Hilfe, die bei Bedürftigen nicht ankam

Asunción: In den letzten Monaten wurde in diversen Teilen des Landes überprüft, ob die paraguayische Sozialhilfe Tekoporã auch da ankam, wo sie notwendig war. Das Ergebnis war ernüchternd.

Die alle zwei Monate gezahlte Hilfe Tekoporã wurde in Itapúa besonders oft erteilt, wo sie nicht notwendig war. Anzunehmen ist, dass sie im Tausch für politische Unterstützung gezahlt wurde. Obwohl alle Empfänger angeklagt werden müssten, um anderen die Lust zu nehmen, ebenfalls Teil eines solchen Systems zu werden, sieht es wohl eher danach aus, als ob keiner dafür zur Verantwortung gezogen wird.

Alle zwei Monate wurden im Departement Itapúa 46.030.000 Guaranies für 123 Familien umsonst ausgegeben, in Guairá, wo man 95 Familien zählte, lag der zweimonatliche Verlust bei 32.220.000 Guaranies. In Caaguazú fand man 49 Familien, was alle 60 Tage 16.640.000 Guaranies bedeuteten. Es ist anzunehmen, dass in den letzten 8 Monaten rund 600 Millionen Guaranies ohne Grund ausgezahlt wurden.

Aktuell verliert man die Daten der Familien in Ñeembucú, danach folgen San Pedro und Misiones. Normalerweise zahlt man die Tekoporã Hilfe nur an arme und extrem arme Familien.

Wochenblatt / Última Hora / Bild: Haus eines Zahlungsempfängers

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13 Kommentare zu “Hilfe, die bei Bedürftigen nicht ankam

  1. und was besagt uns das ganze … auch der Hr. Abdo schaut hier einfach zu, weil er braucht genau diese wählerstimmen. soviel zur korruptionsbekämpfung … ich kenne leute die in armenhäuser untergebracht wurden, schon vor zick jahren, da waren 98% reicher als ich, schmucke autos, etc. … alles politisch bewandert, da 100% colorado … lediglich 2 familien waren „arme“ familien, quasi um den guten beisatz zu wahren.

  2. Vielleicht sollte man ganz einfach die Bedeutung des Wortes Kontrolle erfinden, wenn schon Millionen US-Dollar „verschenkt“ werden. Manchmal wird kontrolliert, wie in im Artikel erwähnt, aber danach, wenn es schon zu spät ist, Gelder weg, verschwunden, nicht angekommen bei den Bedürftigen etc. Also keine Handhabe mehr für die Strafverfolgung mehr, haben eh wichtigeres zu tun, zB. kaltes Graswasser zu trinken.
    Es bringt gar nichts Bedürftigen Gelder in bar auszuzahlen, außer diese seien behindert, alt oder alleinerziehende Mütter von 15 Kindern, deren Väter über alle Berge sind: sie können nicht einer geregelten Arbeit nachgehen. Alle anderen sind nur faules Schmarotzerpack. Mit diesen Geldern würde der Staat bzw. Tekoporã viel mehr bezwecken, wenn sie den Menschen eine Perspektive schaffen würde, zB. in Form von Mikrokrediten, statt Bargeld in den Allerwertesten zu schieben (in den Allerwertesten der Amigos ist ja schön und gut, aber immer noch nicht zweckdienlich).
    Ja, für uns DÖCHler wäre ja vieles einfach zu lösen, man würde schauen, wie diese Probleme in DÖCH gelöst werden. Jedenfalls wird in DÖCH jeder der Almosen vom Staat möchte bis auf die Unterwäsche durchleuchtet, der Geldfluss strikte kontrolliert, alles immer wieder überprüft und von Sozialdetektiven überwacht, weshalb es für mich im Wesentlichen gar keinen Sinn macht Kommentare über Lösungen zu Problemen dieses Landes zu schreiben, sei es Müllbeseitugung, Elektrizität, Trinkwasser, Korruption uvm.: die Obrigkeit ist zu ungebildet in Punkto solche Probleme des Leerlaufs und Verschleuderung von Steuergelder zu lösen, aber in Punkto Korruption besser ausgebildet als ein Harvard/ETH-Absolvent zusammen. In diesem Land ist die Steuergelder-Abzwicker-Mafia ausgeprägter als dass sie in Italien jemals war, denn trotz Billionen ausgewiesener Steuereinnahmen des Staates Paragauy ist ein Fortschritt der Infrastruktur-Verbesserungen der Öffentlichen Hand über mehrere Jahre nur mit der Lupe zu erkennen.

