Fünf Jahre Haft wegen 500.000 Guaranies

Ciudad del Este. Die Mühlen der Justiz in Paraguay mahlen langsam. Nach fast vier Jahren zäher Ermittlungen wurde nun Recht in einem Fall gesprochen, bei dem ein falscher Kunde einer Bäckerei auf die schiefe Bahn geriet.

Elvis Daniel Álvarez wurde von der Staatsanwältin Carolina Rosa Gadea angeklagt, weil sich der Beschuldigte als Kunde einer Bäckerei ausgab, jedoch auf einmal 500.000 Guaranies stahl.

Der Vorfall passierte am 15. August 2014, gegen 23:00 Uhr, in der Bäckerei “El Rancho“, bei Kilometer 16, Bezirk Minga Guazú. Opfer war der Eigentümer, Fabion Hoegen Flach sowie die Kunden Ángel Raúl Agüero Álvarez, Lizzi Chávez Diarte, Marizol Cañete Presentado und Marcelino Ramírez.

Gemäß der Anklageschrift gab Álvarez sich ebenfalls als Käufer von Backwaren aus. Als er an die Kasse ging, zückte der Beschuldigte jedoch auf einmal eine Waffe und erbeutete die Summe von 500.000 Gs. Anschließend raubte Álvarez noch die Handys von dem Eigentümer der Bäckerei und den vorher erwähnten Kunden. Er flüchtete danach sofort vom Tatort.

Der Zufall wollte es, dass die Opfer den Täter vier Tage nach dem Raub über Fotografien in sozialen Netzwerken erkannten. Jedoch erst am 30. Oktober 2014 erfolgte die Festnahme von Álvarez im Stadtviertel Obrero von Ciudad del Este. Am 7. März 2018 verurteilte ihn ein Richtergremium, bestehend aus Mirtha Guayo, Graciela Ortiz und Norma Girala, zu fünf Jahren Haft.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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1 Kommentar zu “Fünf Jahre Haft wegen 500.000 Guaranies

  1. Das ist gut so, es geht hier nicht um die 500.000, sondern um die Tat selber, wäre er nicht gefasst worden, ist er beim nächsten mal noch mutiger und tötet sogar jemanden. Allerdings halte ich von Gefängnissen nicht viel, weil die dort noch mehr lernen von den Kriminellen. Ich würde sagen Stahlkugel ums Bein und ab in den Straßenbau zum Steine klopfen. Nach der Arbeit am Abend einzel Zimmer, nach Sonnenaufgang wieder ab zur Arbeit.

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