Freund und Feind in einem

Asunción: In der Zone von Itá Enramada sammelte Rubén Figueredo in der gleichnamigen Stiftung alte Batterien mit Unterstützung des Umweltsekretariats und der Staatsanwaltschaft.

Umweltsünder, die einer Bestrafung entgehen wollten, haben unzählige Male an eine Organisation gespendet, die sich dem Schutz der Umwelt widmet. Die Stiftung Itá Enramada bekam sehr oft Spenden aus dem Bereich – über die Staatsanwaltschaft. Auch wenn die Lokalität, etwas nah am Wasser bedenklich sein kann, wurde nie etwas dagegen unternommen, da man ja mit staatlichen Behörden zusammenarbeitete.

Dass letzte Woche Rubén Figueredo zu zwei Jahren Haft wegen Umweltgefährdung verurteilt wurde ist nicht nachvollziehbar, als hätten die Richter keinen blassen Schimmer davon gehabt, wie die Stiftung arbeitete. Selbst der Leiter der Strafverteidiger des Landes, Miguel Godoy, reklamiert jetzt den Schuldspruch und wird den Fall an den Magisterrat weiterleiten, so dass dieser über die Absetzung oder Suspendierung der Herren in Robe entscheiden können.

Schon vor zwei Jahren wurde Figueredo verhaftet, weil er Batterien nicht ordnungsgemäß aufbewahrte und weil er zudem Tausende Spritzen in Fässern lagerte. Diese benutzten Spritzen wurden angeschwemmt als der Pegel des Flusses stieg und aufgesammelt. Danach wurde eine Anzeige gemacht, jedoch bemühte sich keiner darum, diese abzutransportieren, da selbst Figueredo klar war, dass diese im Wasser mehr Schaden anrichten als in einem Plastikfass.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Freund und Feind in einem

  1. Die Politiker verstehen, dass in Paraguay einfach keine Steuergelder für eine Fachgerechte Entsorgung von Sonderabfall vorhanden sind. Kein Wunder, denn sie werden schon wissen wohin diese Gelder fließen.
    Was die Politiker aber nicht versehen, was würde es jedem einzelnen Bürger kosten vorgezogenen Recyclinggebühren zu bezahlen, d.h. schon beim Kauf neuer Batterien ein paar Cents und beim Kauf eines Fernsehers ein paar Euro mehr zu bezahlen, schließlich ist es da schon klar, dass diese irgendwann einmal entsorgt werden müssen.
    Mit diesen Geldern könnte man etwas für die Umwelt unserer Enkel tun.
    Doch wie man so etwas auf die Reihe kriegt kann man wahrscheinlich trotz abgeschlossener Grundschule von täglich vier Stunden abzüglich zwei Stunden Teerere-Pause gar nicht wissen, obwohl man es dank richtigem Parteibuch und richtiger Familienzugehörigkeit trotzdem zum Abgeordneten gebracht hat.

    1. Die wollen es gar nicht wissen, das Geld für die Entsorgung fließt in deren Taschen. Das ist wie bei der Ande, für geschrottete Transformatoren, die werden auch nur irgendwo wild gelagert, egal ob es der Umwelt passt oder nicht. Oder der Hausmüll, der abgeholt wird, irgendwo in der Wildnes abgekippt, Problem gelöst. Hauptsache nicht in meiner Gegend. Ricycling, was ist das, kann ich Geld davon erhalten? Was geht mich eine andere Gegend an, was kümmert mich ob unsere Enkel und Urenkel Lebensraum haben oder nicht, ich lebe jetzt, UND DAS SEHR GUT.

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