Grundregeln zum Grüßen während der Pandemie

Asunción: Jetzt, wo sich selbst widerspenstige Menschen langsam an die Restriktionen halten, und wenn es nur zum Schutz anderer ist, werden einem nun auch die Grundregeln zum Grüßen anderer beigebracht oder wieder in Erinnerung gerufen.

In der Geschäftswelt ist er einer der ersten Prüfsteine im Meeting: der Händedruck. Nicht zu lasch sollte er sein, mit festem Blickkontakt. Ritual und Statusverhalten. Freundschaftliche Umarmungen, die gesellige Abende einleiten oder das Bussi-Bussi, das einer ganzen Gesellschaft seinen roten Kussmund aufgedrückt hat. Lieb gewordene Gesten, die man sich nun im Sinne aller verkneifen muss. Das Coronavirus verbietet uns mittlerweile seit 6 Monaten die von Kindesbeinen auf anerzogene, gesellschaftlich erwartete Höflichkeit.

Die neue Normalität bringt eben auch ein anderes Grußverhalten mit, was stark von dem abweicht was wir bisher lebten. Die Experten aus dem Gesundheitsbereich schlagen nämlich alternative Begrüßungsformeln vor, um auch unter erschwerten Bedingungen mit Klasse und Höflichkeit durch den Alltag zu gehen. Grundsätzlich sei eine verbale Begrüßung auf Abstand angebracht, heißt es. So weit, so gut. Wer auf Körperkontakt nicht verzichten will, kann Ellbogen an Ellbogen grüßen, was sich durchaus etabliert hat, und wenn auch etwas unbeholfen in der Bewegung, seinen Zweck erfüllt.

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13 Kommentare zu “Grundregeln zum Grüßen während der Pandemie

  1. Es gibt keine ‚neue Normalität‘, sondern höchstens ein Heer neuer Bekloppter.
    Ich werde unter keinen Umständen meine Gewohnheiten diesem als normal proklamierten Schwachsinn unterwerfen.
    Warum graben sich die Angsthasen, die vor einem nicht existenten Virus zurückschrecken nicht gleich selbst ein. Früher oder später endet es ja sowieso in der finalen Kiste und wer Spaß dran hat, kann ja früher den Abgang proben, wobei Angst ungemein unterstützt. Wer früher stirbt ist länger tot. Wie lange dauert es eigentlich bis nach dem Hirntod auch der körperliche Zerfall einsetzt? Na wir werden es ja sehen, wenn die Qualitätsmedien plötzlich aufhören zu berichten.

  2. Was ist grüßen? Ein Pyler grüßt grundsätzlich keinen Ausländer, lässt der Stolz nicht zu, alle warten darauf, das man sie grüßt, wegen dem Respekt, der ein Ausländer den Pyler entgegenbringen “ muss“ ohne selber Respekt zu bekommen. Von den Kindern angefangen.

    1. Lieber eggi, Deinem Kommentar kann ich nicht zustimmen. Meine paraguayischen Bekannten halten mir von sich aus die Hand zur Begrüßung hin. Das ist für uns normal. Denn es sind nicht alle so bekloppt wie die hiesige Regierung.
      Wenn das bei Dir nicht so ist, dann machst Du etwas falsch.
      Na ja, bzgl. Deinem Kommentar bei den beiden schwangeren Frauen, MUTO, ist das nicht verwunderlich.

    2. @eggi und @major naise

      die Kritik, die Ihr hier anbringt, kann ich in keiner Weise teilen. Wenn es auch vereinzelt Menschen gibt, deren Verhaltensweisen kritikbedürftig sind, so kann ich doch eines den Paraguayern nicht absprechen: Respekt und Freundlichkeit. Das man einen nicht grüßt, kann ich nicht bestätigen – im Gegenteil: in der Regel sind die Leute freundlich , offen und unaufdringlich. wer mir jetzt erzählen will, dass das alles nur mit einer bestimmten Absicht verbunden ist, der kennt z.B. Marrokkonar, Inder oder Pakistanis nicht.
      Und gerade die Kinder empfinde ich hier als unglaublich respektvoll – im Gegensatz zum wohlstandsgeschädigten Deutschland. Dort empfinde ich die Kinder eher als etwas achtlos, spöttisch und geringschätzig, von den Teenies in den Brandbezirken will ich gar nicht reden.

