Canindeyú: Unfassbar, wir stehen wohl schon wieder vor einem mutmaßlichen Fall einer “Schwarzen Witwe“. Eine junge Frau wurde von Ermittlern der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft unter dem Verdacht festgenommen, den Auftragsmord an ihrem eigenen Ehemann geplant zu haben.
Bei dem Opfer handelt es sich um einen bekannten brasilianischen Sojaproduzenten, der vor zwei Wochen im Ortsteil Tacuapi von Yby Pytå ermordet wurde.
Den Ermittlern zufolge nahm der Fall eine unerwartete Wende, nachdem es gelang, die Aufnahmen der Überwachungskamera wiederherzustellen, die angeblich zunächst nicht funktionierten. Doch beim Durchsuchen und genauen Überprüfen der Aufnahmen kamen sie dem makabren Theater auf die Schliche: Es soll die Ehefrau selbst gewesen sein, die Beweismittel manipulierte und löschte, um das Massaker zu vertuschen.
Die Verdächtige wurde als Sonia Mabel Fleitas Meza (25) identifiziert. Sie wurde bei einer Razzia in demselben Haus festgenommen, in dem sich am 12. Juli um 03:00 Uhr morgens der Mord an Acacio Hudner (58) ereignet hatte. Damals stürmten die Killer unter Schüssen das Haus und täuschten einen gewaltsamen Raubüberfall vor, um die Polizei irrezuführen.
Als ob das nicht schon genug wäre, entdeckten die Ermittler auf den wiederhergestellten Videobändern, dass es die Ehefrau gewesen sein soll, die die Henker ihres Mannes empfing und ihnen den Zutritt zum Haus verschaffte. Sie ließ den Angriff wie einen einfachen Raubüberfall aussehen, was den Verdacht ihrer Beteiligung an dem Mord erhärtete. Der Fall deutet nun auf ein mutmaßliches Delikt einer “Schwarzen Witwe“ hin.
Bei dem Einsatz wurde ein Samsung-Handy beschlagnahmt, das für die Vertiefung der Ermittlungen und die Rekonstruktion der Kontakte zu den mutmaßlichen Auftragsmördern von entscheidender Bedeutung sein wird. Die junge Frau wurde bereits nach Curuguaty überführt und steht der Justiz zur Verfügung.
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