Früher Departementsratsmitglied, heute Fleischspießverkäufer

Coronel Oviedo: Sergio Rodríguez ist 40 Jahre alt. Er ist Anwalt und Unternehmensberater und kennt sich mit der Zubereitung von Lebensmitteln aus. Außerdem ist er Venezolaner – in Paraguay.

In seiner Heimat war er Mitglied des Departementsrats von Aragua, wo er die Möglichkeit gehabt hätte eventuell Bürgermeister zu werden. Doch im vergangenen Jahr als die politische Situation es notwendig macht, musste er sein Land verlassen, wo nach wie vor seine Frau und seine zwei Kinder verweilen.

Wegen politischen Unterschieden musste er auf dem Landweg Venezuela in Richtung Kolumbien verlassen. Von da aus ging es weiter nach Peru, Bolivien und schließlich Paraguay, wo er zuerst den Chaco kennenlernte.

Rodríguez erklärte dass er zur Koalition gehörte, die Hugo Chávez unterstützte. Als Maduro an die macht kam, zerbrach ein großer teil des sozialistischen Bündnisses und dann begannen die Probleme. Wer nicht für Maduro war wurde politisch verfolgt.

Nach Paraguay hat es ihn verschlagen, da er vor Jahren einen Venezolaner und eine Paraguayerin in Aragua traute, die heute in Encarnación leben.

Beide vereinbarten einen Hochzeitstermin. Dann mussten sie jedoch zeitiger nach Paraguay als gedacht und ich half ihnen dabei alles umzuorganisieren, damit ich sie noch trauen kann, vor ihrer Abreise.

Diesen Gefallen gab ihm das Paar Olmedo-Verenzuela jetzt nach 10 Jahren zurück. Sie stellten mir ein Zimmer in ihrem Haus zur Verfügung. Rodríguez lebte ungefähr sechs Monate bei ihnen bis er nach Coronel Oviedo zog, wo er ebenso ein kleines Haus bewohnt und sich seinen Lebensunterhalt schwerlich verdienen muss.

Wie jeder Familienvater will auch er seine Familie nachholen. Mit dem Braten von Fleischspießen will er genügend Geld zusammensparen, um diesen träum Realität werden zu lassen.

Meine Geschichte ist eine Message für Menschen aus allen Ländern der Erde, wie sich ein Leben innerhalb kürzester Zeit wegen der Politik ändern kann. Nach fast 25 Jahren Arbeit erwartete mich ein brüsker Wechsel.

Der Venezolaner verkauft jeden Abend, also zwischen 17:00 und 22:00 Uhr 200 bis 250 Fleischspieße für 3.000 Guaranies das Stück. Dank seines Wissens bezüglich der venezolanischen Küche kann er auch spezielle Teller des Karibiklandes zubereiten.

„Ich möchte meine Familie nachholen. Ich habe einen Sohn (19) und eine Tochter (7) sowie eine Ehefrau. Ich möchte jedoch keine Geschenke und hoffe auch nicht auf Wunder. Wer mich beschäftigen möchte, kann das gerne tun. Ich bin für alle Gastronomie bereit. Wer Sergio Rodríguez kontaktieren will, kann dies unter 0995 385 246 tun.

Wochenblatt / El Portal Noticias

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3 Kommentare zu “Früher Departementsratsmitglied, heute Fleischspießverkäufer

  1. Oh Oh,bitte nicht Aufschneiden!
    200-250.Spieße in 5h auf den kleinen Grill geht es nicht. Alle bei 200Spieße alle 90.Sekunden ein Spieß, bei 250Spieße alle 72.Sekunden ein Spieß:

  2. Wenn der erst 40 ist, wo hatte er denn 25 Jahre harte Arbeit hinter sich.Warum kann ein „Anwalt und Unternehmensberater“, ein Paar trauen? der Kerl lügt wie gedruckt. Und 200- 250 Spieße in 5h, verkauft der nie, dafür ist die Konkurrenz von „alt eingesessenen“, viel zu groß. Es sei denn, er hat Drogen oder ähnliches auf seinen “ Spießen“. Auch wenn er Venezolaner ist, hat er noch nie „arbeiten“ gelernt. Das ist wie in EU, „suche Meister oder ähnliches, nicht älter als 40 aber 20 Jahre Berufserfahrung“.

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