft die tataufklaerung verhindern will hat sie durch das verbieten der heutigen Video Pressekonferenz meiner meinung nach erneut bewiesen.

  3. Ein einziges Drama! Wenn ich das so lese was Herr Oberüber veröffentlichte, dann neige ich sehr dazu, an einen üblen Komplott von einflußreichen Personen zu glauben. Würde mich auch nicht verwundern, wenn die Hintermänner Personen eines pädophilen Kreises sind die in der hiesigen Gesellschaft angesehen sind. Siehe pädophile Politikerverstrickungen in Berlin, deren Verfolgung seit Jahren durch einflußreiche Politiker behindert wird. An das Gute im Menschen kann ich schon lange nicht mehr glauben, spätestens seit ich mich in Paraguay nieder gelassen habe. Eigentlich eine sehr traurige Lebenserfahrung in meinem ansonsten erfahrungsreichen Leben, auf die ich gerne verzichtet hätte.

  4. Die möglichen Konstellationen sind vielfältig. Sicher ist nur, daß die Staatsanwaltschaft diese kennt und diese deckt. Der Sachverhalt ist derart einfach und auf mehreren Wegen vollumfänglich innerhalb von 2 Wochen fuer jeden Staatsanwalt aufklaerbar.
    Bei den jetzt ausgelobten 350 Mio Belohnung duerfte bei der Staatsanwaltschaft Panik herrschen.

    1. Nein.
      „Man“ wird das Kind eventuell lebendig finden und den Finderlohn einstreichen und auf die eigenen Komplizen verteilen die vorher das Kind entfuehrten. Gelingt es nicht Oberueber so zu verarmen dass es nicht mehr das Geld fuer den Finderlohn hat.
      Der ganze Stamm kassiert mit.
      Ist ja doch logisch.
      Niemand bekommt Panik. Zeugen bezeugen dir in Paraguay fuer einen Geldschein sogar das blaue vom Himmel. Zeugen taugen nichts da hierzulande immer im Konsens gehandelt und gesprochen wird.

  5. Die Aussagen klingen für mich eigentlich glaubwürdig, umsomehr, wenn die Behauptung über das Vorhandensein kinderpornographischer Bilder aus der Luft gegriffen war. Wäre es richtig, dass ein solches Verhalten, wie oben behauptet, tatsächlich dem Großvater bereits nachgewiesen worden wäre, entstünde ein ganz anderes Bild und das Verhalten der Staatsanwalt wäre zutiefst fragwürdig.

    Gerechtigkeit ist eines der wertvollsten Güter, die wir besitzen. Dieses Gut ist so wertvoll, dass Wahrheitsfindung nicht immer nur alleine der Justiz überlassen werden darf. Licht ins Dunkel konnten manchmal auch die Presse, engagierte Rechtsanwälte oder Zeugen bringen, deren Gewissen sie zu einer, wenn auch verspäteten Aussage, veranlasst kann.

    Auch das Konsulat sollte sich den Sachverhalt einmal darstellen lassen und kritisch hinterfragen. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass man nach Belieben und unkommentiert mit deutschen Landsleuten verfahren dürfe, wenn der Sachverhalt, wie von Herrn Oberüber geschildert, stimmt.

    „Ist es richtig, dass kein einziges kinderpornographisches Bild bei Herrn Oberüber gefunden wurde, obwohl behauptet wurde, dass es derer 80.000 gab?“

    Diese Frage sollte man doch einmal stellen und ihr auch ernsthaft nachgehen.

    Gibt es diese Bilder, würde die Glaubwürdigkeit von R. Oberüber fallen.

    Gibt es diese Bilder nicht, liegt ein glattes Fehlverhalten vor, dass der Staatsanwaltschaft anzulasten ist und öffentlich beleuchtet werden sollte.

    Es ist sicherlich nicht so, dass man über Schuld oder Unschuld des Angeklagten hier eine klare Meinung haben kann. Aber angesichts der obigen Aussage sollte man auf einer sorgfältigen, ausgewogenen und unvoreingenommenen Untersuchung bestehen, diese kritisch begleiten und gegebenenfalls auch einmal mit einem Kommentar versehen.

    Denn wenn er tatsächlich unschuldig ist, könnte jedem von uns das gleiche passieren.

  6. Interessant wird es nun sein zu sehen, was die paraguayischen Medien daraus machen. Stecken deren Chefs mit drin und schweigen oder verdrehen weiter oder nutzen sie die Chance tagelang Leser bzw Zuschauer mit der Jagd nach der immensen Belohnung an sich zu binden?

