Gegendarstellung: Deutsche Polizei ermittelt nach Schießerei in Paraguay

Der folgende Text erreichte uns als Kommentar der Leserin (Sandra Kinscher oder SK) unter dem Titel „Gegendarstellung zum Artikel im Wochenblatt Deutsche Polizei ermittelt nach Schießerei in Paraguay„. Mit dem Beitrag möchte SK das Vorgefallene aus ihrer Sicht schildern, wir drucken den Kommentar mit einigen Kürzungen und Anonymisierungen, da es teilweise um schwere Vorwürfe geht, die aus unserer Sicht in die Obhut eines Gerichts gehören.


Wie immer werden gerne Tatsachen verdreht und daher ist es auch in diesem Fall notwendig, dass eine Gegendarstellung erfolgt. Um das ganze Ausmaß zu schildern müssen wir ein wenig ausholen. Wir nennen das „Opfer“, das nun in Deutschland leben muss, einfach OPF.

OPF hat im Jahr 2008 einen Teil seines Grundstücks aus finanzieller Not an uns verkauft. Wir haben ein Haus gebaut und wohnen nun seit 2009 dort. Seit dem wurden wir von OPF schikaniert, mit dem Hintergrund, uns wieder von dort zu vertreiben. OPF begann mit dem tagelangen Verbrennen von Plastikmüll bei Südwind was uns komplett eingenebelt hat.

Entsprechende Reklamationen unsererseits wurden lapidar abgetan (er könne ja nichts für die Windrichtung usw.) und ignoriert. Klar, irgendwann platzt einem der Kragen und man packt OPF an selbigem. Dies veranlasste OPF bereits im Jahr 2009 auf uns zu schießen, fünfmal mit Pistole mit lauten geschrienen Morddrohungen. Gottseidank waren wir zu weit entfernt um Schaden zu nehmen. Protokoll bei der Polizei und das war`s.

Wir sind ihm dann so gut wie es geht lange aus dem Weg gegangen. Aber einiges bekommt man dann doch als direkter Nachbar mit. So auch den angeblichen Selbstmord seiner Lebensgefährtin. Ich denke viele wissen noch was da los war. OPF weiß, dass ich (Nachbarin) mehr von der ganzen Sache mitbekommen habe als ihm lieb ist und es wurden Morddrohungen gegen mich (Nachbarin) ausgesprochen.

Nachdem OPF eine neue Lebensgefährtin hat, wurde versucht die drohende komplette Pleite abzuwenden indem man versuchte einen „Vergnügungspark“ zu bauen. Das ging natürlich wie von uns erwartet mächtig in die Hose und da OPF sich mittlerweile mit mehr als 600 000 000 Gs. bei Banken und privaten Geldgebern verschuldet hat, musste natürlich eine neue Geldquelle herbei.

Ach wie praktisch, wenn man einen finanziell gut dastehenden Nachbarn hat. Also zündet man sein Pleiterestaurant mit Strohdach an und schiebt das Ganze seinem Nachbarn in die Schuhe. Versucht diesen mit einem gekauften Zeugen auf 500 000 000 Gs. zu verklagen. Und schwups wäre man aus dem Schneider. Nur gut, dass der Zeuge kalte Füße bekommen hat und die Sache geplatzt ist.

Danach wurden noch diverse Anzeigen von OPF gegen seinen Nachbarn gemacht. Auch wenn dieser sich zur „Tatzeit“ gar nicht in Paraguay aufgehalten hat. Egal, die Verzweiflung über die drohende Pleite war wohl ziemlich groß. Nachdem nun die Zwangsversteigerung des letzten Besitzes von OPF ins Haus steht und diverse Gläubiger ihre nicht gezahlten Waren abgeholt haben und fast jeden Tag Leute kamen um Geld zu verlangen, eskalierte die Sache.

Nachdem schon die Tochter der Lebensgefährtin von OPF das Land auch aufgrund der Falschaussagen von OPF bei Gericht und Polizei illegal verlassen hat (Kindesentführung das Wochenblatt hat berichtet) wurden seinerseits wieder Morddrohungen an uns nachts über den Zaun geschrien.

