Fast jeder zweite Haushalt verbrennt trotz eines Verbots seinen Hausmüll

Asunción: Nach Angaben der Generaldirektion für Statistik, Erhebungen und Volkszählungen (Dgeec) verbrennen 37,6% der paraguayischen Haushalte ihren Hausmüll. Jedoch ist das in Brand setzen von Abfällen gesetzlich verboten.

Die Dgeec berichtete über ihre sozialen Netzwerke, dass es in Paraguay rund 700.000 Haushalte gibt, die weiterhin ihren Müll verbrennen, was auf Länderebene 37,6% entspricht.

Von der Gesamtzahl der Familien, die ihre Abfälle verbrennen, entsprechen 17,8% städtischen und 70,9% ländlichen Gebieten.

Laut der permanenten Haushaltsumfrage (2019) verfügen nur 48,9% des Landes über einen öffentlichen Dienst für die Müllabfuhr. Diesen Service gibt es zu 71,9% in städtischen Gebieten und nur 9,1% auf dem Land.

Das Verbrennen von Müll ist nach dem Gesetz Nr. 3956/09 über feste Abfälle verboten, in paraguayischen Häusern jedoch immer noch üblich.

Nach Angaben der staatlichen Institution sind die anderen Möglichkeiten, wie die Paraguayer ihren Müll entsorgen, folgende: 4% trennen den Müll und bringen ihn dann fort, 6,3% werden ihn in eine Grube, 1,3% entsorgen ihn auf leerstehenden Grundstücken oder auf der Straße, 1,5% bringen ihn auf eine kommunale Deponie und 0,6% werfen ihn auf die Felder und Weiden.

Das Verbrennen zählt zu den Hauptursachen für Waldbrände. Darüber hinaus verschlechtert dies laut Fachleuten die Luftqualität erheblich.

In den letzten Wochen wurden im Land mehr als 5.000 Wärmequellen registriert, hauptsächlich aufgrund von Bränden, die durch menschliches Eingreifen verursacht wurden. Hohe Temperaturen und Trockenheit begünstigen die rasche Ausbreitung von Flammen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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10 Kommentare zu “Fast jeder zweite Haushalt verbrennt trotz eines Verbots seinen Hausmüll

  1. Nimmt mich ja schon wunder wie die Fachkräfte der Generaldirektion für Statistik diese Statistik wieder geschätzt haben. Ich nehme mal an, dass jeder, der auf seinem täglich Weg zum Bier- und Streichholzkauf seinem Müll während eines sich unbeobachteten Moments in die Landschaft wirft auf Befragung auch noch die wahren Angaben macht: “Jo, i latsch so durch di Gegend zum Bier- und Streichholzkauf und wirf mein Müll irgendwo hin, is ja grati, do kann ich glei noch a BilligPolarBier mehr sauf vor meinen Kleinkinder, so müssen mer ihn nid extra abfackl”. Und ja, hier in meiner Gegend kreisen nächtlich Helikopter dieses Amtes für Statistik, um etwas genauer schätzen zu können, indem sie die Feuererchen zählen in den Hinterhöfen hiesig Alleskönner. Und am Morgen laufens vorbei um die schwarzen Flecken der Start- und Landeplätze der Außerirdischen zu zählen, die nächtlich den Müll abgeholt haben. Autsch, was solltens denn anderes tun, die Einheimischen, in einem Land, in welchem die Staatseinnahmen zu 76% für Amigogehälter ausgegeben werden. Da hat es halt keinen Platz für Abfallentsorgung.
    “4% trennen den Müll und bringen ihn dann fort”, naja, werfen ihn nach dem Trennen, Abfackeln zu mir über den Zaun herüber. Zum Glück ist das Abfackeln von totem Hund und ausgedienten Windeln hierzulande nicht verboten, sind ja keine festen Abfälle, sondern gehen unter gscheit Grinsen noch als “solo hojas” (nur Laub) durch. “trennen den Müll”, ja, der war gut. Echt. Machen schon Häufchen, einer mit totem Hund, einer mit gebrauchten Windeln und einer mit Batterien & Akkus. Wischen dann wieder alles zu einem Haufen. Und fackeln ihn nicht an, sondern laufen mit dem Megahäufchen ein paar Kilometer zur städtischen Mülldeponie. Und natürlich zurück.
    “1,3% entsorgen ihn auf leerstehenden Grundstücken” mag ich doch sehr in Frage stellen. Ich würde diesen Prozentsatz doch eher auf 99,8% schätzen.
    “1,5% bringen ihn auf eine kommunale Deponie”, so einen Schmarren. Hier gibt es keine kommunale Deponie 2 Meter vor dem Haus eines Einheimischen. Vielleicht hat jedoch schon einer dieser Allesschätzer einen Einheimischen gesehen, er mit seinem Müll ein paar Kilometer gelatscht ist, ihn auf die Deponie gekippt hat und dann wieder nach Hause gelatscht ist. Naja, wird bestimmt an einer Despensa vorbei gelatsch sein und sich Streichhölzer und Biergekauft haben. Und wird seinen Müll künftig doch eher einfach von der Hängematte aus entsorgen.
    “0,6% werfen ihn auf die Felder und Weiden”, ja, kann sein, den Rest windet wohl der Wind dorthin.
    Nun, selbst in sowas, was sich hierzulande “Stadt” nennt, gibt es etliche ähm “Straßen”, da müsste der Müllwagen schon auf einem Hover aufgebaut sein, um da ohne Achsbruch den Müll abzuholen.
    Phänomenal. Weiterschätzen.
    Da bin ich ja wieder auf die Schätzungen vom nächsten Jahr gespannt. Denn ändern wird sich zwischenzeitlich nix, rien, nada, nothing.

