Galaverna und Cartes, „ein Herz und eine Seele“

Asunción: Als Geniestreich getarnt könnte man diese filmreife Aufführung auf der Colorado Politikbühne bezeichnen, da ja wie überall auf der Welt Politik nichts anderes als Verhandlungen ist. Der Mentor von Tabakkönig Horacio Cartes, Juan Carlos Galaverna ist zurück.

Zuerst wird der reichste Mann des Landes, Horacio Cartes, von zwei starken Anhängern verlassen worauf sich andere Chancen ausrechnen. Und später, als diese sich gut positioniert hatten, waren die Gründe für die damalige Trennung, die fast mit blutigen Anfeindungen endeten, nicht vorhanden oder wurden ausdiskutiert.

Gestern Abend wurde offiziell bestätigt, dass die interne Bewegung „Calé“ Galaverna die Kandidatur von Horacio Cartes wieder unterstützt. Teil der Übereinkunft sind Listenplätze für den Senat.

An Glaubwürdigkeit hat die Patei jedoch damit nicht gewonnen, da Galaverna der seit über 20 Jahren im Senat sitzt, einer der alten Riege ist und einem Wandel so ganz und gar nicht bekommt. Allerdings sollte man das Wort Wandel auch nicht überbewerten und schon gar nicht wenn es im Rahmen von politischen Parteien auftaucht.

Galaverna erklärte zudem, dass er mit keiner anderen Bewegung mehr verhandelt, dass alles in Sack und Tüten sei ohne Platz für andere.

Ende des Jahres stehen die internen Wahlen bei den beiden großen Parteien des Landes an, der ANR und der PLRA. Während die PLRA einen quasi Konsenskandidaten auserkoren hat (Efraín Alegre) scheint es mehr und mehr, dass sich nun langsam die Macht von Horacio Cartes zu wirken beginnt, der sich auch keinen Fall den Weg durch andere Kandidaten der Partei verbauen lassen will.

(Wochenblatt / Hoy)

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