Mitte März merkten wir dann nachts um drei Uhr, dass wir einen teilweisen Stromausfall haben. Mein Mann ging mit der Schrotflinte zum Zählerkasten (70m entfernt) um nachzusehen was los ist. Er kam zurück mit der Kenntnis, dass der Stromkasten mit Benzin und alten Lappen in Brand gesteckt wurde. Wir beide standen im hell erleuchteten Hof, als plötzlich auf dem Nachbargrundstück Feuer ausbrach und OPF wieder anfing zu schreien er würde uns nun umbringen. Gleichzeitig begann er auf uns zu schießen.

Praktischerweise hatte er auf seinem Grundstück den Strom abgeschaltet, sodass er aus dem Dunkeln auf uns schießen konnte. OPF hat mindestens 20 Schüsse auf uns abgegeben und Gott sei Dank ist er echt ein miserabler Schütze, sodass wir die Aktion unbeschadet überstanden haben. Lediglich Haus und Fenster hat er getroffen. In Panik hat mein Mann dann einmal mit der Schrotflinte blind zurückgeschossen. Mit Vogelschrot, Entfernung ca. 30-40 m. OPF wurde am Ohrläppchen und am kleinen Finger gestreift. Aua.

Erstaunlicherweise war die Schwester seines Arbeiters (wohnt ca. 2km entfernt) nachts um drei im Garten (macht man wohl hier in Paraguay so) und hat die Schüsse gehört und wusste auch gleich, dass es sich um das Grundstück von OPF handelt und hat die Polizei informiert, dass auf OPF geschossen wird. Ein Schelm wer hier Böses denkt. OPF fiel dann beim Eintreffen der Polizei theatralisch zu Boden und behauptete er wäre in seinem Haus von seinem Nachbarn angegriffen worden. Auch von seinen Schüssen wurde kein Wort gesprochen.

Diese Aussagen korrigierte er bei dem Staatsanwalt in Villarrica und behauptete nun, dass er mit Gummigeschossen geschossen hat. Aber warum er überhaupt geschossen hat bleibt nach wie vor offen. Alles sehr sehr merkwürdig. Auch die von ihm zwei Wochen zuvor ausgeräumte und nun ausgebrannte Bar beinhaltete plötzlich wieder 6 Tische mit Stühlen, 4 Kühlschränke, 2 Küchenherde mit jeweils 6 Kochplatten, Unmengen an Getränken und Spirituosen. Er hat nur vergessen, dass die Bar nicht größer als 12qm ist und, dass wenn dies alles drin gewesen sein soll, kein Gast mehr reingepasst hätte. Auch hier wollte man sich wieder warm sanieren, denn eine Forderung nach Schadensersatz wurde auch gleich gestellt.

Nachdem OPF der Boden zu heiß wurde hat er sich 3 Wochen später mit erneut geliehenem Geld (es gibt tatsächlich Menschen die sowas unterstützen) das Land verlassen um sich in Deutschland in die Soziale-Hängematte zu legen. Wie das nun mal hier so ist, wer zuerst anzeigt ist klar im Vorteil und der Andere muss sich verteidigen. Dies haben wir bisher auch getan und werden dies auch weiterhin mit Nachdruck tun. Eine Anklage wie von OPF gewünscht wegen versuchten Mordes gibt es nicht. Es wird wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses ermittelt.

Zwischenzeitlich haben wir erfahren, dass OPF bereits Anfang des Jahres versucht hat eine Waffe mit Schalldämpfer zu erwerben um damit seinen Nachbarn (uns) zu erschießen.
Es entspricht überhaupt nicht der Tatsache, dass OPF daran gehindert wird wieder nach Paraguay zu kommen um seine Aussage zu machen. Warum ist er denn nach der Tat abgehauen? Aber Harz IV zahlt nun mal solche Reisen nicht und da scheint es ja wohl zu klemmen.

Auch, dass er Angst hat kann man verstehen, bei der Liste an Straftaten und Betrügereien für die er sich möglicherweise in Paraguay verantworten müsste. Man erinnert sich sicher an einige Überfälle und Einbrüche in den Jahren 2008/2009 an denen OPF beschuldigt wird, im Hintergrund mitgewirkt zu haben. Auch sein aus Deutschland nach Paraguay mitgebrachtes Kapital war vermutlich nicht durch harte Arbeit erwirtschaftet.

Wir würden uns sehr freuen wenn OPF herkommen würde um die Angelegenheit endliche mal zu klären. Aber er hat nun den Weg in Deutschland gewählt, auch den werden wir mit ihm beschreiten und wir sind sicher, die Wahrheit kommt ans Licht.