    1. 100 von 100 möglichen Punkten. Bei uns war in den letzten Tagen die Sonne nicht zu sehen wegen der Wald-und Flächenbrände und was mach die lieben Nachbarn: Sie verbrennen ihren Müll – waren ja auch nur Blätter und ein bisschen Äste. Besonders schön die weißen Rauchschwaden, die bestialisch gestunken haben. Da müssen dann wohl Blätter von Paraguayischen Stinkebaum dabeigewesen sein.

  2. Da sieht man wieder, was für Geistesleuchten in der Politik tätig sind! Wenn diese Politiker seit Jahrzehnten nicht in der Lage sind endlich für eine flächendeckende Müllabfuhr zu sorgen – ja wo sollen die Menschen dann ihren Müll entsorgen? Sollen die Menschen den anfallenden Müll bergeweise vor dem Haus ablegen bis die Ratten kommen? So entsorgen die Einen den Hausmüll wild überall entlang den Straßen oder auf anderen Grundstücken, die Anderen verbrennen ihn auf ihrem Grundstück oder sonst wo. Die Politiker sind es, die an solchen miserablen Zuständen die alleinige Schuld tragen. Also bitteschön, wohin mit dem Müll? Ganz ehrlich, über so viel Dummheit kann man sich nur noch an den Kopf langen. Dabei wäre das Problem ganz einfach zu lösen: Jeder Grundstücksbesitzer muß obligatorisch eine Müll-Zwangsgebühr von mtl. ca. GS 30.000 bis 50.000 Gs. bezahlen. Damit könnte eine flächendeckende Müllabfuhr organisiert werden. Genau auf diese Weise wurde z.B. auf Korsika schon vor etwa 40 Jahren eine vorbildliche Müllentsorgung von einer deutschen, christlichen Einrichtung namens “Junges Leben” organisiert. Seither ist die Insel frei von Müllproblemen und die Bürger sind stolz darauf. Aber hier in PY scheint überhaupt nichts zu funktionieren, außer großen Sprüchen zu klopfen und die Kultur der Korruption zu pflegen.

  3. Muell Verbrennung ist die paraguayische Kernkompetenz. Solange es die polit marionetten unterlassen ein funktionierendes muell sammel, Wiederverwertungs und Verbrennungs System aufzubauen wird das auch weiter so sein. Erst wenn die Familien der polit marionetten im Rauch ersticken oder Verbrennen werden diese amigos sich bewegen.

    1. Bei uns gibt es ein gut funktionierendes Sammelsystem und die Leute verbrennen ihren Dreck trotzdem – ist doch billiger. Jeden Monat 20 Mil sparen – das gibt schon fast ein 12er Pack Polar grati.

