Halt sie dumm und arm: Die soziale Isolation verringerte die Gehirnleistung

Asunción: Halt sie dumm und arm, damit die Obrigkeit herrschen kann, dürfte als Sprichwort bekannt sein. Untermauert wird die These durch eine Studie, dass durch die Quarantäne im Rahmen der Covid-19-Pandemie die soziale Isolation die Leute “dümmer“ gemacht haben könnte.

Alleinstehende Menschen oder solche ohne soziale Kontakte verlangsamen ihre kognitiven Prozesse und haben ein höheres Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken.

Die Studie fand auch einen Zusammenhang zwischen einem geringeren Volumen der grauen Substanz und spezifischen Prozessen, die an der Alzheimer-Krankheit beteiligt sind.

Die Untersuchung untermauert die Hypothese, dass sich das menschliche Gehirn entwickelt hat, um soziale Interaktionen speziell zu unterstützen und zeigt, dass Menschen, die sich einsam oder sozial isoliert fühlen, die Gehirnstruktur und -kognition verändern.

Die in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlichte Studie zeigt weiter, dass soziale Isolation mit diesen Veränderungen im Gehirn zusammenhängt, die den mentalen Prozess des Wissenserwerbs beeinträchtigen und bei älteren Erwachsenen sogar zu einem erhöhten Demenzrisiko führen.

Es gibt bereits viele Beweise für die Hypothese des sozialen Gehirns. Eine Studie kartierte Gehirnregionen, die mit sozialer Interaktion bei etwa 7.000 Menschen in Verbindung stehen.

Es zeigte sich, dass Gehirnregionen, die ständig an verschiedenen sozialen Interaktionen beteiligt sind, stark mit Netzwerken verbunden sind, die die Kognition unterstützen, einschließlich des Standardmodus-Netzwerks (das aktiv ist, wenn wir uns nicht auf die Außenwelt konzentrieren), des Salienz-Netzwerks (das uns sagt, was bei der Auswahl hilft auf die wir achten wollen), das subkortikale Netzwerk (beteiligt an Gedächtnis, Emotion und Motivation) und das zentrale exekutive Netzwerk (das uns erlaubt, unsere Emotionen zu regulieren).

In der neuen Studie wollten die Forscher genauer untersuchen, wie sich soziale Isolation auf die graue Substanz auswirkt: Hirnregionen in der äußeren Hirnschicht, die aus Neuronen bestehen. Daher wurden Daten von fast 500.000 Personen der UK Biobank mit einem Durchschnittsalter von 57 Jahren gesammelt.

Personen wurden als sozial isoliert eingestuft, wenn sie allein lebten, weniger als einmal im Monat soziale Kontakte hatten und weniger als eine Woche an sozialen Aktivitäten teilnahmen.

Die Studie umfasste auch Neuroimaging (MRT)-Daten von etwa 32.000 Personen. Dies zeigte, dass sozial isolierte Menschen eine schlechtere Kognition, einschließlich Gedächtnis und Reaktionszeit und ein geringeres Volumen der grauen Substanz in vielen Teilen des Gehirns hatten.

Zu diesen Bereichen gehörten die Schläfenregion (die Geräusche verarbeitet und bei der Codierung des Gedächtnisses hilft), der Frontallappen (der an Aufmerksamkeit, Planung und komplexen kognitiven Aufgaben beteiligt ist) und der Hippocampus, ein Schlüsselbereich, der am Lernen und Gedächtnis beteiligt ist und früh bei der Alzheimer-Krankheit gestört ist.

Die Forscher fanden auch einen Zusammenhang zwischen einem geringeren Volumen der grauen Substanz und spezifischen genetischen Prozessen, die an der Alzheimer-Krankheit beteiligt sind.

Es gab Follow-ups mit den Teilnehmern 12 Jahre später. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die sozial isoliert, aber nicht allein lebten, ein um 26 Prozent erhöhtes Demenzrisiko hatten.

Soziale Isolation muss in zukünftigen Studien genauer untersucht werden, um die genauen Mechanismen hinter ihren tiefgreifenden Auswirkungen auf unser Gehirn zu bestimmen. Aber es ist klar, dass eine isolierte Person unter chronischem Stress leiden kann. Dies wiederum hat einen großen Einfluss auf ihr Gehirn und ihre körperliche Gesundheit.

Ein weiterer Faktor kann sein, dass wir einen Teil ihrer Funktion verlieren, wenn wir einen bestimmten Bereich des Gehirns nicht nutzen. Eine Studie mit Taxifahrern zeigte an, dass das Volumen des Hippocampus zunahm, je mehr sie sich Routen und Adressen einprägten. Wenn wir uns beispielsweise nicht regelmäßig an sozialen Diskussionen beteiligen, ist es möglich, dass unser Sprachgebrauch und andere kognitive Prozesse wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis nachlassen.