  3. Die ausgezahlten Geldmengen gemessen an der Anzahl der Familie sind eher gering. Im Beispiel Itapua etwa 374.000 Gs jede zwei Monate pro Familie. Damit kannst du nicht mal Strom bezahlen im Sommer. Jedenfalls, wenn man Besitzer von Häusern ist, wie auf dem Beitragsbild ist das eh nur Spielgeld, was das ganze noch widerwärtiger macht.
    Das Musterbeispieil: https://wochenblatt.cc/deutschstaemmige-sahnen-paraguayische-sozialhilfe-ab/

    Wenn man das liest, fragt man sich wie man nur so gierig sein kann oder: In diesen Kreisen gibt es einen internen Wettbewerb, wer am dreistesten und am meisten öffentliche Gelder in die eigene Tasche steckt; und der Gewinner wird Parteipräsident der Colorados.

    1. Ja, das stimmt. Erschreckend wie wenig hilfsbedürftige bekommen. Wenn man nicht nur Mandioka essen muss finde ich die Lebensmittel im Verhältnis zum Mindestlohn ganz schön teuer, selbst Fleisch ist für viele Paraguayer extrem teuer. 374.000 Gs jede zwei Monate pro Familie ist ein Hohn bei diesen Preisen. Da muss man sich nicht wundern wenn viele Menschen hierzulande kriminell werden (müssen).

  4. mehr Kontrolle, mehr Rotation, Vier-Augen-Prinzip, Versetzung der Kontrolleue alle zwölf Monate in eine andere Stadt, Kontrolleure dürfen kein Parteibuch haben, Kontrolleure erhalten nur den Mindestlohn und eine 10 % Erfolgsprovision der Einsparungen bzw. bei Aufdeckung von Betrug ….. der Staat zockt ja auch 10 % IVA ab….. Beamte mit Parteibuch dürfen nicht Zahlungen an eigene Parteimitglieder veranlassen…. und Tausende andere Ideen…….. allein die Colorado – Partei hat über 1,5 Mio. Mitglieder…. mehr Mitglieder als alle Parteien in Deutschland zusammengenommen….. obwohl Deutschland 12 mal mehr Einwohner hat….. Parteien bekämpfen….. nicht fördern….

    1. Ja, genau. Wir Ausländer wüssten wie man sowas angeht. Obwohl ich nicht vom Fach bin. Aber hierzulande scheint wirklich Hopfen und Malz verloren. In jedem Supermarkt werden die Verkäufer und Kassiererin von den Guardias bei jedem Ein- und Auscheck kontrolliert, als ob die nicht unter einer Decke stecken könnten. Ich denke, das liegt daran, dass die Menschen hier einfach faul sind. Tausende arbeiten, haben ihren Job als Kontrolleure, Beamtete etc. aber eine „mir doch egal“-Mentalität.
      Ich lese hier auf Wochenblatt häufig Kommentare von Ausländern, wie man Missstände in diesem Land beseitigen könnte, ja, so könnte es klappen, aber weiß auch nicht warum, ich glaub die müssen das zuerst selbst erfinden. Obwohl ja alle in USA studiert haben, aber keiner bringt von USA Lösungen mit, wie das der Yankee macht. Und für so korrupt wie Paraguay halte ich die Amis nicht.

  5. Interessantes Ergebnis: Wenn ich kritisiere und meckere, dann gibt es jeweils Dutzende Kommentare…. .Wenn ich aber Lösungsvorschläge, Verbesserungsvorschläge, Ideen…. aufzeige, dann meldet sich keiner…… weil keiner bessere Ideen hat als ich…. und die krankhaften Meckerer hilflos sind, weil phantasielos….

