Generalstreik der ANDE Mitarbeiter

Es schaut nicht gut aus, so oder so. Die Stromversorgung in Paraguay ist labil, nun halten die Mitarbeiter des staatlichen Stromversorgers heute eine Generalversammlung ab. Die Tendenz ist schon absehbar.

Juan Orué, Generalsekretär der Gewerkschaft der ANDE Mitarbeiter, ist aufgebracht. Über Jahre hätte sich eine Budgetkürzung hingezogen. Die Politik würde ebenfalls die Institution nicht verstehen. Einschnitte würden auf den Rücken der Angestellten ausgetragen, deren Gehälter nicht wesentlich erhöht worden seien im Verhältnis zu anderen Branchen. Nun soll auch noch die Jahresendprämie wegfallen. Das wären 86 Milliarden Guaranies. Orué bedauerte, dass die Einnahmen aus dem Wassersektor 650 Millionen US Dollar pro Jahr betragen, jedoch diese Mittel nicht für Investitionen eingesetzt werden.

Sobald die Entscheidung heute feststeht wollen die Mitarbeiter mit den Funktionären der ANDE am Verhandlungstisch über höhere Löhne und bessere Leistungen verhandeln. Gelingt dies nicht wird mit dem Arbeitsministerium über weitere Maßnahmen diskutiert. Fallen diese auch negativ aus, soll ein 72 Stunden langer Generalstreik erfolgen.

Quelle: Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

16 Kommentare zu “Generalstreik der ANDE Mitarbeiter

  1. Die sollten die ganzen Häuser was schwarz angehängt sind mal zur Kassa bitten und sorgfältig kontrollieren dann würde das nicht passieren .war ein masst umgekippt 3 Tage keinen Strom und nur in der Gegend sind einige die Einfach so angehängt sind ohne Zähler das ist das Übel was Ande hat denn dann brauchten sie nicht wegen Geld jammern

    1. Da getraut sich keiner dieser Super-Politiker ran! Niemand kann das eigentlich verstehen. In meinem Barrio bin ich der einzigste, der überhaupt Strom bezahlt. Alle anderen (Lehrer, Polizist usw.) hängen wie selbstverständlich am Netz, die ANDE weiß und duldet das. Kein Wunder wenn die ANDE mit den Einnahmen nicht zurecht kommt. Schlendrian & Vetternwirtschaft wohin man schaut.

      1. Die schwarz- Anschlüsse sind nicht das primär Problem der Ande, sondern Der große Wasserkopf, der Milliarden verschlingt, weil viele hochbezahlte gar keine Aufgabe haben, außer Geld zu kassieren. Investitionen, außer in die eigene Tasche, werden vermieden. Das Netz besteht seit 20 Jahren ohne Investitionen, nur nötige Instand Setzung.

  2. sieht man doch wieder dieser Tage, wie lange wir alle wieder mal im Dunkeln sitzen. Wenn das Netz korrekt gepflegt werden würde, wäre ich auch mit dementsprechender bezahlung einverstanden, aber wenn ich ins Büro der Ande komme, ist halt rumsitzen und Reden schwinden, sowie Terere angesagt! Arbeit…geh weg…

  3. das dürfte ein „heisser“ sommer werden, wenn das jetzt schon losgeht mit den stromunterbrüchen wie letzter tage. da gibt es nur eines: einen anständigen generator zulegen, was ich in nächster zeit auch machen werde.

    1. Voriges Jahr habe ich mir einen Diesel-Generator gekauft mit Start-Automatik. Nun ist hier kaum jemand in der Lage, den Generator zu warten, geschweige denn zu reparieren. Man kommt sich jedesmal vor wie in einem Film von Mister Bean. Es wird sehr viel gebastelt und dabei zerstört, so dass ich öfters Teile in Asuncion kaufen muss. Kaum sind die Sachen ausgepackt stellt man fest, dass das eine oder andere Teil gar nicht funktioniert, weil hergestellt in China.

      1. Das ist halt das Leben auf dem Lande, da findet man kaum richtige Fachkräfte. Wer was kann, macht dass er von dort weg kommt. In Asuncion gibt es aber durchaus qualifizierte Techniker, Architekten etc. Sonst würde man schließlich nicht so Gebäude wie das World Trade Center mit viel Technik erbauen können.
        In Paraguay hängt vieles davon ab, wo man wohnt und wen man fragt, kennt und beauftragt. Hier sind nicht alle saublöd. Es wird durchaus gute Arbeit geleistet, die allerdings dann auch mehr kostet als die vom Murkser.

