Asunción: Vertreter des Ministeriums für Informations- und Kommunikationstechnologien (Mitic) teilten dem Senat mit, dass mindestens fünf staatliche Stellen von den jüngsten Cyberangriffen betroffen sind, die mutmaßlich Gruppen mit Verbindungen zu China zugeschrieben werden. Die Behörden verzichteten jedoch darauf, die Namen der betroffenen Einrichtungen zu nennen, solange die technischen und sicherheitsbezogenen Prüfungen andauern.
Die Informationen wurden in einem Gespräch zwischen Vertretern des Mitic und Mitgliedern der Ausschüsse für Wissenschaft und Technik sowie Industrie des Senats vorgelegt. Das Treffen war einberufen worden, um das Ausmaß der Vorfälle zu klären, die bekannt wurden, nachdem die paraguayische Regierung – mit Unterstützung der Vereinigten Staaten – die Angriffe öffentlich gemacht hatte.
Der Generaldirektor für Cybersicherheit des Mitic, Pedro Martínez, erläuterte den Abgeordneten, dass technische Untersuchungen Sicherheitsverletzungen bei fünf öffentlichen Stellen nachgewiesen hätten. Zudem erklärte er, die Regierung arbeite an neuen Maßnahmen zum Schutz staatlicher Systeme – unter anderem an Ausbildungsprogrammen, die mit Unterstützung Taiwans und der Vereinigten Staaten umgesetzt werden.
Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Wissenschaft und Technik, Patrick Kemper, teilte mit, die Abgeordneten hätten einen detaillierten Bericht zu jeder betroffenen Stelle gefordert: unter anderem dazu, welche Daten gefährdet wurden und welche Auswirkungen die Angriffe hatten. Der Bericht soll später im Ausschuss ausgewertet werden und als Grundlage dienen, um weitere Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Sicherheit des Staates zu beschließen.
Kemper ergänzte, dass zu den strategisch wichtigen Vorhaben auch der Aufbau eines staatlichen Rechenzentrums gehört. Diese Infrastruktur soll die Speicher- und Verarbeitungskapazitäten erhöhen und zudem E-Mail-Dienste sowie digitale Plattformen öffentlicher Einrichtungen sicherer beherbergen.
Während der Sitzung gab es auch Anfragen aus der Opposition zur Entscheidung der Regierung, die Angriffe öffentlich der Volksrepublik China zuzuordnen. Die Senatoren José Oviedo (Beitragsbild) und Rubén Velázquez zweifelten an, ob es schlüssige Beweise gibt, die eine direkte Verantwortung der chinesischen Regierung belegen.
Auf Nachfrage bestätigte Kemper, dass dem Ausschuss noch nicht alle technischen Beweise vorliegen, um diese Zuordnung endgültig zu untermauern. Er erläuterte, nach Angaben der Fachleute des Mitic beruhe die Einstufung auf forensischen Untersuchungen, der Analyse von Verhaltensmustern, Zeitabläufen, eingesetzten Methoden und weiteren Kriterien, die bei der Ermittlung des wahrscheinlichen Ursprungs von Cyberangriffen üblicherweise herangezogen werden.
Der Abgeordnete erklärte, man werde die angeforderte technische Dokumentation abwarten, bevor man endgültig Stellung nehme – betonte aber zugleich, das Mitic stütze seine Aussage auf fachliche Analysen seiner Cybersicherheitsteams.
Wochenblatt / El Nacional















