Asunción: Die Koalition Für die Wälder ruft zu einer friedlichen Demonstration auf – gegen die Pläne der Regierung von Präsident Santiago Peña, natürliche Ressourcen im Schutzgebiet Médanos del Chaco zu erschließen. Die Kundgebung findet am kommenden 25. August statt.
Der Widerstand gegen die geplante Ausbeutung von Ressourcen im Nationalpark Médanos del Chacoformiert sich in mehreren Organisationen.
Die Koalition Por los Bosques (Für die Wälder) ruft zu einer friedlichen Kundgebung am 25. August um 8:00 Uhr auf. Protestiert wird gegen die Absicht der Regierung, in diesem geschützten Gebiet Explorationsarbeiten durchzuführen.
Treffpunkt ist der Plaza Uruguaya, von dort führt der Demonstrationszug zum Gebäude des Nationalkongresses.
„Lasst uns gemeinsam unsere Nationalparks und das Naturerbe aller Paraguayer schützen“, lautet der Aufruf. Unter dem Motto „Die Dünen bleiben unberührt“ bittet die Organisation alle Teilnehmer, grüne Kleidung zu tragen.
Hintergrund: Regierung will Bodenschätze im Chaco erschließen
Präsident Santiago Peña kündigte an, den Untergrund des Chaco-Gebiets nach Erdgas, Lithium und Uran erkunden zu wollen. Dazu sollen auch Gesetzesänderungen eingebracht werden, um die Explorationsarbeiten zu ermöglichen. Auch Senator Gustavo Leite stellte kürzlich einen entsprechenden Strategieplan vor.
Der Präsident begründete das Vorhaben: Bisher habe sich die paraguayische Produktion ausschließlich auf oberirdische Ressourcen wie Viehzucht und Landwirtschaft gestützt. Die Zukunft des Landes liege aber in der Erschließung der Mineralien und Bodenschätze unter der Erde.
Umweltschützer warnen vor unwiederbringlichen Schäden
Mehrere Organisationen weisen nun auf die drohenden Folgen für das Ökosystem hin. Die Organisation Iniciativa Amotocodie prangert an, dass die „ausbeuterische Ehrgeiz“ von Präsident Peña die Unversehrtheit des Chaco bedrohe.
Warnend heißt es: Die Genehmigung von Abbaumaßnahmen in einem empfindlichen Gebiet wie dem Nationalpark Médanos del Chaco könne unwiederbringliche Erosionsschäden und weitere Wüstenbildung auslösen – und dies in einer Region, die ohnehin bereits eine der höchsten Entwaldungsraten weltweit aufweist.
Wochenblatt / Última Hora