Grundhalt für Lehrer ausgehandelt

Asunción: Die Gemeinschaft der Lehrer wird zufrieden sein, denn es wurde ein Grundgehalt ausgehandelt, das deutlich über dem aktuellen Mindestlohn liegt. Damit dürfte in dem Sektor vorerst Ruhe einkehren, nachdem die Pädagogen oftmals für mehr Geld demonstriert hatten.

Am vergangenen Mittwoch wurde die Vereinbarung zwischen den Vertretern des Ministeriums für Bildung, Finanzen und Gewerkschaftsorganisationen unterzeichnet, die das Grundgehalt des Lehrsektors festlegt, bestehend aus einer Erhöhung in Höhe von 16 %, die in zwei Stufen umgesetzt werden soll: 8 % ab dem Monat März und 8 % im Juli 2023.

Mit dieser Anpassung wird das Grundgehalt eines Lehrers 3.632.977 Guaranies pro Schicht (Vormittags- oder Nachmittagsunterricht) ab Juli 2023 betragen. Die Vereinbarung wurde in Anwesenheit des Bildungsministers Nicolás Zárate, des stellvertretenden Finanzministers Marco Elizeche sowie von Gewerkschaftsorganisationen der Lehrer unterzeichnet.

Ebenso wird die Nachjustierung von 8 % für die Kategorien ZZ2 und ZZ3 von Pädagogen in das Projekt aufgenommen, wobei in diesem Tarifsektor 34.188 Guaranies pro Unterrichtsstunde vergütet werden. Die Umsetzung erfolgt ebenfalls in zwei Teilen, im März und Juli nächsten Jahres.

Es beinhaltet auch die Zusage des Finanzministeriums, 18 Milliarden Guaranies für diese Vereinbarung im Gesamthaushalt der Nation 2023 bereit zu stellen sowie die Möglichkeit einer Neuanpassung von bis zu 16 % für Schuldirektoren und weitere Angestellte im Bildungssektor.

Die Lehrervertreter hoben die Einhaltung der Vereinbarung hervor, die es ermöglichen wird, 21 Jahre nach Inkrafttreten der offiziellen Anerkennung für staatlich angestellte Pädagogen im öffentlichen Bildungssektor ein Grundgehalt zu erreichen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Beitragsbild Archiv

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3 Kommentare zu “Grundhalt für Lehrer ausgehandelt

    1. 16% Gehaltserhöhung hatten sie erst letztes Jahr. Als der Großteil der Bevölkerung aufgrund Totalknockdown aufgrund Uhu-Viru-V2.x noch am Hungertuch gnaggte (weil die Ökonomie und der Schulunterricht zu Hause vor dem Tele bei Telenovelas oder im Hinterhof zu Billigpolarbierbücksenpacks und Shwuddeli Hui 120 dB stattfand).
      Nun bekommens 3,6 Mio. PYG für den Arbeitsaufwand von 7 bis 11 Uhr oder 13 bis 17 Uhr Schulunterricht. Das ist nicht einmal schlecht für Paragauy. Damit lebt es sich hier einigermaßen gut. Okay, ich nicht, aber die meisten der Eingeborenen haben viel weniger. ZB. ein Metzger im Angestelltenverhältnis im Supermarkt arbeitet so viel ich weiß sogar samstags. Das wäre dann eine 48-Stunden-Woche. Viele Leher:*Innen geben aber auch noch Privatunterricht oder warten zu Streichhölzl-Müllabfackel, Billigpolarbierbücksenpacks und Shwuddeli Hui 120 dB abgeshwuddeli im Plastikstühlchen klebend unter dem Mango auf das Mil herunterfällt. Oh doch, ich kenne ein paar hiesig Leher:*Innen mit Vorbildfunktion für die Jugend, die sich keine Müllgebühr leisten. Und sogar leere Bierbücksentürmchen bauen können. Leider kann ich die Fotos hier nicht hochladen. Aber es stimmt.

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  1. @Tscharlie
    eine “Schicht” bedeutet bei einem Lehrer, daß er entweder den Turno mañana oder den Turno tarde “arbeitet”.
    Das bedeutet 4 Stunden, mit Zuspätkommen, Pausen und Frühergehen kommt er oder sie dann auf ca. 3 Stunden.
    Fast alle Lehrer “arbeiten” beide Turnos, bekommen also 2 Gehälter fürs Zuspätkommen, Frühergehen, Nichterscheinen bei Regen oder zu großer Hitze, fürs Vor- und Nachbereiten der Feste und fürs Videogucken während des Unterrichts.

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