FrigoChorti: Wiederaufnahme der Produktion steht unmittelbar bevor

Loma Plata: Eine Woche nach dem verheerenden Brand stegt fest, wann der Schlachthof teilweise wieder seine Arbeit aufnimmt. Schon im kommenden Monat soll es soweit sein.

Auch wenn im kleineren Maßstab soll schon ab Mai wieder geschlachtet werden im FrigoChorti Schlachthof in Loma Plata.

Die Versicherungsgesellschaften gaben grünes Licht die zerstörte Ware, also 760.000 kg Fleisch abzutransportieren und endzulagern. Wenn alles abtransportiert wurde, wird verifiziert, welche Teile abgerissen werden müssen, um neu aufgebaut zu werden. Allein der Abriss wird rund 2 Monate in Anspruch nehmen, währen der Neubau ein jähr dauern wird, so Randy Ross Wiebe, Geschäftsführer der Kooperative Chortitzer.

Trotz dieser Arbeiten soll im angrenzenden Schlachtbereich die Arbeit wieder aufgenommen werden. Da viele Maschinen vor dem Feuer gerettet werden konnten, kann eine provisorische Verpackung sichergestellt werden, von dem was geschlachtet wird. „Dank dessen können wir wieder beginnen 200 – 250 Rinder tagtäglich zu schlachten, was im Vergleich zu bisher, wo es 1.200 – 1.500 Rinder pro Tag wenig erscheint“, erklärt Wiebe.

Dank der Solidarität der anderen Kooperativen wurden diese Tage jeweils 400 Tiere an die Schlachthöfe Neuland in Villa Hayes und Frigochaco Fernheim in Mariano Roque Alonso geschickt. Um den Prozess zu erleichtern verkauft FrigoChorti ihnen die Rinder und kauft danach das Fleisch. Die 630 Angestellten von FrigoChorti befinden sich derzeit im bezahlten Zwangsurlaub. Nach Ostern schaut man, welche Maßnahmen man ergreifen kann.

Insgesamt drei nationale und eine europäische Versicherung wurden von der Kooperative verpflichtet und befinden sich nun bei der Prüfung. Dennoch ist bisher unklar, was den Brand verursacht hat.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “FrigoChorti: Wiederaufnahme der Produktion steht unmittelbar bevor

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Der Teil der abgebrannt ist sind all die Anbauten die mit den Jahren um den Urkern gebaut wurden. Die alten ersten Kernstrukturen wurden vom Feuer nicht beschaedigt. Der alte Teil soll von einer israelischen Firma gebaut worden sein (wiederstand dem Feuer) wo bei den Anbauten eher auf „schnell und billig“ gesetzt wurde.
    3 Versicherungen? Anfangs wurde behauptet dass nur die Tayi SA der Versicherer war, deren Haupteigner wiederum die Kooperative Chortitzer ist. Sie zahlen also sich selber das Geld aus. Klar ist es da nicht noetig die Brandursache zu finden da man ja den Versicherer selber eignet (in der Tasche hat). Die restlichen Bauten muessen dann verstreut bei anderen Firmen versichert gewesen sein, die die Kooperative m.E. nicht in der Tasche hat (d.i. nicht Mehrheitseigner ist).
    Ich hoff nur dass nicht die Sturm- und Brandversicherung eine der Rueckversicherer ist da das dann bedeutet dass der Buerger nichts mehr ersetzt bekommt wenn dem was abfackelt um eben diese gigantomanen Schaeden des Schlachthofes decken zu koennen. Die Policen duerften jetzt fuer Schlachthoefe gehoerig steigen was weiter den Fleischpreis fuer den Bauern druecken duerfte.
    Also ich wuerde dringen raten dass die Versicherten jetzt schleunigst den Versicherer Tayi SA verlassen – wie die Ratten das sinkende Schiff – denn diese Ausfallsummen muessen ja irgendwo wieder reingeholt werden – rate mal von wem! Nun die uebrigen Versicherten bei der Tayi SA. Man rechne damit dass der Versicherer sich bei Kleinversicherten partout weigert zu zahlen da man eben die Summen die an den Schlachthof gingen jetzt beim Spiessbuerger sucht abzupressen. Damit duerften immer mehr Leute von diesem Versicherer geprellt werden.
    Es war allgemein bekannt dass der Schlachthof bei der hauseigenen Tayi SA versichert war – so erspart man sich lange Brandermittlungen und zahlt sich nur selber den Schaden aus – dass noch andere Versicherer mit drinnenhaengen war unbekannt.
    Es bleibt aber die Frage ob es oekonomisch gesehen ueberhaupt Sinn mach den Schlachthof aufzubauen. Die Buerger bekommen jetzt naemlich bei den Schlachthoefen der Nachbarkolonien weit hoehere Preise als sie es sich je ertraeumt haetten bei ihrem eigenen FrigoChorti zu bekommen. Die Buerger sind besser drann wenn der Schlachthof abgebrannt bleibt als dass er wieder aufgebaut wird da man jetzt hoehere Preise erziehlt. Ironie der Geschichte. Das bedeutet dass genausogut der paraguayische Staat eigene Schlachthoefe aubauen koennte wo der Buerger besser dran waere als bei den eigenen Zockern. Weiter bedeutet das dass sich die Manager und weissen Zocker, regelrecht „$alaere“ zugeschanzt haben die zulasten der Preise des Buergers gingen (Zockergehaelter) und dass die Schlachthoefe von Fernheim und Neuland weit effizienter gefuehrt wurden und vor allem weniger gezockt wurde. Was so ein Brand nicht alles ans Tageslicht bringt.
    Nicht der Buerger gewinnt mit dem Schlachthof sondern nur die Seilschaften und Zocker die sich einen geschmierten Tag genehmigen indem sie sich in die hochdotierten Posten des Schlachthofes setzen. Nur die Bonzen sind die Gewinner des Schlachthofes – und nicht der Buerger.
    Genausogut haette man die Schlachthoefe interkolonial gebaut haben koennen – aber eben man wollte die eigenen Verwandten und Waehler dort platzieren als Pfruendeverteilung und Gefallenserweisung.
    Zumindest nach dem Brand ist der Mennobuerger preislich besser dran als vor dem Brand: will heissen die Chiqueria baut solche Unternehmen nur um ihrer selbst auf – das Volk hat davon keinen Vorteil.

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