Hintertür geschlossen: Warum Firmen ihre Ersparnisse bald versteuern müssen

Asunción: Der Direktor der Steuerbehörde (DNIT), Óscar Orué, bestätigte, dass die Regierung an einem Gesetzesentwurf arbeitet, um die Zeitspanne zu regulieren, in der private Unternehmen ihre Gewinne in Rücklagen halten dürfen.

Laut Orué zielt diese Maßnahme darauf ab, zu verhindern, dass Unternehmen diese buchhalterische Figur auf unbestimmte Zeit nutzen, um die Zahlung der Steuer auf Dividenden und Gewinne (IDU) aufzuschieben, die bei einem Satz von 8% liegt.

Die aktuelle Gesetzeslücke

Derzeit haben Unternehmen zwei Hauptoptionen für ihre Gewinne:

-Kapitalisierung: Das Geld wird in das Unternehmen reinvestiert. Dies ist steuerfrei, erfordert aber eine formelle Kapitalerhöhung.

-Ausschüttung: Die Gewinne werden an die Aktionäre ausgezahlt, was die Fälligkeit der IDU-Steuer auslöst.

Es existiert jedoch eine “Gesetzeslücke“, die es erlaubt, das Geld dauerhaft in Rücklagen zu belassen, ohne eine Entscheidung zu treffen. Orué bezeichnete dies als “unnötige Flexibilität“ und einen “Missbrauch“ durch bestimmte Sektoren mit hohem Cashflow, die ihre Gewinne seit vier oder fünf Jahren weder kapitalisieren noch ausschütten.

Keine neue Steuer, sondern klare Regeln

Orué stellte klar, dass es sich nicht um eine neue Steuer handelt, sondern um eine Präzisierung der bestehenden Regeln. Man schätzt, dass diese Neuregelung innerhalb von drei Jahren Steuereinnahmen zwischen 80 und 100 Millionen US-Dollar generieren könnte.

Unternehmen, die ihre Gewinne bereits jährlich ausschütten, sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

Wochenblatt / Radio Monumental / Beitragsbild Archiv

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