Gehaltssteigerungen beeinflussen das Haushaltsdefizit

Asunción: Die vom Kongress gewährten Gehaltssteigerungen für öffentliche Bedienstete wirken sich, laut dem Finanzbericht Situfin auf das Haushaltsdefizit der Regierung aus.

In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass das Defizit zwischen Januar und März bei 185,5 Millionen US Dollar lag. Das entspricht 0,6% vom Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das operative Ergebnis (Erträge minus Aufwendungen, ohne öffentliche Investitionen) schloss indes ebenfalls mit einem Minus von 74,2 Millionen USD ab.

Erklärt werden die Resultate vor allem durch den Anstieg der Ausgaben um 11,5% gegenüber 2017.

Der Bericht weist weiter darauf hin, dass die Gehaltszahlungen pro Quartal von 554,3 Millionen USD im Jahr 2017 auf 628,6 Millionen USD im Jahr 2018 gestiegen sind. Das entspricht einer Steigerung um 13,4%. Vor allem die Lehrer bekamen eine satte Gehaltssteigerung um 16% sowie Polizeibeamte und Militärangehörige. Hinzu kam ein Anstieg der Sozialleistungen in Höhe von 19,3%. Diese Kategorie umfasst unter anderem die Zahlungen für Pensionen und Renten älterer Erwachsenen.

Trotz der Tatsache, dass die Auswirkungen der Gehaltssteigerungen und deren Anpassungen in dem Sektor noch nicht vollständig abgeschlossen sind, weil die Beamten aus dem Gesundheitswesen erst im Juli einen Anstieg ihrer Löhne erhalten, wird die Obergrenze von 1,5% bei dem BIP nicht überschritten werden.

Situfin erwähnt in dem Bericht weiter, dass die Gesamteinnahmen des Staates und die öffentlichen Investitionen in Bauarbeiten, wie Straßen, im ersten Quartal 2018 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesunken sind.

Bei den Gesamteinnahmen beträgt der Wert 1,194 Milliarden USD, im Vorjahreszeitraum waren es 1,203 Milliarden USD. Die Investitionen in öffentliche Werke verzeichneten sogar einen Rückgang um 44% in dem vorher genannten Zeitraum im Vergleich zu 2017. Laut der Expertise ist das auf die Tatsache zurückzuführen, dass im Vorjahr einen Kredit der BID in Anspruch genommen wurde, der aber dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung steht.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Gehaltssteigerungen beeinflussen das Haushaltsdefizit

  1. In diesem Zusammenhang fällt mir ein, daß Präsident Cartes vor seiner Wahl reklamiert hatte, daß über 90 % der Staatsausgaben allein nur für Löhne und Gehälter der öffentlich Bediensteten verwendet würden. Dies wolle er als Präsident verändern und sämtliche Behörden durchforsten, wer hier überflüssig sei. Was ist eigentlich daraus geworden?

  2. Nun wenn man genau hinsieht, ist das in Deutschland mit den „Beamten“ noch viel schlimmer, interessiert da auch keinen?

  3. Das hat sich mit dem heutigen Tag erledigt, auch der Blitzfeldzug gegen die EPP und andere Dinge. Jetzt kommt der naechste Kurfuscher im August und viele Hochqulifizierte stehen schon fuer ein Poestchen an.

  4. Die Investitionen in öffentliche Werke verzeichneten sogar einen Rückgang um 44%. Dabei stellt sich mir die Frage: wieviel ist 44% von Null?

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