Familiäre Gewalt: Die Glaubwürdigkeit der Anzeigen muss genau geprüft werden

Asunción: Familiäre Gewalt ist ein schlimmes Verbrechen, das immer öfter auftritt. Jedoch mahnt ein Experte zu Umsicht, denn Anzeigen im privaten Bereich, oftmals ohne Zeugen, müssten genau geprüft werden, um die Glaubwürdigkeit sicherzustellen.

Für den spanischen Experten in Sozialpsychologie, Ramón Arce, “ist es wichtig, die Glaubwürdigkeit von Anzeigen in Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt zu belegen“.

Arce hielt einen Vortrag in Paraguay und führte Gespräche mit Staatsanwälten und anderen Justizbeamten.

Das globale Bewertungssystem bei familiärer Gewalt stand im Mittelpunkt des Meetings. Der Experte gibt an, dass es ein Verfahren gäbe, das mehrere Tests umfasse, die auf der Grundlage des Bedarfs und der Verfügbarkeit der Forschung erstellt worden seien.

„Es gibt Belege für die Zurechenbarkeit, Quantifizierung von Unfällen und die Offenlegung von psychischen Krankheiten, aber das Wichtigste ist die Glaubwürdigkeit der Aussagen“, erklärt Arce.

Dieses Verfahren spricht grundsätzlich von der Glaubwürdigkeit der Argumente in einer Anzeige.

Er erklärt, dass es Anzeigen gebe, die neben der anklagenden Erklärung auch eine andere zulassen, dass es sich zum Beispiel um einen Unfall handele oder die Gewalt durch Selbstverletzung verursacht worden sei. Die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet zu beweisen, dass das, was derjenige in seiner Anzeige angebe auch, wahr sei.

Arce, derzeit Professor für Rechts- und forensische Psychologie an der Universität von Santiago de Compostela, räumt ein, dass dieses System überall anwendbar sei.

„Wenn die Tatsachen im privaten Bereich begangen werden, wie zum Beispiel geschlechtsspezifische Gewalt, bei der es keine externen Zeugen gibt, bleibt nur Aussage gegen Aussage. Es gibt keinen Bericht, der garantiert, dass das, was die Person behauptet, so passiert ist“, sagt Arce und erklärt, dass man sich in erster Linie auf die Fähigkeit der Menschen konzentrieren müsse, ob sie glaubhafte Aussagen machen oder nicht.

Die Überprüfung der Tatsache ist der zweite Schritt, der kaum erreicht wird. „Was wir hier überprüfen müssen, ist grundsätzlich die Täuschungsfähigkeit, denn ein Kind betrügt nicht wie ein Erwachsener. Des Weiteren wird ein Partner gegenüberrseinem anderen eher eine Lügengeschichte auftischen als bei einem Fremden“, fügt er hinzu.

Arce stellt sicher, dass ungefähr 90% der Gerichtsverfahren anhand der Glaubwürdigkeit der Aussagen geklärt werden müssten, insbesondere der Person, die die Anzeige vorgenommen habe.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Familiäre Gewalt: Die Glaubwürdigkeit der Anzeigen muss genau geprüft werden

  1. Aus der Reie: Peteudende Intellekteule des 21. Jahrunderts

    Die Experten. Man kann genau so würfeln oder ein sorteo machen. Um das zu wissen muss man nicht studieren und kein Experte sein. Bringen tut das ganze sowieso nichts.

  2. Interessant wirds, wenn der Vorfall 30 Jahre zurück liegt. Und der Beschuldigte vielleicht schon unter der Erde.
    METOO !!! ..machts möglich. Und alle finden es wahnsinnig toll.

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