        1. Jemand, der sich auskennt, behauptet, dass die Gebäude in Asuncion meist mit Hilfe brasilianischer und/oder argentinischer Bauingenieure und Architekten usw. errichtet würden. In der Tat gibt es Einheimische, die ihren Job recht gut machen, man muss aber sehr viel suchen und so genanntes Lehrgeld zahlen. Jeder kennt jemanden, der ein absoluter Fachmann ist und dem man vertrauen kann. Die Frage stellt sich, warum viel Schrott importiert wird. Geht man in eine Ferreteria, sieht man nicht selten Werkzeuge, die bereist total verrostet sind.

          1. Schrott ist billig und was anderes können oder wollen sich die meissten Paraguayer nicht leisten. Werkzeuge aus einfachem Eisen rosten nun mal, solche aus Chrom-Vanadium wie in Deutschland nicht. Die sucht man hier vergeblich in der Ferreteria.

      2. Es gibt Signalsätze wie: «Te vamos hacer un buen precio» (doofer Gringo, ich hau dir noch einen Extrazuschlag drauf) oder einen Vorplatz der Werkstätten, der gesät ist mit Schrauben, die die Besitzer noch suchen. Auch wenn man beim Auto zum Keilriemenwechseln den Motor ausbauen möchte sollte man doch eher einen anderen suchen.

        1. Das ist Standard in Paraguay, aber es gibt zur allergrößten Überraschung – auch für mich – auch ehrliche und nicht faule Arbeiter. Da rechnet man mit dem Schlimmsten und ist dann sprachlos, wenn das Unerwartete doch mal eintrifft.

        2. Das mit den Schrauben ist nichts Neues. Besitzer, die lockere Schrauben haben, sollten sie immer fest anziehen, dann gehen sie auch nicht verloren!
          Ich habe mal ein Gerät aufgeschraubt, das hatte am Gehäuse mindestens 4 Schrauben. Beim Schließen dachte ich dann, mit 2 Schrauben an den richtigen Stellen wird es auch halten. Und ich hatte nicht nur recht, sondern auch mehr Zeit für Terere. Wenn man also auf dem Vorplatz einer Werkstatt viele Schrauben findet, kann das auch ein Zeichen für rationelles Arbeiten sein.

  4. Offenbar reicht der Chefetage die Einnahmen von Millionen Bürgern, die monatlich ihre Stromrechnung bezahlen, nicht um Löhne und Investitionen auszuschütten. Man wartet noch bis man die 240 Millionen US-Dollar wiederfindet, welche von USA gespendet wurden. Die Spenden von Japan, Korea und Taiwan wurden schon in BonoBons-Schokolade für die Konkubinen investiert.
    Leidtragende sind die Arbeiter, welche pünktlich vorbei kommen, wenn der Strom noch funktioniert und dann auch Stunden aufopfern, den Strom wieder funktionstüchtig zu machen.
    Nun werden diese aus verständlichen Gründen streiken, würde ich auch, bekäme ich kein Lohn.
    Da macht man wohl das Geschäft seines Lebens, wenn man in Aktien der Kerzenindustrie investiert. Bei der Feuerwehr werden noch Leute gesucht.

  5. Liebe Mitbürger, was hier abläuft, ist ein Rassenproblem. Was sind denn die „Paraguayer“? Eine Vermischung aus europäischen Südländern, meißtens Spaniern, und Indianern. Was soll denn bitteschön dabei herauskommem?
    Wirtschaftswachstum in den letzten 3 jahren, wovon Europa nur träumen kann. Aber daß Wirtschaftswachstum auch mehr Energie benötigt, soweit reicht es halt nicht. Das Vorausdenken ist hier den Meisten fremd. Also nehmt es so wie es ist.

  6. 3 Tage Generalstreik!
    Wo bleibt der Unterschied zwischen Generalstreik und ihrer normalerweise geleisteten „Arbeit“?
    In den letzten Tagen wurde genug gedroht mit taeglicher Stromabschaltung!
    Hoffe sie vergessen ihre Stromabschaltung heute Abend nicht waehrend des Fussballspiels von Cerro……

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.