Falsche Immunität versucht auszunutzen

Guarambaré: Am besten man denkt gar nicht darüber nacht, was alles noch möglich wäre oder ständig geschieht. Ein im Januar entlassener paraguayischer Konsul wurde bei einer Routinekontrolle in Guarambaré mit 27 kg Marihuana im Kofferraum verhaftet.

Bei einer Routinekontrolle der Anti-Drogenpolizei wurde auch die Identität des Fahrers eines Audi A4 gecheckt, der mit argentinischen Kennzeichen unterwegs war. Jorge Ramón Riquelme Ibarra wies sich mit Diplomatenpass aus. Da bei der Kontrolle immer Drogenhunde Anwesend sind und einer dieser bei dem Fahrzeug anschlug, überprüfte man trotz vermeintlicher Immunität kurz vor Mitternacht den Kofferraum, wo sich 65 kleine Pakete mit einem Gesamtgewicht von 27 kg Marihuana befanden. Ebenso fand man 18.000 argentinische Pesos.

Bei der nachfolgenden Kontrolle kam heraus, dass Jorge Ramón Riquelme Ibarra (48) Konsul zweiten Grades im Konsulat in Posadas war, aber im Januar von seinen Pflichten entbunden wurde.

Staatsanwalt Carlos Alcaraz sprach mit dem Verhafteten, der eingestand, dass er dies zum ersten Mal tat und das Motiv finanzielle Probleme gewesen wären. Alcaraz hingegen wird untersuchen, ob es wirklich das erste mal war. Riquelme wird wegen Besitz, Verkauf und Drogenschmuggel angeklagt.

Wochenblatt / Última Hora

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6 Kommentare zu “Falsche Immunität versucht auszunutzen

  1. Ja, so ist das in Paraguay, Politiker gehen hier mit gutem Beispiel voran und werden von der Bevölkerung auch noch bewundert. Der Ruf von Paraguay in anderen Ländern Südamerikas ist dann halt dementsprechend…

  2. Wer mit offenen Augen und Ohren in Paraguay lebt, dem dürfte doch schon längst klar sein, daß ein Großteil der hier offensichtlich auf großem Fuß lebenden Bevölkerung nicht mit „normaler und ehrlicher“ Arbeit zu Macht und Reichtum gekommen ist. Ist es nicht die Korruption, sind es Betrug, Diebstahl und Drogenhandel. Oftmals eine Mischung aus vielen derlei kriminellen Machenschaften. Und alle verfügen über ihre mit verdienenden Amigos an den richtigen Schaltstellen. So viel Verderbtheit konnte ich mir in meinem früheren Leben nicht vorstellen. Doch leider lernt man im Leben nicht aus.

  3. Wer glaubt wird selig aber ich will ja sonst nicht wissen was alle am dereck am stecken haben und das ausnutzen und zum glueck oder wie auch immer an land ziehen .

  4. Diese International Beamten werden so glaube ich nie kontrolliert. Ein Polizist muss sich ja entschuldigen wenn er überhaupt nur in die Nähe kommt und etwas wollte. Bei so einer Gesetzeslage braucht man nicht nachdenken. Es ist sowieso klar, was sich da abspielt. Wieder: Je internationaler umso schlimmer.

  5. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Das Anschlagen des Drogenspuerhundes wird offensichtlich als „hinreichender Verdacht“ gewertet so dass man den Diplomaten auf den Zahn fuehlen kann.
    Ich denk das ist rechtlich so dass auch ein Diplomat wenn er in flagranti erwischt wird (der bei hinreichendem Verdacht z.B. wenn der Polizeihund was riecht) dieser festgenommen werden kann. Ansonsten koennte ja der Diplomat frei in der Welt als Killer rumreisen und seinen Job unbeschwert machen.
    Ansonsten stammt ja der Diplomatenstand aus der Zeit wo es noch keine Flugzeuge, Telefon und Internet gab um mal schnell eine Kriegserklaerung zu machen. Der Diplomatenstand ist eine der obsoletesten Berufe weltweit die aufgeloest gehoeren. In der Aera des Internets bedarf es keiner Brieftraeger mehr – aber dafuer um so mehr Paketsklaven.
    Die Staaten koennen die diplomatischen Beziehungen via WhatsApp machen oder Twitter wie Abdo und Trump.

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