Man fragt sich nun sicherlich „warum haben die sich nicht früher gegen den gewehrt“.
Ja, das fragen wir uns mittlerweile auch. Ihm hätte schon früher das Handwerk gelegt werden müssen.

Aber jeder der das Rechtssystem in Paraguay kennt weiß, dass sowas schwierig, langwierig und sehr teuer ist. Und das war er uns nicht wert, wir wollten einfach nur unsere Ruhe.
Heute wissen wir es geht wohl nicht anders und daher werden wir uns nun mit allen uns zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln wehren um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Foto: Hmaag

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4 Kommentare zu “Gegendarstellung: Deutsche Polizei ermittelt nach Schießerei in Paraguay

  1. Mein Beileid für das Sch…leben das euch dieser Mensch bereitet hat.
    Hatte vor einem Jahr mal kurzfristig eine luxemburgische Flodderfamilie als Nachbarn, er ein cholerischer Hosenscheisser der Angst vor seiner Courage hat, sie eine alkoholkranke Bruja, die beiden Töchter durch ihre Erlebnisse in der Kindheit schwer gestörte Analphabeten mit diversen sozialen Defekten.
    Mir hat der Friedensrichter drei mal geholfen den feigen Vater der Familie auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Dreimal vorgeladen bedeutet aber auch, das WENN dann etwas passiert sofort ein Hauptverdächtiger/Schuldiger feststeht * der Vorgeladene *

    Den seht ihr nicht wieder, nicht bei den Schulden und den hiesigen Inkasso“agenten“

  2. Warum Paraguayer oftmals die besseren Nachbarn sind.

    Viele Paraguayer sind arm. Sie können und wollen sich keine teuren Anwälte und Gerichtskosten leisten.
    Deswegen streiten sie nicht so oft mit ihren Nachbarn. Weil sie wissen, gibt es einen ernsthaften Streit, dann endet der nicht selten mit..nein nicht vor Gericht, sondern vor dem höchsten Richter im Himmel.

    Wenn also ein Paraguyer seinen Nachbarn übel anpisst, dann rechnet er irgendwie damit, daß ihn das auch das Leben kosten könnte.
    Deutsche streiten oft wegen Kleinigkeiten. Oft auch als Zeitvertreib, weil ihnen langeweilig ist. Rechthaberei um jeden Preis. Sie denken nicht selten auch recht Eingleisig im Rahmen des Deutschen Rechtsstaates, obwohl wir ja gar nicht mehr in Deutschland leben. Von der hohen Mordrate in Paraguay ganz zu schweigen.

    Wer unbedingt mit seinen Nachbarn streiten will, der sollte in Paraguay unbedingt ALLE landesüblichen Wege einer Streitschlichtung in Betracht ziehen. Nicht bloß das Gericht. Selbst wenn er selber zu viel Gutmensch dafür sein sollte, es gibt keine Garantie, daß der Gegner auch solche Hemmungen hat.

    Hier im Wochenblatt wurden schon über einige dahingegangene Deutsche berichtet. Von aufgeklärten Fällen habe ich jedoch sehr wenig gelesen. Darüber sollten wir einmal alle in Ruhe nachdenken.

  3. Ach Herrjemineh, das Ganze hab ich schon auf der FB-Seite PARAGUAY GESCHAEDIGTE dieser Dame gelesen. Aber alles sehr einseitig denn wenn man dort einen Kommentar hinterliess….wurde er geloescht. Ich kenn diese Leute nicht, hab auch keinen Bedarf. Aber…..ich kenne Andere die die Gegebenheiten bzw. Umstaende mehr oder weniger miterlebt haben und das alles aus ganz anderer Sichtweite sehen. (Ans Wochenblatt: gut dass ihr das in gekuerzter Form veroeffentlicht weil der Original-Text auf der FB-Seite ging weit weit unter die Guertellinie und jegliche Form des Anstands)

  4. „… tagelangen Verbrennen von Plastikmüll bei Südwind…“

    Also wenn mich einer bei den fünf Tagen Südwind TAGELANG mit der Verbrennung von Plastikmüll einnebeln würde, so würde ich ihn die restlichen 360 Tage – an welchen in Paraguay nunmal Nord- bis Westwind herrscht – ganz einfach auch mit der Verbrennung von Plastikmüll einnebeln.

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