Gesundheitliche Schäden beim Baden

San Bernardino: Viele Menschen zieht es an den Ypacaraí See. Gerade zur Sommerzeit tummeln sich hier eine große Anzahl von Touristen. Wer jedoch hier badet oder sich nur erfrischt, kann gesundheitliche Schäden davontragen.

Wieder einmal sind die Ufer an dem See von einem grünen Schlamm überzogen, der zudem noch unangenehme Gerüche produziert. Vor allem kleine Kinder gingen ohne die wachsamen Augen der Eltern und durch die Abwesenheit der Behörden, die die Umgebung ebenfalls beobachten sollen, ins Wasser.

Der grüne Schaum an den Randzonen von dem See ist ein Zeichen für das Vorhandensein von Cyanobakterien. Experten warnen, dass diese für den Menschen tödlich oder zumindest krebserregend sein können. Gesundheitliche Schäden sind wohl vorprogrammiert. Kontakt mit dem kontaminierten Wasser kann zu Hautproblemen führen, die Augen reizen, Magenverstimmungen auslösen und schwere Nierenerkrankungen hervorrufen.

Im Oktober letzten Jahres hat eine Studie der Nationalen Universität von Asunción bestätigt, dass die Wasserverschmutzung des Ypacaraí Sees, trotz der Versuche, die Tatsachen von Seiten der Gemeinde Areguá zu leugnen, schädlich ist.

Wie dem auch sei, alle Proklamationen bei dem Thema dürften wirkungslos verhallen. Entweder aus mangelnder Sachkenntnis der Lage oder aufgrund einer Ignoranz der Besucher.

Der Schaum auf dem Wasser war so dicht, dass er sich selbst bei starkem Wind und Wellen an den Ufern ansammelt. Obwohl San Bernardino diesen Sommer wieder als Touristenattraktion aufleben will, sind die Strände nicht zum Baden geeignet.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “Gesundheitliche Schäden beim Baden

  1. The same procedure as last year Ms. Ypacaraí?
    The same procedure as every year, Horacio!

    Wetten, dass Paraguay den 90. Geburtstag schafft? ;(

  2. Liebe Paraguayer, stimmt doch alles garnicht, das Wasser ist lecker und trinkbar, wers nicht glaubt gleich mal ein Schlückchen nehmen, unsere Politiker würden doch NIE lügen?

  3. Das Thema ist seit Jahren bekannt und trotzdem gehen die in der Giftbruehe planschen. Aber bei der Hitze zieht das Wasser eben an wie ein Magnet, da setzt das Hirn bei vielen aus. Und wenn es keine oeffentlichen Schwimmbaeder gibt, dann umso mehr.

    Von Seiten des MOPC habe ich keine Neuigkeiten bezueglich zum Thema. Ein Plan steht schon, hoffe man sucht die Finanzierung des Projektes.

  4. Wichtig ist, dass die Cantera von Ypacarai gesperrt wurde soweit ich gelesen habe wegen bösen Geistern die am Grund wohnen. Die Taucher dort suchen jetzt nach denen.
    Das Baden wurde schon an einigen Stellen verboten, weil jemand ertrunken ist. Wer 5.0 Promille hat, und das war zumeist der Grund des Badeunfalles, der ertrinkt auch in der eigenen Badewanne. Es ist also wenn überhaupt ein vorgeschobener Grund, weil da jemand seine besten Kunden schützen will.
    Die Brühe von San Ber ist genauso wie die Bahia in Asuncion gefährlicher wegen der Vermutzung, aber dort verbieten sie nichts, aber jedes Jahr hören wir wieder eine neue Legende von Plänen, die schon bald umgesetzt werden..

  5. Das stimmt so nicht. Selbst die Behörde hat den See zum Baden freigegeben. Und wem das noch nicht genug ist, der kann vom guten Moorwasser mit grünen Sahnehäubchen einen kräftigen Schluck nehmen. Ein wahrlicher Jungbrunnen!

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