Am Rande der Legalität

Pedro Juan Caballero: Obwohl vor mehr als zwei Wochen Mario Abdo einen Gesetzesvorschlag abschmetterte, der den Anbau von medizinischem Hanf erlaubt, eröffnete kürzlich eine Marihuana Klinik, die Patienten damit behandelt. Am Rande der Legalität.

Die örtliche ACA, die Amambay Cannabis Vereinigung, eröffnete in der Stadt eine Klinik, wo man Patienten mit Marihuana behandelt, auch wenn die nicht vom Gesetz her erlaubt ist.

Am vergangenen Freitag lehnte Marito die Gesetzesvorlage für den Selbstanbau von Marihuana ab und verbot dessen Ernte zu Hause. In Pedro Juan Caballero wurde jedoch am Samstag der erste Macoña-Rat in Paraguay eröffnet.

Sandro Benítez, Direktor der Organisation, ist sich bewußt, dass ihr Handeln illegales aber ihn würde nichts anderes übrig bleiben.Der Anwalt ihrer Vereinigung versucht eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, da ja die Nutzung von Cannabis in der Medizin einerseits erlaubt ist aber andererseits der persönliche Anbau der Sorte nicht zugestanden wird.

Von unserem Handeln hängt das Schicksal von ungefähr 500 Familien ab. In Villarrica wollen sie auch eine Marihuana Ambulanz einrichten, doch ihr Hauptsitz ist in Santa Catarina, Brasilien. Im Moment wird das Öl aus Brasilien nach Paraguay gebracht, aber das Marihuana wird in Paraguay geerntet, wobei Samen aus anderen Ländern stammen.

„In ein paar Tagen werden wir 300 Pflanzen pflanzen und jeder Topf wird das Foto eines unserer Patienten als Symbol haben, damit die Behörden sehen können, dass sie ihr Leben retten“, betonte er. Die Beratung besteht aus 5 freiwilligen Ärzten und 50 medizinischen Studien.

Benítez warnt davor, dass wenn das Anti-Drogensekretariat (Senad), die Klinik schließen will, dies nicht kann. „Hier im Norden sind wir gut organisiert, wir sind wie eine Armee, fast die ganze Stadt wird auf die Straße gehen, um zu demonstrieren, wenn sie hierher kommen sollten“, warnte er.

Fernando Krug vom Senad sagte, dass es eine Liste von Ärzten gibt, die befugt sind, Cannabis-Öl zu verschreiben, aber dass der Selbstanbau selbst durch Organisationen ohne Erlaubnis des Gesundheitsministeriums und des Senad völlig illegal ist. „In Paraguay sind nur 12 Pharmaunternehmen zur Herstellung des Öls berechtigt, daher ist diese Aktivität illegal. Der Ort muss überprüft und schließlich geschlossen werden“, sagte er. In der Zwischenzeit legte der Verband bei der Justiz Rechtsmittel ein, um doch noch die Erlaubnis zu erhalten.

„Ich habe mich von meinem Knochenproblem mit Cannabis-Öl erholt. Ich weiß nicht, was mit uns Armen passieren würde, ohne diese Organisation, die versteht, wie man das als wirksames Mittel einsetzt, das für uns eine Hoffnung zum Leben ist. Das Öl ist in Apotheken teuer“, sagte Anahí Insfrán aus Villarrica.

Wochenblatt / Extra

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1 Kommentar zu “Am Rande der Legalität

  1. In der Gegend muessen sich der Praesident und seine Amigos genau überlegen wie sie handeln oder auch nicht. Auf der einen Seite stehen die Marionetten Spieler, die mit Erpressungen und ihren Drohungen mit Veröffentlichungen big Pharma schützen und ihn zum einschreiten zwingen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, daß sich eine grenzüberschreitende Volksmilitz gegen ihn bildet.