Asunción: Die erste Augustwoche wurde von fünf schweren Gewaltverbrechen erschüttert. Die Opfer sind ein Neugeborenes, das mit Draht erhängt und in eine Grube geworfen wurde, zwei Goldhändler und eine Frau, die erschossen wurden, sowie ein Mädchen, das erwürgt und zerstückelt wurde, und ein junger Mann, der mit einer Axt erschlagen wurde. Mehrere Personen wurden im Rahmen der Ermittlungen festgenommen oder angeklagt.
Neugeborenes erhängt und in Latrine geworfen
Am vergangenen Montag erschütterte ein grausiger Fund die Ortschaft San Blas Novireta in Santaní (Departement San Pedro): Der leblose Körper eines Neugeborenen wurde in einer Latrine gefunden – mit einem Draht um den Hals.
Als Hauptverdächtige gilt die Mutter des Kindes, die 18-jährige Francisca Fernández González. Sie wurde festgenommen und wegen vorsätzlichen Totschlags angeklagt.
Nach der Anzeige rückte die Polizei unverzüglich an, barg den Leichnam und leitete eine Obduktion ein. Der Staatsanwalt Cristhian González teilte mit, die vorläufige Untersuchung habe ergeben: „Das Kind wurde lebend geboren, hat geatmet – und wurde anschließend von seiner Mutter getötet.“
Fahrradübergabe führt zu grausigem Fund – Mann mit Axt erschlagen
Ebenfalls am Montag wurde in Colonia Independencia der Leichnam des 27-jährigen Cristhian Sosa Oviedo gefunden – verscharrt in einem Erdloch auf einem Grundstück. Er war seit Ende Juli vermisst worden.
Als Hauptverdächtige wurden ein 74-jähriger Mann und sein 16-jähriger Enkel wegen vorsätzlichen Totschlags angeklagt. Der Verdacht fiel auf den Großvater, nachdem er auf unerklärliche Weise das Fahrrad des Vermissten an dessen Familie übergeben hatte.
Nach den Ermittlungen soll das Opfer versucht haben, die Mutter des Jugendlichen sexuell zu missbrauchen. Daraufhin sei es zu einem Handgemenge gekommen; der Junge habe dem Mann einen Schlag mit einer Axt gegen die Stirn versetzt, der ihn sofort tötete.
Frau leistet Widerstand bei Raub – und wird erschossen
Zwei Tage später wurde die 37-jährige Gloria Ramona Ortíz García in Ypané (Departement Central) Opfer eines Raubüberfalls auf ihr Motorrad. Zwei Täter auf einem Motorrad bedrohten sie mit einer Schusswaffe und forderten das Fahrzeug. Als sie sich widersetzte und fliehen wollte, wurde sie zweimal in den Rücken geschossen. Sie erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen und hinterließ vier Kinder im Alter von 2, 5, 7 und 10 Jahren. Die Täter sind bislang flüchtig.
Zwei Goldkäufer erschossen – Raub von über 350 Millionen Guaranies
Am vergangenen Donnerstag wurden in Encarnación (Departement Itapúa) Justo Pastor Garcete Cano und Arsenio Erico Cano González erschossen. Tatverdächtig sind der spanische Staatsbürger Fernando Barrionuevo Urbaneja und sein Sohn Aitor Barrionuevo Guirao – beide wurden festgenommen. Eine dritte Begleitperson wurde verletzt.
Die drei Männer waren aus dem Departement Alto Paraná angereist, um bei den Spaniern Gold zu kaufen. Nach den Ermittlungen bestand das Tatmotiv darin, die Kaufsumme von 350 bis 370 Millionen Guaranies zu rauben.
14-Jährige erwürgt und zerstückelt – Leiche in Kartons verscharrt
Im letzten und besonders grausigen Fall wurde die 14-jährige Roselín Florentín Gómez in Caazapá getötet. Ihr Leichnam wurde am Donnerstagnachmittag zerstückelt in Kartons verpackt und in einem Massengrab verscharrt aufgefunden.
Sie wurde durch „Ertrinken in einem Teich“ getötet. Als Täter werden ihre 16-jährige Freundin, der 21-jährige Danilo Germán Rodríguez sowie ein weiterer 16-jähriger Jugendlicher angeklagt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll Eifersucht das Motiv gewesen sein; der 16-Jährige habe aus Eifersucht die Tat veranlasst.
Wochenblatt / Última Hora