Frustrierende Aussagen

Asunción: Ähnlich wie bei einer neuen Stellenausschreibung im Kongress, bei der 50 freie Stellen durch ein Auswahlverfahren besetzt werden und Anwälte maximal 4.500.000 Guaranies verdienen, echauffieren sich Ärzte über das was bei ihnen am Monatsende übrig bleibt.

Der Vorsitzende der Ärztevereinigung des Instituts für soziale Sicherheit (IPS), Elías Rolón, beanstandete, dass die Ärzte, obwohl sie spezialisierte Fachkräfte mit Hochschulabschluss sind, bis zu fünfmal schlechter bezahlt werden als 18-jährige „Nepobabys”. Er schloss nicht aus, dass die Gewerkschaft streiken würde, wenn die Verringerung der Arbeitsbelastung und die Angleichung der Gehälter nicht umgesetzt würden.

Die Ärztevereinigung des Instituts für soziale Sicherheit (IPS) plant für den 6. Juli eine außerordentliche Generalversammlung, auf der darüber beraten werden soll, ob eine Zwangsmaßnahme wie ein Streik ergriffen werden soll, wenn das Gesetz N° 7.137 über die Verringerung der Arbeitsbelastung und die Angleichung der Gehälter nicht umgesetzt wird, so der Präsident der Vereinigung, Dr. Elías Rolón.

“Der Streik ist die einzige Möglichkeit, weil wir als Ärzte müde sind. Wir sehen in den Medien, dass 18- und 19-jährige Schulabgänger – die berühmten “Nepobabies” – bis 23 Millionen Guaranies verdienen für 5 Stunden täglich, und wir haben hochspezialisierte und qualifizierte Ärzte, die miserable 3.800.000 Guaranies verdienen″, warf er ein.

Er sagte, dass sie seit der Verabschiedung des Gesetzes die Umsetzung der Reduzierung des Arbeitspensums und des Lohnausgleichs fordern, aber er erwähnte, dass sie keine positiven Antworten erhalten, sondern nur Versprechungen von den Rentenbehörden.

Es wäre einfachen die Kinder der Regierungs- und Kongressmitglieder aus dem Parlament zu entfernen, als den Ärzten das zu geben was sie wollen, doch bevor das geschieht friert wohl eher die Hölle zu.

“Im Gesundheitsministerium arbeiten sie nur 12 Stunden und verdienen 5.500.000 Guaranies, im IPS verdienen sie 4.500.000 Guaranies für 24 Stunden und mit Versicherungs- und Rentenabschlägen kommen sie nur 3.500.000 Guaranies.

Das IPS macht keinen Unterschied zwischen Absolventen der medizinischen Fakultät, Doktoranden oder Berufsanfängern, alle verdienen das Gleiche”, beklagte er.

Das IPS hat 4.000 Ärzte auf der Gehaltsliste, von denen 2.514 ein Gehalt von 4.500.000 Guaranies verdienen, 247 etwa 3.500.000 Guaranies und eine kleine Gruppe sogar weniger als die letztgenannte Zahl, sagte er.

Er merkte an, dass der Antrag des Verbandes trotz Drängens nicht einmal den IPS-Verwaltungsrat erreicht habe. Das Gesetz N° 7.137, das die Gehälter und Arbeitszeiten der medizinischen Fachkräfte, die im nationalen Gesundheitssystem tätig sind, festlegt, wurde am 14. August 2023 verkündet.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Frustrierende Aussagen

  1. Erstens denke ich nicht, dass Ärzte zu wenig verdienen. Im Gegenteil. Die sollen erstmal anfangen richtig zu arbeiten.
    Zweitens ist es völlig sinnfrei, wenn die Ärzte nun streiken, weil darunter nur die normale und arme Bevölkerung leidet. Die nicht nur nichts dafür kann, sondern genauso von den Fressern in der Politik gemolken werden.
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    Vielleicht sollte man eher hergehen und sämtlichen Politikern, Millitäroffizieren und deren Angehörigen, Verwandten und soweit bekannt auch deren Freunde sämtliche Heilfürsorge verweigern und andere Ärzte die diesen Streik brechen, ebenfalls die Heilfürsorge verweigern, nachdem man sie mit Knüppeln ins Krankenhaus geprügelt hat.
    Und wenn die Ärzte dann glück haben, solidarisieren sich große Teile der Bevölkerung in diesem Streik und die ANR und ihre vollgefressenen Mafiosis wären schnell Geschichte.

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  2. Neben der sehr logischen Aussagen von Nick, sollten diese Ärzte eher gegen das hochkorrupte IPS demonstrieren. Es macht die Arbeit eines Arztes auch nicht leichter, wenn kein Geld da ist für medizinisches Besteck, Medikamente, die Gerätschaften kaputt sind u.ä., aber die Direktoren sich die Taschen aufgrund megateurer Amigo-Ausschreibungen füllen. Zudem sind viele (Fach-)Ärzte vor allem auf dem Land nur ganz selten anzutreffen und ebenfalls nicht selten ziemlich arrogant gegenüber den einfachen Leuten. Da werden Termine gemacht und der Arzt ist gar nicht da.
    Natürlich sollten verantwortungsvolle(!!) Ärzte gut bezahlt werden, das ist überhaupt keine Frage, aber in einem 4.Welt-Land kann man kein fürstliches Gehalt erwarten, wenn Millionen Leute gar nicht zum IPS beitragen und schon gar nicht wenn schwerkriminelle Politiker bzw. ein Mafiosi das Sagen haben. Habt ihr so gewählt!
    Aber man sieht es auch bei Itaipu: Da wollen Hunderttausende eine Stelle haben, obwohl die politische Chefetage für keinerlei Leistung und ohne Ausschreibung Managergehälter kassiert. Das ist paraguayische Denke: So lange ich gut verdiene, können die Politiker das Land ruhig ausplündern, mir egal.

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