Gesichter des Flusses: Mit dem Boot den Klimawandel einfangen

Asunción: Mit einem Ruderboot sind Jeff Wong und Henry Maillet von Bahia Negra nach Paso Patria unterwegs, um “dem großen Gewässer, das der Paraguay-Fluss ist, ein Gesicht zu geben“ und den Klimawandel einzufangen, so die beiden Umweltaktivisten.

Ein Foto des Feuers, das an das Wasser grenzt. Ein großes Feuer … aber es sei nicht hier – wie Jorge Drexler sagt, der das Bild eingefangen hat – “über den Fluss“. Mit diesem Nachtbild, das zeigt, dass die vielen Waldbrände im brasilianischen Pantanal aufzeichnet und auf Instagram veröffentlicht wurde, wird ein wenig verstanden, was diese jungen Leute auf ihren 1300 Kilometern dokumentieren werden.

Die Expedition ist – so die Protagonisten – “ein Blick auf die enge Beziehung, die zwischen Menschen und Umwelt besteht“. Auf dem Handelsschiff Aquidabán fuhren sie zu ihrem Startpunkt, den sie am letzten Wochenende erreichten. Dann machten sie ihr “Jepovyvy“ startklar, einen Namen, den sie dem kleinen Holzboot gaben, das sechs Monate lang als Fahrzeug dient, um die Gewässer zu bereisen und verschiedene Kulturen kennenzulernen.

„Im Februar haben wir unser Boot auf dem Paraguay Fluss ausprobiert. Es war eine 100 km lange Reise in zwei Tagen von Pilar nach Paso de Patria“, erzählt Maillet.

Er macht die Fotos, aber vor allem Wong- der ein sehr gutes Guarani spricht – erzählt im sozialen Netzwerk, wie sie sich seit einem Jahr auf dieses Abenteuer vorbereiten. Beide hatten zuvor in Paraguay mit Nichtregierungsorganisationen zusammengearbeitet und eine starke Bindung zum “Herzen Südamerikas“ geknüpft. Und mit der Idee, dass die Umwelt- und Wirtschaftsprobleme, die normalerweise mit “Makro“ -Expositionen verbunden sind, humanisiert werden, entstand die Idee, gemeinsam den Fluss entlang zu fahren, der Paraguay überquert.

„Es gibt eine gewisse Trennung zwischen dem, was auf politischer Ebene passiert, den Entscheidungen, die in diesem Bereich getroffen werden und dem, was wirklich vor Ort passiert. Informationen über Communitys und deren Umsetzung erreichen diese höheren Ebenen nicht. Und da denke ich, dass Initiativen für den Klimawandel und das, was in Paraguay zu tun ist, sehr nützlich sein kann, um als Brücke zu fungieren“, erklärte Nikhil Advani, der führende WWF-Spezialist für den Klimawandel, dessen Organisation die Aktion unterstützt.

Während ihres Aufenthalts in den USA wurden Maillet und Wong von Lourdes Ortega, Professorin für Linguistik an der Georgetown University, beraten, damit die Interviews mit Indigenen respektvoll sind und überhaupt ein Treffen ermöglichen. Sie sagte ihnen, dass es immer anders sei, nur mit Spanischkenntnissen in eine indigene Gemeinde zu kommen. „Die Indigenen in Paraguay haben uns viel beizubringen. Sie erzählen dir, wie sie mit ihrer Gemeinschaft leben. Warum zerstören sie nicht die Berge, warum zerstören sie nicht die Flüsse? Und wir denken, wir müssen gehen, um sie zu unterrichten, aber sie sind es, die uns viel über ihre Erfahrungen beibringen können. Sprache kann uns helfen. Aus diesem Grund und weil sie Geschichten in der Sprache der Menschen einfangen wollen, sollen sie auch lernen“, erklärte Ortega.

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El otro día, estuvimos estudiando con nuestra profesora de guaraní, Profe Delfina, revisando nuestras preguntas de entrevista. La mayoría de los paraguayos que vive afuera de la ciudad prefiere hablar en guaraní. Mientras viajamos a lo largo del Río Paraguay escuchando las historias de los pobladores locales, queremos esucharlas en la lengua preferida de la gente—aunque sea español, guaraní, o en algunos casos en el Pantanal, otro idioma nativo. The other day we were reviewing our Guaraní interview questions with our Guaraní teacher, Profe Delfina. The majority of Paraguayans that live outside the city prefer speaking in Guaraní. And as we travel down the river hearing the stories of the local inhabitants, we want to hear them in the language that people feel the most comfortable, whether that be Spanish, Guaraní, or in some cases in the Pantanal, a different indigenous language. Bienvenidos a #rostrosdelrio, una mirada a la estrecha relación que existe entre las personas y el ambiente. Sígannos mientras exploramos y celebramos la diversidad cultural y riqueza natural a lo largo del #RioParaguay. Una expedición apoyada por @wwfpy

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Was bedeutet Guarani im Kontext des Umweltschutzes? In welcher Beziehung steht der Mensch zu seiner Umwelt? Wie können wir uns mit unserer Umgebung verbinden? Diese Themen waren diejenigen, die im Gespräch mit Ladislaa Alcarazde Silvero, Ministerin für Sprachenpolitik, angeschnitten wurden.

Unter den Kommentaren in Instagram, die Sie sehen können, schreibt Delfina, eine Lehrerin, die sie in Guarani unterrichtet hat: „Gute Reise! Passt auf Euch auf“.

