Glück im Unglück

Obligado: Am gestrigen Nachmittag kam es auf der Avenida Fulgencio Yegros zu einem Unfall, den eine Deutschstämmige verursacht haben soll. Dabei stürzten ein Motorradfahrer mit Sozia und Baby zu Boden.

Berta Wachholz de Dietze (62) war gestern Nachmittag mit einem Mitsubishi L200 in Obligado unterwegs, als sie, ohne auf den Gegenverkehr zu achten links, abbog und dem Motorradfahrer Ramón Ariel Rodriguez die Straße versperrte. Die darauffolgende Kollision, wo der Fahrer und seine Lebensgefährtin Griselda Soledad Ortíz verletzt wurden, überstand das 7 Monate alte Baby, welches sich im Arm ihrer Mutter befand, absolut schadlos. Die Mutter erlitt eine Fraktur, ansonsten blieb es bei leichten Verletzungen. Dadurch, dass der Unfall genau vor dem Polizeirevier passierte, war ein schnelles Eingreifen der Uniformierten gesichert.

Wochenblatt / Resumen Informativo

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2 Kommentare zu “Glück im Unglück

  1. Sig Kan, Wikinger mit Armbrust

    Antworten

    Sie fahren zu Dritt auf einem Moped — ein Baby dabei und treffen auf eine vollblinde alte Dame im Fetten Mitsubishi.

    Was soll man dazu sagen?

  2. Jop, alles gut gelaufen für alle Beteiligten. Auch für das Baby. Welch ein Glück. Auch für die Polizei und Staatsanwaltschaft. Welch ein Glück. Kann weiter am kalten Grasgesöff nippen und muss sich nicht darum bemühen, was hätte passieren können, warum nur das Baby, pardon, nur Papa einen Helm am Ellenbogen trug oder warum kein Pflichtlicht eingeschaltet war, vermutlich hat das Moto gar kein Scheinwerfer montiert, da kann man auch kein Licht machen. Ist auch nicht nötig im Paragauy wenn die Köpfe Papas und Mamas so helle leuchten. Das Nummernschild wurde zufälligerweise erst gestern vom Meerschweinchen gefressen, das CSI-Labor in Asuncion wird das bestimmt herausfinden möchten. Ja, ich weiß, ich böser Mensch, kann mir ein Auto und Müllabfuhr leisten, der arme Paragauyer nur ein Moto, Klimaanlagen, Sat-Abos, neustes iTelefon, Swudi Iglesias Raubkopien und Streichhölzer. Mir kommen gleich die Tränen. Der Rest des Problemchens lässt sich mit etwas Plata aus der Welt schaffen, konnte Papa und Mama ja nicht erahnen, das da ne beknackte Tante im PKW in das mit Baby bepackte Moto fährt. Half alles gegenseitig gscheit grinsen: „Ich will jetzt da gerade aus fahren“ und alles gscheit grinsen: „Ich will jetzt da abbiegen“ nichts. Gestern war ja auch alles ok. Wenn alle gscheit grinsen und alle den Daumen nach oben halten können solche Mistverständnisse schon mal passieren. Etwas Merkwürdig scheint mir jedoch, wo denn die üblich zwei Geschwister, Omi, die den Einkauf und Hühnerkäfige angeschnallt und die sechs Smartphones geblieben sind. Vermutlich waren die Bateria leer und mussten an der Steckdose eines Alemams de Ms aufgeladen werden. Absoluter Alltag im Paragauy. Dazu fällt mir ein Sprichwort ein: „Sind die PY-Polizisten aufm Polizeirevier und nicht aus dem Haus, da tanzen die Verkehrsteilnehmer wie sie möchten“. In PY gilt ja nicht der Grundsatz dieser loco Europäos: „Fahre so, dass du niemand gefährdest und niemand behinderst“, sondern „Fahre so, dass du möglichst viele gefährdest und möglichst viele behinderst“. Beispiel: Hast Hunger und musst einen Haburger würgen, oder zwei, oder drei, und kein Parkplatz in der ersten, so parkst in der zweiten Reihe. Aber Warnblinker und gscheit Grinsen einschalten nicht vergessen. Und sollte doch die Unwahrscheinlichkeit eintreffen, dass ein Polizist auch Hunger hat, und Hamburger würgen möchte und während der Arbeitszeit noch Sprit vom Staat übrig hat und sein Revier verlässt, was er sonst nicht kann, da vom Staat zu wenig Sprit für Arbeits- und Privatgebrauch zur Verfügung gestellt wird, dann bezahlst ihm halt einen, oder zwei oder drei und goot is.

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