Filmreifer Überfall auf Bürgermeisterkandidatin

Encarnación: Fast wie in einem Hollywoodstreifen verübte ein als alte Frau getarnter Mann einen filmreifen Raubüberfall, bei dem er etwa 5 Millionen Guaranies erbeuten konnte.

Die Episode ereignete sich an diesem Dienstag in der Stadt Nueva Alborada im Departement Itapúa.

Der Täter hat angeblich sein Opfer gezwungen, ein Medikament einzunehmen, das eine Schlaftablette wäre und ließ sie später mit Handschellen gefesselt zurück.

Das Opfer in dem Fall ist die Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Nueva Alborada, Mónica Lizandra Scheid, 44.

Ihr Ex-Ehemann Mario González teilte der Nationalpolizei mit, dass die Frau angeblich einen Anruf vom Bürgermeister der vorher erwähnten Stadt, Jorge Johanson, erhalten und dieser dabei gesagt habe, er wolle mit ihr sprechen.

Nach dem Anruf beschloss Scheid, zu dem Treffpunkt zu fahren, an dem der Bürgermeister mit ihr reden wollte, aber sie stieß dort auf eine ältere Frau, die in ihr Fahrzeug stieg.

Angeblich wurde Scheid später klar, dass es ein Mann war, der sich als alte Frau verkleidet hatte, sie mit einer Schusswaffe bedrohte und ihr die Summe von 4.700.000 Guaranies raubte.

Ebenso hätte der Täter sein Opfer gezwungen, ein Medikament zu schlucken, das eine Schlaftablette sein soll. Er ließ sie später gefesselt zurück, so die Anzeige der Frau.

Nach Daten, die in dem Polizeibericht auftauchen, hätte der Fremde Scheid gewarnt, bevor er sie verließ, ihre politische Karriere aufzugeben. Andernfalls würden sie oder ihre Familie unter den Folgen leiden.

Wochenblatt / Ultima Hora / Mas Encarnación

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Europakongress

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4 Kommentare zu “Filmreifer Überfall auf Bürgermeisterkandidatin

  1. Klingt ziemlich glaubhaft das Geschichtchen. Mich hat ja auch schon jemand angerufen, m/w/d will mit mir sprechen. Ich habe dann 5 Mio. Guaranies zum Gespräch mitgenommen. Warum? Tja, keine Ahnung.
    Aber hiesig Kindergartenpoliziejustiz hat sicher schon alle Spuren übertrampelt, den Tatort mit Kreppband und Stöckchen im Sand gezeichnet markiert, die Geschichtchen aller Involvierten und Zeugen angehört, fein säuberlich ohne Verifikation notiert und das Wichtigste: das Geld gefunden. Wie viel es auch immer einmal war.
    Naja, nix Spezielles am Geschichtchen. Ich schreibe ja auch immer Kommentare und habe 5 Mio. GS im Sack. Warum? Tja, keine Ahnung.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Die Kandidatin hatte wohl gemeint zu einem Ort geladen worden zu sein wo der Kuhhandel dann ueber die Buehne gehen sollte.
    Man ist es so gewohnt an dunklen Orten Geld rueberwachsen zu lassen und Trato Apu’a (einen aufgerundeten Vertrag) zu machen dass die Leute nicht mal auf die Idee kommen sich in zwielichtige Situationen zu bringen.
    Die Dealer Mentalitaet und die Pimp Mentaliatet sind so ueblich dass sich niemand mehr daran stoert. Ist da wer gegen dunkle Machenschaften wird der nur kurzerhand abgesaegt und die Sache ist vom Haken.
    Was erstaunlich ist wie viel “Ehrlichkeit” es unter solchen Dieben gibt da doch inmitten solcher gewachsener und grassierender Korruption es doch relativ wenig Gewalt gibt. Die Korruption ist so selbstverstaendlich dass sie zur neuen Normalitaet geworden ist.

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