Wochenblatt / La Nación

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12 Kommentare zu “Gesichter des Flusses: Mit dem Boot den Klimawandel einfangen

  1. Ich kann den Schei…. vom menschengemachten Klimawandel nicht mehr hören.
    Und zudem sind Bolivien und Paraguay seit Jahren die grösseren Umweltsünder in Sachen Abbrennen. Und zudem näher – von wegen sehen.

  2. es ist doch ganz einfach, die Mutter der „Heiligen Greta“ schreibt, das ihre Tochter das „böse CO2“ sehen kann. Und Wong, Maillet sehen hier den „Klimawandel“ so wie in Deutschland die Klimajünger von „Extinction Rebellion“ die Endzeit der Zivilisation auf 8-10 Jahre beziffern. Was lernen wir daraus?

    1. Dass die Leute bescheuert sind.
      In den letzten 540 Millionen Jahren war der CO2-Gehalt durchschnittlich 4-12-mal so hoch wie heute. Und den Viechern gings blendend. Man schlage mal die diversen Erdzeitalter nach.
      Und vor 20.000 Jahren war es fast 8 Grad kälter und der Meeresspiegel 130m tiefer. Auch das kann man nachschlagen. Ausser man ist so blöd wie Greta und Co.
      Gott, bin ich sauer!

      1. und wenn hans iseli noch so gute argumente hat und man auch alles nachschlagen kann, die klimawahnfanatiker verbinden von allen institutionen, regierungen, wirtschaft, kirchen und die abgehobenen eliten im rausch der untergangsszenarien. denn mit dieser hysterie kann man viel,viel geld machen. der staat die vereine, die wirtschaft, die kirche durch neue abgaben, steuern und sonstige erhebungen. gelle!

        1. Möglich.
          Ich begreife diesen Irrsinn einfach nicht.
          Es ist wie eine Religion: das Gehirn wird ausgeschaltet und alle anderen haben absolut nicht recht!

    2. Dass sofort die Grenzen geöffnet werden müssen und mit Verteilungs und Neuansiedlungspolitik begonnen werden muss. Denn nur mit Bevölkerungs und Wirtschaftswachstum ist das Klima zu retten.

  3. Da stimmt etwas nicht ganz, Zardoz. Sankt Greta und ihre Millionen Jünger behaupten ja, ein neugeborenes Kind gibt an die Atmosphäre 20 mal so viel CO2 ab wie ein großer LKW. Dann ist ja gerade die europäische Bevölkerung noch die beste weltweit, im Kampf gegen das für Fauna und Flora so lebenswichtige CO2, Man sorgte also bereits schon Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vor, mit dem Wahl-Slogan des Cognac-.Willi Brandt „Mehr Lebensqualität“. Und dieses Mehr an Lebensqualität war freilich nur dadurch zu erreichen, indem man keine Kinder mehr macht, denn nur so können in der propagierten kinderlosen Ehe beide Ehegatten arbeiten und 3 mal pro Jahr in Urlaub fliegen, mit Kindern ist das nicht möglich. Warum verbietet man nicht auch den Eingeladenen der Merkelin, Kinder zu machen??? Denn oben lese ich gerade, nur mit. u.a. Bevölkerungswachstum sei das Klima zu retten. Irgendwo ist doch da ein Widerspruch, oder nicht??

    1. Ja es sit ein Widerspruch, aber es ist das was CDU, Grün, auch Rot, die EU und die UNO sagen. Greta weniger, aber die ist ja auch nur eine Marktschreierin. Ohne Textvorgabe, kann die keine Frage beantworten. Das sieht man in einem Youtube Video sofort.
      Wer Merkel , EU, UNO und co beobachtet, merkt, dass sie das Klima retten wollen, aber gleichzeitig sollen die Grenzen offen sein und immer mehr Leute nach Europa kommen. Daher auch die Option Asyl sagen und mit Geld winken. Am liebsten würden sie sie schon alle holen (Frontex). Für die bauen sie sogar noch Häuser und Wohnungen, die im Winter fest beheizt werden müssen. Es wäre also besser wenn die in Afriak blieben? Was tun sie gleichzeitig gegen die Geburtenraten in Afrika und im Orient? Nichts außer Medizin schicken damit von 10 Kindern 9 überleben und ich nehme an Klimaanlagen schicken sie auch. Wegen CO2 senken und so.
      Was also tun sie wirklich? Das Klima retten oder die Wirtschaft? Natürlich letzteres. Wachstum und gleichzeitig Steuern erhöhen. Eigentlich müsste jeden auffallen, dass es ein Widerspruch aber trotzdem keine Ironie ist, weil schlicht das was jeden Tag gesagt und getan wird.

  4. CO2- Steuer. Ein Vorschlag für die Grünen und Umwelt-Aktivisten, Besteuerung der Atemluft! Wer nicht zahlt muss die Luft anhalten. Die Energiewende hat es vor gemacht, wer nicht zahlt, wird abgeklemmt. 344 000 Haushalten wurde 2018 der Strom abgeklemmt! Wer zu viel Atemluft verbraucht, etwa durch Sport oder zu viel Arbeit und nicht zahlt, kann die Luft anhalten, oder wird abgeklemmt.

  5. Es erschüttert das die menschen so krampfhaft das klima retten wollen weil sie sonst keine rettung ihrer ruhelosen Seelen finden.
    Es ist ein kampf auf einem von anfang an verlohrenen posten und nur zu erklären das man die wahrheit nicht ertragen kan das sie sich verlohren geben müssen um gerettet zu werden.(auch ureinwohner brauchen rettung und koennen daher nichts geben)
    Wer sein Leben liebhat, der wird’s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt haßt, der wird’s erhalten zum ewigen Leben. Johannes 12.25

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