Gravierende Fehler in der Agrarpolitik

Asunción: Daten von der Senave belegen, dass in der Agrarpolitik gravierende Fehler passieren. Zwischen 2013 und 2016 haben sich die Importe von Gemüse und Obst verdoppelt. Im Zuge dessen verschlechtern sich die Armutszahlen im Land.

Das Scheitern der Regierung unter Horacio Cartes im Sektor der Landwirtschaft hatte zur Folge, dass eine Vervielfältigung von frischem Obst und Gemüse bei der Einfuhr nach Paraguay erfolgte. Die Produktion könnte aber durch Landwirte erfolgen, die als Familienbetrieb fungieren.

Nach Angaben des Nationalen Institutes für die Qualität und Pflanzengesundheit Senave wurden 2013 exakt 43.291 Tonnen Gemüse und Hülsenfrüchte importiert. In den darauffolgenden Jahren erfolgte ein kontinuierlicher Anstieg. Letztes Jahr waren es 85.100 Tonnen.

Die Einfuhr von Obst lag 2016 bei 25.449 Tonnen, 2013 waren es 12.944 Tonnen. Es erfolgte also eine immer größere Abhängigkeit von importierten Produkten weil die lokale Produktion geschwächt wurde.

César Velázquez, Präsident der Obst-und Gemüseerzeuger, sagte, viele Bauern hätten ihre Felder brach liegen gelassen, als Folge verschiedener Faktoren, einschließlich dem Fehlen einer Politik zur Stärkung ihrer Aktivität.

„Die Kosten der Hersteller für die Produktion sind zu hoch. Im Departement Caaguazú war die Produktion von Gemüse sehr gut. Jeden Tag wurden Märkte beliefert, nun nur noch einmal pro Woche“, sagte Velázquez.

Luis Rojas Villagra, Geschäftsführer der Organisation für soziale Forschung, erklärte, es fehle an Maßnahmen für eine gerechte Landverteilung, einer Diversifizierung der Produktion und dem Mangel an Krediten für Kleinbauern. Seiner Meinung nach, sei der Rückgang bei der lokalen Produktion auf die Ausdehnung von Monokulturen, wie Soja und Reis auf Kosten der Familienbetrieb entstanden. Darüber hinaus fördere dieses Szenario die mechanisierte Landwirtschaft. Viele Landwirte seien deshalb gezwungen ihre Ländereien zu verkaufen oder zu vermieten.

Die Fehler in der Agrarpolitik wirken sich stark auf die Landbevölkerung aus. Nach der letzten Haushaltsumfrage stieg die Armut in Paraguay um 2,2 Prozentpunkte an, von 26,6% auf 28,8%. Das betrifft 1.949.272 Menschen, die in dieser Situation leben.

Quelle: Ultima Hora

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