  4. Ja klar ist es verboten. Besser an wirft den ganzen Müll auf fremde Grundstücke. Dann sind ja die Besitzer des Grundstücks für die Entsorgung zuständig. Die Straßen eigenen sich auch super dafür. Müllcontainer die vor Corona an bestimmten Plätzen gestanden haben sind weg das Geld für die Müllentsorgung kann der Bürgermeister ja dann am Wochenende fürs Asado mit Freunden verprutzeln. Mir ist es lieber meine Nachbar verbrennen ihren Müll als das sie in in Löcher werfen und eine Rattenzucht beginnt. Ist natürlich alles Ansichtssache. Müll der verteilt auf Strassen und Gräben liegt und das über Wochen ist geruchsmäßig richtig Klasse.

  5. in den Städten und größeren Gemeinden gibt es meist eine mehr oder weniger gut funktionierende Müllabfuhr.
    Wie sieht es aber auf dem Lande aus ?
    Was sollen die Menschen mit dem Müll machen ? Müllvermeidung ist sicher interessant, löst das Problem aber nicht.

    1. Roland, das Problem ist nicht Müllvemeidung, sondern Beseitigung. Städte und Geinden holen den Müll zwar ab, aber wo landet er? nur in der Botanik irgendwo und wenn die Müllkippe zu voll wird, wird auch nur abgefackelt. Die dann Wochen brennt und die Leute mit Gestank und Qual belästigt. Solange die Politiker nicht auf die Idee kommen, eine Verbrennungsanlage zu bauen, passiert nie etwas. Mit einer Anlage würden gleich mehrere Probleme gelöst. 1 Müll Entsorgung, 2 Arbeitsplätze, 3 Umwandlung der Abwärme als Energieerzeuger und Heizung für den Winter. 4 keine Verseuchung des Grundes, somit keine Dengue Plätze mehr usw. Ist aber keiner daran interessiert, was mich wundert, weil da kann man wenn man das Geld hat, um die Investitionen zu tätigen, verdient man sehr viel Geld als man investiert hat.

