Goldfieber: Attentat gegen Radiosender

Lucio Perez, Eigentümer vom Radio Babilonia 97,7 FM, ist besorgt über das neu ausgebrochene Goldfieber in Paso Yobai, Departement Guairá. „Es ist unberechenbar, was das verwendete Quecksilber in einigen Jahren anrichten wird“, sagte Perez. Er fügte an, schon vor einiger Zeit sei der Radiosender sabotiert wurden. „Ich war in Asunción als meine Frau mich anrief. Sie erzählte, dass zwei Männer die Antenne zerstörten und Schüsse in die Luft abgaben“, erklärte Perez.

Er fügte an, es sei nicht sicher ob das Attentat auf den Sender mit den vielen Beschwerden und Kampagnen gegen die Goldgräber zusammenhänge. „Schon vor Jahren begann ich mit der Kampagne, nachdem sich in letzter Zeit die Vergiftungserscheinungen von Leuten in der Gegend durch Quecksilber häuften. Wenn wir so weiter machen, werden wir in einer Wüste leben“, sagte Perez. Er betonte aber, nicht alle Goldgräber würden mit dem Gift hantieren. „Viele Menschen verwenden Quecksilber weil es einfacher ist, aber die Menge des Gifts ist unberechenbar“, sagte Perez.

In Paso Yobai fließen acht Flüsse in einem Radius von 1.500 Meter. „Die Flüsse, aber auch das Grundwasser, sind in Gefahr“, sagte Perez. Das Goldfieber ist in Paso Yobai wieder neu aufgeflammt, nachdem sich kleinere Bergleute zusammenschlossen und gegen das Unternehmen Lampa demonstrieren. Ihr Suchgebiet soll erweitert werden, dies wollen die Ortsansässigen aber verhindern.

Quelle: E‘a.com.py