  7. Zitat: „Nach zwölf Jahren verkaufte ich mein Unternehmen erfolgreich und arbeitete als Unternehmensberater weiter. Meine Klienten waren damals Firmen in jeder Größe, Ministerien und weitere öffentliche Institutionen.“.
    Er war also so eine Art von Guru der Ministerien und dem deutschen Staat immer teurere Kurse des Coachings verhoekerte die sowieso niemandem was helfen ausser dass sie dem Guru selbst reich machen.
    Das ist eine Art Ponzischema genauso wie diese MLM Betrugsmaschen.
    The Rise of Fake Gurus: The Dark Truth Behind Making MILLIONS from Online Courses. – https://www.youtube.com/watch?v=L9Gpr7PEnbs
    Oberueber betaetigte sich also in Deutschland in der Betrugsbranche des Consulting, Coaching, Cursito Anbieters, Real Estate Investment (die ganze Immobilienmakler Branche), Sales (Vertriebsmaschen), etc. Er verkaufte den Deutschen Traeume und wurde dafuer fuerstlich belohnt.
    Daher stammen auch diese 350 Millionen Guaranies. Dieses Geld hat hierzulande nicht mal geradeso wer.
    Ansonsten hat Oberueber wieder wenig bis kein Licht ins Dunkel gebracht so dass man nur weiterspekulieren kann.
    Ein sehr reicher Deutscher mitten in der Pampa mit nem Riesenpalast auf nem Privatberg wie mit nem privaten Rittergut und ner gigantomanen Wohnanlage und vielversprechendem „Projekt“ – das zieht die Motten an wie das Blaulicht.
    Ostentantismus wurde ihm eventuell zum Fall. Man bedenke dass die Guaranikultur kommunistisch gepraegt war – sogar die Weiber hatten sie teilweise alle gemeinsam. Hab und Gut gehoerte allen zusammen. Die Konzepte Diebstahl und Klau kannten sie nicht. Baut Oberueber Wohnungen, so meinen die Paraguayer dass er diese fuer sie zum wohnen baut – herzlichen dank!

  8. In hypothetischen Fall Oberueber sagt die Wahrheit so gilt es folgendes zu bedenken.
    a) Politiker sind im Spiel die Schuetzenhilfe geben. Diese bekommen Geld fuer ihr agieren vom Strippenzieher.
    b) ein reicher Strippenzieher mit Connections steht im Hintergrund und zieht die Faeden. Dieser hat eventuell eine Urkunde der Privatberges in der Hand. Es duerften mehrere Urkunden betreffs des Privatberges im Umlauf sein die der Verkaeufer an Oberueber auch an andere verkauft hat.
    c) in dem Fall weiss die umliegende Paraguayerbevoelkerung bescheid und die Gaertner Oberuebers agierten als Spione.
    d) Lilian als Sippenangehoerige weiss bescheid und die Traenchen im ersten Video von dazumal waren Traenen ueber dem „was jetzt noch kommen wuerde“. Sie weiss bescheid.
    e) Die Sippe Lilians wurde Geld versprochen und die weiss bescheid.
    f) Der Verkaeufer des Privatberges der diesen an Oberueber verkauft hat, der hat diesen zu gleicher Zeit oder mit Zeitverzug an andere reiche Bonzen und/oder Politiker auch verkauft (fuer den vollen Marktpreis) so dass diese wohl rechtlichen Anspruch erheben werden auf die Besitzergreifung ihrer rechtmaessig erworben Urkunde. Das geht in Ordnung in Paraguay da Dritte als Unschuldig gelten wenn sie Landurkunden kaufen und damit das Land. Auch wenns 3 Urkunden ueber dasselbe Land gibt haben alle 3 eine rechtmaessige Urkunde. Da will jemand der einen der Titel ergattert hat den Privatberg in besitz nehmen.
    g) sowas merkt man erst oft nachher wenn die Sache schon gelaufen ist. Erst dann merkt man dass der Verkaeufer von dem du das Landstueck gekauft hast dieses einem Politiker oder jemandem mit Connections nochmals verkaufte und dieser im Hintergrund agiert. Rechtlich will er nur sein Eigentum in Besitz nehmen. Das wir schwierig die Sache durchzuziehen wenn erst „das Projekt“ am funktionieren ist.
    h) da muss gewaltig was im Busch sein dass man dermassen Ressourcen aufwendet.
    i) Hatten vorige Besitzer des Privatberges und Landstuecks einen Groll wegen ihrem Abtritt des Landes? Vielleicht hat jemand das Landstueck ja mal an eine Bank abtreten muessen gegen Kredite und will es jetzt zurueck. Vielleicht hat Stroessner jemandem den Privatberg mal weggenommen und die Sippe will es jetzt zurueck da Oberueber wenig Connections hat und auch nicht in der Politik ist. Oder eben nur expansionistische Drogenbosse oder Viehzuechter die zu viel Geld haben und dieses da „investieren“ moechten (Besitzvergroesserung). Die Moeglichkeiten sind fast unendlich aber immer in diese Richtung.
    j) Hat Oberueber reiche Nachbarn? Wer sind diese? Doppelte Urkunde mit Weiterverkauf an mehr als eine Person wenn sie mich fragen.
    Et Cetera.

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