  3. Seit wann kennen die Paragauyaner Grüßen? Nicht einmal den Preis können sie nennen, wenn man etwas kauft. Drückst einfach mal eine Banknote in die Hand, dann heißt es: „Te traigo tu vuelto“ (i bring dir dei Wechselgeld). Dann kannst selber ausrechnen was es gekostet hat. Wenn man mit „Que tal“ gegrüßt wird, heißt das für mich mittlerweile: «Hallo loco Europäo» (kann aber auch: «Hallo Deutschmafioso heißen»).
    Ein simples Hand-in-die-Höhe-halten zeigt, dass man unbewaffnet ist. Das kommt noch von Winnetou und Alter Tschätterhänd. Naja, beruht auf Gegenseitigkeit, denn ich grüße die Eingeborenen stets höflich und respektvoll, indem ich den Finger ausstrecke und dann krümme und dazu noch ein Boumm-Laut von mir gebe.

    1. Ich komme nicht mehr aus dem Wundern heraus. Neben eggi, hast Du auch ein Problem mit den Paraguayern?
      Ich bin der Stadt in der ich wohne, bekannt wie ein bunter Hund. Klar, dass man als Aleman auffällt. Jedoch grüßt mich jeder mit Handschlag, wenn es sich ergibt.
      Ja, auch zu Corona Zeiten. Ich bin kein Gutmensch, ich bin Geschäftsmann!
      Was macht ihr nur falsch, so scheiße angesehen zu sein?
      Denkt mal darüber nach!

      1. Bernd, auch ich bin Geschäftsmann hier und kein Bittsteller. Für erbrachte Leistungen möchte ich auch entlohnt werden, wie jeder Paraguayer auch, nur mit dem Unterschied, ich erbringe erst Leistung, bevor ich Geld haben möchte, nicht wie ein Pyler, als erstes Geld dann keine Leistung. Auch ich bin sehr bekannt. Das ändert nichts daran, das ich mir alles Gefallen lassen muss. Von Beleidigungen, Beschimpfungen bis zu Drohungen. Auch mir geben alle Kunden die Hand, das falsche Gefasel, “ Que tal“, was eh keinen interessiert, das “ freundliche Grinsen“, am liebsten würden Sie Dir ein Messer in den Rücken rammen,

  4. Es sind 3 Eigenschaften mit denen Paraguayer die deutschen gleichsetzen Bier trinken, Haustiere sammeln und Puenktlichkeit. Wer die ersten 2 punkte uebertreibt kann den respect der einheimischen verlieren.

    1. Warum stempelst Du alle Ausländer, vor allen Deutsche, als Alkoholiker ab? Haustiere sammeln ist wohl auch eher eine Leidenschaft von Pylern, dann merken diese, Tiere kosten Geld und nicht wenig, also weg damit. Sofern man Respekt erhalten hat, verliert auch der Pyler nicht den Respekt, Bei Neuankömmlingen, egal ob Ausländer oder Einheimischer, sieht es anders aus. Pünktlichkeit besitzt keiner der Einheimischen, geschweige einen Rückruf tätigen, komme später oder so ähnlich.

  5. Das Problem besteht seit etwa 5 Jahren, als viele Sin Techos hier angesiedet wurden. Es stieg die Kriminalität, der Drogenkonsum und die Respektlosigkeit gegenüber anderen Personen, sogar gegen Einheimische. Ich will nicht sagen, das alle so sind, es gibt auch noch einige sehr nette Leute hier. Aber Mittlerweile überwiegt das böse hier.

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