Filadelfia, das Herz im Chaco

Der Wunsch nach Fortschritt und Arbeit, aber auch der Glaube war ausschlaggebend für das Errichten eines wirtschaftlichen Zentrums im Chaco. 1931 war es soweit. Filadelfia wurde gegründet Das Verwaltungszentrum der Mennonitendörfer entstand.

1930 stand vor allem die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Kolonie Ferneheim im Mittelpunkt. Die meisten Mennoniten kamen zu der damaligen Zeit aus der Sowjetunion weil sie wegen ihrem Glauben verfolgt wurden. Nun aber fanden sie in Paraguay eine neue Heimat.

Filadelfia war in den Anfangsjahren sehr isoliert. 75 Menschen waren die ersten Pioniere in der Stadt. Sie hatten große Schwierigkeiten sich mit anderen Gemeinden auszutauschen. Die Infrastruktur war kaum erschlossen. Um überhaupt nach Asunción zu gelangen mussten die Reisenden erst 80 Kilometer Erdstraße auf sich nehmen, dann weitere 145 Kilometer mit der Eisenbahn nach Puerto Casado und schließlich mit dem Schiff bis zur Hauptstadt von Paraguay.

Die Mennoniten schafften es aber, genauso wie viele andere Einwanderer, die Hürden zu meistern. Heute sind Rinder in der Gegend um Filadelfia die Hauptwirtschaftsquelle, dicht gefolgt von der Landwirtschaft. Ausgedehnte Felder von Sojabohnen, Mais, Erdnüsse und Weizen zeugen davon. Der Export der Produkte generiert Paraguay wichtige Erlöse in ausländischen Währungen.

1961 wurde die Transchaco Route eingeweiht und schaffte eine bessere Anbindung an die Hauptstadt. Laut dem Bürgermeister von Filadelfia, Holger Berger, leben in etwa 25.000 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes und der Welt in der Gegend, 70% davon in der Stadt.

Quelle: La Nación

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