Dies kann unsere Fähigkeit beeinträchtigen, viele komplexe kognitive Aufgaben auszuführen: Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind für komplexes kognitives Denken im Allgemeinen von intelligenter Bedeutung.

Und nun stellt sich abschließend die Frage: Hatten die dauernden Quarantänen, auch eine soziale Isolation, im Rahmen der Covid-19-Pandemie ebenfalls einen Einfluss auf die Gedächtnisleistung der betroffenen Personen?

Wochenblatt / El Nacional

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6 Kommentare zu “Halt sie dumm und arm: Die soziale Isolation verringerte die Gehirnleistung

  1. Das war so geplant und so gewollt.
    So wurden hunderttausende alte Menschen in den Pflegeheimen ermordet – Ja! Ermordet! – indem man Besuche ihrer Angehörigen verbot ( sogar bei Sterbenden ), sie von den anderen Heimbewohnern isolierte und sich die Pfleger aus Angst vor Angsteckung noch weniger um sie kümmerten.
    Wer diese Tortur überlebte, wurde durch die “Impfung” geschwächt und dadurch umgebracht.
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    Kinder wurden von ihresgleichen ferngehalten und zu seelischen Krüppeln gemacht.
    Familien und Freunde durften sich nicht treffen, viele Menschen zerbrachen daran.
    Die Suizidrate bei Erwachsenen und Jugendlichen stieg exorbitant an.
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    Das alles wurde mit voller Absicht gemacht.
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    Wäre ich ein gläubiger Mensch, würde ich darum beten, daß alle diese verantwortlichen Monster, die wie Menschen aussehen, aber keine sind, ewig in der Hölle leiden müssen.
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    Aber so wie immer haben die sich mit dem Leid der Menschen wieder eine goldene Nase verdient und werden für gar nichts zur Rechenschaft gezogen werden.
    Wer sollte das auch tun?
    Die weisungsgebundenen Staatsanwälte?
    Die korrupten Richter?

  2. Halt sie dumm und arm: Die soziale Isolation verringerte die Gehirnleistung.Mit Arm und Dumm lässt es sich leichter Regieren.Das ist gewollt.Plakton beibt Plakton!!!!
    Das Problem sitzt viel tiefer selbst in Deutschland. Die wenigsten Kinder der Unterschicht erreichen einen höheren Abschluss als ihre Eltern.Den Eltern fehlt einfach die Zeit,arbeiten um über die Runden zu kommen-Kinderkrippe-Garten,Schule alles den selbstlauf überlassem, nichts kommt raus.Sind es noch Ausländer/Zuwanderer haben sie für ein paar Generationen die Arschkarte gezogen.Selbst wenn kein Kind von denen über Hauptschule-Realschule hoch kommt bekommt es im Gynasium gesagt:”Du bist nur ein Realschüler kein Gymnasiast.”

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  3. Die meisten wissenschaftler, die wirklich was drauf hatten waren einzelgänger und querköpfe, hatten also wenige soziale kontakte.
    Die gehirnleistung wird vor allem mit pausenloser werbung und stupiden agendas in einer reinen konsumgesellschaft gesenkt. Viele soziale kontakte kann dann auch mitläufer oder lemming heissen. Die masse entscheidet ohnehin selber wenig bis nichts weshalb man auch gar nicht sagen kann ob sie jetzt grips haben oder nicht.

  4. @zardoz
    soziale Kontakte werden in Qualität und nicht in Quantität gemessen.
    EIN guter Freund ist mehr wert als viele Bekannte.
    Nicht wie in den “sozialen” Medien, wo sie 1000 Freunde haben, aber keinen kennen.
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    Kinder brauchen Kinder ( und Erwachsene ) um Sozialverhalten zu lernen.
    Sie sollten auch nicht in Panik versetzt werden, indem man ihnen einredet, sie hätten Schuld am Tod von Oma und Opa, wenn sie sie besuchen wollen.
    Ohne ihre Familie und ihre Freunde, ohne Zuwendung, ohne Umarmungen, umgeben von Menschen, die aufgrund der Maske verhindern, daß Kinder sehen können, was sie fühlen, ob sie fröhlich oder traurig sind, verkümmern sie.
    Wir Menschen hören nicht nur die Worte, die dumpf hinter der Maske erklingt, sondern wir “lesen” auch in den Gesichtern unseres Gegenübers.

    1. Ja!
      Nicht nur bei Kindern.
      Wenn ich mal in einer größeren Stadt bin, dann ist ein Hobby von mir People-Watching. Also ich setze mich in irgendein Straßencafe und beobachte die Leute (vor allem die Damen, versteht sich).
      Diese Maskerade hat einem den Spaß daran verdorben. Deshalb bin ich jetzt schon seit 2 Jahren oder so in keinem Restaurant oder Cafe mehr gewesen.

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