    Werde daher den Artikel in meinen diversen Facebook-Gruppen einstellen…

    1. Aus dem Stehgreif weiß ich auch nicht wie man die Geldflüsse des Staates kontrollieren kann, so dass sie ankommen. Da müsste ich mich auch zuerst schlau machen, wie man das in anderen Ländern macht, wo es zu klappen scheint. Ich denke, dass hierzulande diese Mechanismen existieren, aber nicht greifen, warum auch immer. Jedenfalls hört und sieht man immer wieder, dass nicht mehr sehr viel ankommt, dort wo es hin fließen hätte sollen. Viel Geld und Endprodukt fällt auseinander nach erstem Regen.
      Andererseits ist es sehr ambivalent, wer will schon Zustände wie in Europa. Hier kannst keine Kolonne Fahrzeuge überholen, weil 50 m weiter vorne grün ist, Müll verbrennen, dein Ghettoblaster um 2 Uhr in der Nacht im Garten aufstellen und voll aufdrehen, deine Tiere lebenslang irgendwo anbinden und tausend andere Sachen machen, und niemand wird sich deswegen aufregen oder einem gar anzeigen. Einzig bei Diebstahl kennt auch der Paragauyer kein Pardon.
      So viel Freiheit wie hierzulande ist auch schön. Es ist doch schön bei rot über die Ampel fahren zu können und kein Polizist wird sich bemühen. Ein berühmter Mann sagte einmal, es käme immer auf den Betrachter an. Er meinte wohl beide, der, der eigentlich grün hat an der Ampel, aber volle auf die Klötze muss und denjenigen, der es halt eilig hat und mit seinen Kindern auf dem Rücksitz bei rot durchfährt.
      Das hier wäre ein so wahnsinnig tolles Land, wenn es den Menschen gelingen würde ein wenig Rücksicht aufeinander zu nehmen und die Behörden ein wenig mehr Durchsetzungsvermögen hätten.
      Ich finde Paraguay diametral den DÖCH-Ländern entgegengesetzt: Dort darfst kein Kaugummipapier in die Natur werfen, ohne dass ein Ordnungsbeatmeter anzuhüpfen kommt, hierzulande musst es sogar in die Natur wegwerfen, weil dich Land, Menschen, Kultur und Bräuchen anpassen musst. Ich wünschte mir etwas zwischen drin, etwas weniger unbegrenzte Freiheit, dafür etwas mehr Zivilisation.
      Jedenfalls wird Paraguay seine Probleme ohne mich und Ihnen zu lösen wissen, wir werden ohne Sprachkenntnisse in Guaranie weder Arbeit als Angestellter bekommen noch es in die Politik schaffen. Vielleicht einmal unsere Kinder und Enkel.

  6. In welchem Weltall lebt Ihr dann, glaubt Ihr wirklich in Europa kommt alles bein den Armen an. Ihr glaubt ja noch an den Storch.
    Bei den Flüchtlingen sieht das dann schon anders aus, die bekommen sogar noch was dazu. Und da in Paraguay reissen sich viel den Mund auf, was da nicht richtig lauft.
    Im Eigenen land sind sie eben Betriebsblind, oder getrauen sich nicht, in Ihrem Land sind sie die Nicker, die immer ja sagen.

  7. @ Rolf………von welchen Kommentaren schreiben Sie ?? Hier wird doch nun wirklich mehr als genug über Deutschland hergezogen. Wieso denn auch nicht. Wir sind doch alles ausgewandert, deshalb muss doch in Deutschland alles schlechter sein. Gerade diese bösen Flüchtlinge. Man müsste sie alle erschiessen, sobald sie auch nur in Grenznähe zu Deutschland kommen. Oder diese Muslims, ganz schlimm !!!!. Alles Mörder und Verbrecher, zumindest alles Terroristen und Sozialschmarotzer. Sofot liquidieren sagen unsere Christen hier. Diese Glaubensrichtung gehört ausradiert, genauso wie Schwule, Lesben, Transen………….sofort weg mit ihnen. Gerade hier im Wochenblatt wird ja die letzte Zeit der Begriff “ UR Deutscher “ immer wieder eingebracht. Herzlich willkommen bei den nationalsozialistischen Vordenkern.
    Aber ALLE die sich angespochen fühlen, für die gilt: IHR seid nicht ausgewandert, euch hat das System ausgespuckt und hier seid ihr halt gelandet. Auch der falsche Ort, ist klar, aber für euch gibst keinen gescheiten Platz wo ihr euch wohl fühlt. Habe die Ehre……………..Ach ja, wir leben seit 13 Jahren hier in PY und sind genauso glücklich wie am ersten Tag. Und Deutschland lieben wir weiterhin mit jeder Faser unseres Herzens.

    1. Schreiben Sie statt das System hat euch ausgespuckt, eine völlig gehirnamputierte Migrationspolitik hat euch vertrieben. In den sonstigen 1. Welt Staaten ebenfalls christlich, gibt es ja keine derartiges ?System? und daher dann auch keine solche Auswanderung.
      Demnach Sie das selbst wissen, frage ich mich wieso Sie immer solchen Blödsinn schreiben. Glauben Sie wirklich das nimmt einer ernst oder glaubt ihnen das oder halten Sie das für intelligent? Habe die Ehre…. Lach Lach Lach

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