  6. In meinem schäbigen Viertel (wie mir von sollens für immer schweigenden Mitschreiberlingen unterstellt wurde) gibt es eine Müllabfuhr. Sogar so etwas, was als Straße bezeichnet werden kann, wo der Müllwagen fahren kann. Gut funktionierend kann ich jedoch nicht schreiben: Sie kommen, wann sie wollen: Mal kommens zwei mal die Woche, dann wieder nur alle drei Wochen, dann einmal im Monat: Wie sie gerade lust dazu haben eben.
    Da läuft einer der Typen voraus und holt allen Müll aus den Portabasura und stellt ihn auf die Straße. Wenig später kommt dann der Müllwagen und sie laden den Müll von der Straße in die Müllpresse.
    Ok, nun biegt man die umliegenden Straßen ab. Da sind die Straßen schon nicht mehr so “schön”. Aber egal ob befahrbar oder nicht, viele produzieren keinen Müll: Der Müllwagen fährt leer vorbei oder kann gar nicht vorbei fahren.
    Das ist doch denen ScheiBegal, ob sie damit Geld verdienen könnten, indem jeder Haushalt bezahlt.
    Ich bin überzeugt, dass Gewisse zwar zahlen müssten, aber nur einen Bruchteil als Taschengeld bezahlen, damit die Statistiken richtig geschätzt werden können und der Sachbeatmete auf den Munispalidades etwas Gehaltszzustupf erhält.
    Dann habe ich schon gehört, dass es hierzulande so arme Menschen gibt, die Land annektiert und ein Häuschen drauf gestellt haben, also illegale Landbesetzer, die keinen Grundbucheintrag haben. Die Armen dürfen dann keine Steuern noch Abfallgebühr bezahlen, weil sie keinen Titulo haben. Ja, die doofen Europäer bezahlen ja. Ja müssen.
    Naja, das Gesundheitssystem ist ja hierzulande grati. Wenigstens beschwert sich kein Beatmeter vom Statistikbeatmungsamt noch korrupter Politiker, dass die Gesundheitskosten aufgrund Luftverpestung groß wären: Luftverpestung bei Dämmerungseinbruch vertreibt die ägyptischen Mosquitos und die Menschen sterben weniger an Dengue, eher an Krebs. Jedenfalls scheinen die Farmazias an allen Straßenecken und -enden mindestens fünf überleben zu können.
    Persönlich muss ich schreiben, noch mein ganzes Leben vor Ankunft im Land meiner Albträume musste ich nie so viele Medikamente zu mir nehmen, wie seit meiner Ankunft aufm Petit Grosi: Da ist wieder mal Husten oder ein Corona-Pickel am Allerwertesten, womit weltweit schon viele gestorben sind. Ok, wieder so ein rezeptfreies Medikamentchen kaufen. Im öffentlichen Spital habens auch nur solches, grati. Ohne Rezept muss man halt dafür bezahlen.
    Ich war schon auf der Polizei mich beschweren. Sie sagten mir, dass es nicht verboten sei in der Nacht seinen Müll zu verbrennen. Autsch! Im Artikel steht etwas anderes. Naja, die Polizei ist ja keine Rechtsanwaltskanzlei und kann auch nichts von Gesetz wissen.
    Auch verschiedene Eingeborene haben mir mit einem gscheit Grinsen auf dem Diente de Palo bestätigt, dass das Verbrennen von Müll verboten sei.
    Aber hierzulande ist das ja ein Nehmen und Geben: “Ich verbrenne meinen Müll, wenn der Wind den Gestank zu dir trägt, dafür zeigst du mich nicht an, und wenn der Wind für dich gut stehst, dann fackelst du deine ScheiBe ab”. Ist ja auch logisch man!
    Ja, da gibt es hierzulande tolle Homepäitschchen, wo man die Kinder, die den Müll an den Straßenrand werfen, filmen und einsenden kann. Ist jedoch nicht zu raten Minderjährige zu filmen. Und natürlich besitze ich keine TV-Studio-Kamera, auf deren Aufnahmen man nächtliches Müllverbrennen noch erkennen könnte. Habe also nicht die Beleuchtung noch High-Resolutio-Equipment. Und auch kein Chemielabor, um Gestanksproben auf deren Homepäitschchen stellen zu können.
    Also alles in allem können die Statistiken niedrig geschätzt werden, weiterhin tausende Angestellte ein paar Müllsäcke pro Monat einsammeln und in den Tschungel werfen und die Toten sind eh alle mit Atembeschwerden am Uhhh-Viru-V2.0 gestorben.
    Nicht zu vergessen, den edukativen Faktor, wenn die jetzige Jugend einmal erwachsen ist und sich zu helfen weiß, wie man anstatt Müllgebühren zu seinem Streichholzpack x 500 orepy und einem 12-er-Pack grati-BilligPolarBier kommt. Außerdem, worum sollens denn mit Kleinkind auf dem Arm zum BilligPolarBier und Shwuddi Iglesias 120 dB turnen? Etwa um Kerzen?
    Nein, als Ausländer hat man hiesig Kultur zu akzeptieren. Am besten gleich mitmachen, sonst wir man nur überall unbeliebt. Wobei viele das dann aber gar nicht gerne sehen, wenn der rico Alemam de Ms. seinen Müll abfackelt und den Armen nichts zum Anfackeln übrig lässt.
    So ist das denn auch wieder nicht, dass man sich hier durch einen Ausländer stören lässt. Einzig Müll und BilligPolarBier – besser TeuerMüllerBräu – sammeln und warten, bis der Nachbar sein Geturne mit Kleinkind auf dem Arm bei Shwuddi Iglesias 120 dB und BilligPolarBier loslegt, höflich fragen, ob man mitmachen darf, und dann seinen Beitrag gleich mitnehmen – vor allem wenn sie keine Streichhölzer und BilligPolarBier auf Pump mehr erhalten – und mitmachen. So macht man sich sehr beliebt hierzulande. Duck und weg, mues i glei ausprobiere.

  7. Hausmüll verbrennen sollte nicht verboten werden vielleicht in der Zeit der brennenden Wälder eingeschränkt.Mülldeponien funktionieren nicht ,Asuncion ist ein Beispiel ,neben den Rio Paraguay sind die Deponien,bei Hochwasser schwimmt die Deponie davon. Ratten und Seuchen sind eine Gefahr bei der Hitze im Sommer da Lob ich mir aber den Hausmüll anzustecken und so die Umwelt besser zu schützen.Was eine wirkliche Gefahr ist sind die Wälder die immer mehr verschwinden 30 Jahre zurück wahr die Luft hier in PY trotz Hausmüll verbrennen sauber aber da gab es noch Wälder. Jeder der einen Baum fällt ist ein Verbrecher und die Müllverbrennung im Kleinen nix dagegen.

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