Gott mit uns

Limpio: Das Schulzentrum Nadejara steht in Limpio und wurde von deutschen Missionaren gegründet. Der Name bedeutet “Gott mit uns“ und die Unterstützung von oben ist dringend vonnöten denn sonst steht die Einrichtung vor einem großen Konflikt.

1983 gründeten Monica Huck und Gastón Guzmán die Schule Nadejara in Limpio. 1974 kamen beide als Missionare nach Paraguay.

550 Schüler werden an der Einrichtung unterrichtet. Der ganze Betrieb wird hauptsächlich durch Spenden aus Deutschland aufrecht erhalten. Es ist eine Privatschule aber vom MEC anerkannt.

Nun aber scheint sich ein schwerer Konflikt anzubahnen. Eltern und Schüler protestieren gegen die biblische Assoziation in Paraguay. Sie will die Direktorin der Bildungseinrichtung absetzen und hat im Zuge dessen einen Gerichtsbeschluss erwirkt.

Dies wollen aber die Betreiber der Schule nicht hinnehmen, vor allem deshalb nicht, weil die Direktorin die Institution gründete. Vor dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MEC) demonstrierten die Schüler und fordern das MEC auf, in dem Fall zu intervenieren.

Vor 40 Jahren wurde die Immobilie erworben. Damals war dort nur ein Waldgebiet. Mit viel Elan schaffte es die jetzige Direktorin Monica Huck das Schulzentrum zu errichten. Damals hatten die Mitglieder der biblischen Assoziation in Paraguay kein Interesse an dem Projekt. Nun aber wollen sie das Zepter in die Hand nehmen und die Oberaufsicht über die Privatschule übernehmen.

Von Seiten der Verantwortlichen über den Grund für die Absetzung der Direktorin gab es keine Stellungnahme.

Wochenblatt / Paraguay.com / Evangelische Kirchengemeinde Niederbiel

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6 Kommentare zu “Gott mit uns

  1. Es ist noch nicht lange her, da vertraten hier verschiedene Kommentatoren und selbst das Wochenblatt die Meinung, daß es oft besser wäre NICHTS GUTES zu tun, dann könne man auch NICHTS FALSCH MACHEN. Nun haben wir erneut so einen Fall mit dem „Schulzentrum Nadejara“. Ich informierte mich schon 2003 über deren Arbeit und lernte das Ehepaar Huck-Guzmann als sehr freundliche und hilfsbereite Menschen kennen. Sie bauten gemeinsam aus dem Nichts ein vorbildliches Colegio in Limpio auf. Das Schuldgeld war sehr gering, für Ärmere sogar kostenlos. Die Investitionen wurden allein aus Spenden christlicher Vereine aus dem evangelischen Bereich in Deutschland finanziert. Vom paraguayischen Staat gab es keinerlei Unterstützung! Die Schulkräfte waren größtenteils missionarisch ausgerichtete deutsche Lehrer die hier für sehr wenig Geld arbeiteten um Gutes zu tun. Die Schule selbst war, wie könnte es anders sein, auf christlichen Grundsätzen aufgebaut und auch stets betrieben worden. Niemand wurde dabei „zwangsweise missioniert“. Es wurden jedoch konsequente christliche Werte vermittelt, wie Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ordnung usw. Es gab und gibt ganz klare Regeln – und diese sind jedem Schüler bzw. dessen Eltern von Anfang an bekannt. So gilt z.B. ein absolutes Handyverbot im Unterricht. Daran stören sich nun plötzlich die Schüler und paraguayische Lehrkräfte! Und nun stelle man sich vor, dieses Ehepaar Huck-Guzmann will man am liebsten los werden! Was sind das nur für geistig-moralische Verkrüppelungen in den Gehirnen solcher undankbarer Menschen? Ob wir hier nun in der Dritten Welt leben oder nicht (weil dies ständig als Entschuldigung und Rechtfertigung von unseren Paraguay-Verstehern heran gezogen wird) hat nicht mit Anstand, Respekt und Moral zu tun. Man kann arm sein, in der Dritten Welt leben und dennoch sollten Werte wie Anstand, Ehrlichkeit und Moral zu den Grundausstattungen menschlicher Individuen gehören. Das ist es, was mich hier in Paraguay empört. Das Eine hat nichts mit dem Anderen zu tun. Daher fehlt mir jegliches Verständnis, wenn ich ständig von selbsterklärten Paraguay-Verstehern angegriffen werde, nur weil ich offenkundige moralische Mißstande anprangere. Ich werde das auch weiterhin unbeirrt tun. Schon allein deshalb, daß Menschen, die sich mit dem Gedanken der Einwanderung tragen, ganz genau wissen, was sie hier zu erwarten haben. Nur wer ohne Illusionen hier ankommt erspart sich Enttäuschungen und ein finanzielles Desaster. Nicht um das Land schlecht zu machen, sondern um Menschen vor Enttäuschungen und Lehrgeld zu bewahren und um vielleicht dem einen oder anderen Paraguayer zum Nachdenken zu bewegen. Was kann daran falsch sein?

    1. Danke für die Infos, Manni. Hab das 16-minuetige Video noch nicht angesehen, aber wenn das alles stimmt, was du sagst, ist das an Undankbarkeit wirklich nicht mehr zu ueberbieten. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Unverschaemtheit.
      Wenn es den Schuelern (und deren Eltern) nicht in der Schule passt, sollen die doch sich abmelden und in eine andere Schule gehen. Ich frage mich, welcher Volli***t das angezettelt hat.
      Ich denke (und hoffe), dass sich die Sache bald legt und die Leute ihren Hirngespinst einsehen und den Protest einstellen…wenn Frau Huck aus fadenscheinigen Gruenden wirklich ersetzt werden sollte…dann sind die Spenden sofort einzustellen und die Schule ihrem Schicksal zu ueberlassen- dann will ich das Gejammer sehen, wenn das Dach der Schule einstuerzt.

      1. Manni, du hast das falsch verstanden! Nachdem ich mir das Video angeschaut habe und den Artikel nochmal gelesen haben, wollen die Schüler die Direktorin, Frau Huck, zurückhaben, weil dieser Bibelkreis die Administration der Schule übernommen hat. Und die Eltern und Schülern wissen ganz genau, dass dieser „Bibelkreis“ vorraussichtlich höhere Gebühren erheben wird – und an Bildung verdienen wollen.
        Es ist schier unglaublich, dass ein Richter (auch bestochen worden??) so dies beschlossen hat und Frau Huck vom Posten entfernt hat.

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