Gesetzlicher Mindestlohn dürfte ansteigen

Asunción: Heute treffen sich die zuständigen Behördenvertreter, um zu analysieren, ob der gesetzliche Mindestlohn ansteigen wird. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch in den Händen des Staatspräsidenten, obwohl Experten von einer Erhöhung ausgehen.

Vor einigen Wochen wurde in der Regierung die Möglichkeit einer Erhöhung des Mindestlohns in diesem Monat diskutiert und obwohl man bereits versichert hat, dass es nicht viel sein wird, besteht die Möglichkeit eines Anstiegs.

Die Nationale Mindestlohnkommission (Conasam) führte intensive Gespräche mit der Zentralbank von Paraguay (BCP) und dem Finanzministerium auf der Suche nach dieser Erhöhung. Karina Gómez, Präsidentin der Institution, erwähnte, dass die Gehaltsanpassung in diesem Jahr erfolgen sollte, da sie letztes Jahr aufgrund der Pandemie durch Covid-19 nicht durchgeführt worden sei.

Eines der Argumente, die Gómez anführte, um den Mindestlohn anzuheben, wäre, dass es in diesem Jahr bereits mehr Geldbewegungen und mehr Arbeitsplätze gebe, eine Tatsache, die das Land langsam reaktiviert. Sie argumentierte auch, dass der Anstieg der Preise mehrerer Produkte des Grundnahrungsmittelkorbs mit dem Mindestlohn gleichgesetzt werden sollte.

An diesem Freitag wird es ein Treffen mit den Behörden der BCP geben und im Falle einer Einigung würde das Gehalt zwischen 81.135 Guaranies und 96.484 Guaranies steigen, das heißt, der Mindestlohn könnte dann 2.300.000 Gs. erreichen.

Die endgültige Entscheidung wird jedoch Präsident Mario Abdo Benitez überlassen, damit die Erhöhung offiziell gemacht wird. Gómez wies noch darauf hin, dass der Anstieg sofort erfolge. Wenn es also kein “aber” des Präsidenten gibt, würde der Mindestlohn schon nächste Woche angepasst.

Wochenblatt / ABC Color / Extra / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Gesetzlicher Mindestlohn dürfte ansteigen

  1. Mehr Lohn bedeutet hoehere Preise mit mehr Steuern. Der Arbeitnehmer verliert Kaufkraft, der Unternehmer reicht den Mehrpreis plus Steuern an den Arbeitnehmer als kaeufer durch und nur die Regierung gewinnt steuern.
    Ein klassischer dummenfang der Regierung.

  2. @Nick et al.
    Nein nicht Bingo!
    Die Milchbauern koennen das nicht.
    In Baelde wird den Molkereien zumindest im Chaco die Milchbauernbasis wegbrechen – ausser der paraguayer die ein paar Liter taeglich abliefern.
    Der Milchpreis den der Bauer erhaelt kann er nicht ad hoc nur mal so erhoehen. Unternehmer reichen ein multiples des gestiegenen Wertes des Mindestlohns als hoeherer Preis durch. Mit diesem Anstieg des Mindestlohnes muesste sich der Endpreis den der Bauer erhaelt mindestens um 1000 Guaranies pro Liter Rohmilch erhoehen.
    Der Bauer muesste so etwa 10000 Gs pro Liter bekommen und der Endverbraucher zahlt in etwa 25000 Gs pro Liter Milch im Supermarkt.
    Erst dann waere es gut rentabel.
    Nur die Dummen steigen heute noch in den Milchbetrieb ein.
    Dieses Phaenomen nennt sich Crowding Out Effekt, efecto de desplazamiento. Die Viehwirtschaft ist weit rentabler und hat dei allgemeinen Preise in die Hoehe getrieben. Zudem gesellt sich heute die Drogenwirtschaft die noch rentabler ist als die Viehwirtschaft und wird dieser zusehends Druck geben – man verdient mit “la droga” eben mehr als als Viehbauer – vom Pleitegeier “Milchbauer” ganz zu schweigen.
    Dieselbe teuflische Machination die in Deutschland mit den Milchbauern getrieben wird wird auch in Paraguay im Chaco mit den Milchbauern getrieben. Die Milchbauern in Ostparaguay sind besser dran da deren Landflaeche weit produktiver ist.
    Es koennte sein dass die Milchfabriken eventuell irgendwann mit der Zeit an Zulieferern verlieren werden und damit eine Knappheit an Molkereiprodukte einsetzen koennte. Die Rentabilitaet ist eben nicht mehr gegeben wie mir Milchbauern noch kuerzlich sagten.

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