Asunción: Der Busbahnhof in der Hauptstadt von Paraguay erlebt derzeit einen historischen Ansturm. Was am vergangenen Freitag als gewöhnliche Karwochen-Reisewelle begann, hat sich zu einem beispiellosen Massenphänomen entwickelt.
Die Behörden bestätigen: Die ursprünglichen Prognosen wurden nicht nur erfüllt, sondern förmlich überrannt.
Der Grund für den Ansturm: Teurer Sprit
Hinter dem Rekord steckt jedoch mehr als nur die Tradition der Karwoche. Experten und Reisende sind sich einig: Die massiv gestiegenen Treibstoffpreise machen die individuelle Anreise im eigenen Pkw für viele Familien schlicht unbezahlbar. Der Fernbus ist vom bloßen Transportmittel zur wirtschaftlichen Rettung geworden.
Die Zahlen der Rekordwoche
Die Terminaldirektorin Lourdes Ucedo lieferte beeindruckende Fakten:
Dienstag als Spitzenreiter: Mit rund 28.000 Fahrgästen an einem einzigen Tag wurde der verkehrsreichste Tag in der Geschichte des Terminals verzeichnet.
Prognosen gesprengt: Die ursprünglich geschätzte Marke von 150.000 Passagieren für die gesamte Woche wackelt bedenklich. Angesichts der aktuellen Dynamik rechnen die Behörden damit, diese Zahl weit zu übertreffen.
Sicherheit im Fokus
Um das Chaos zu bändigen und die Sicherheit der Massen zu gewährleisten, ist die Präsenz der Sicherheitskräfte massiv erhöht worden. Über 50 Polizeibeamte sind rund um die Uhr im Einsatz, um in dem dichten Gedränge für Ordnung zu sorgen.
Die Karwoche 2026 wird als die Woche in die Geschichte eingehen, in der Asuncións Bürger den Zapfsäulen den Rücken kehrten und den Busbahnhof zum pulsierenden Herz des Landes machten.
Wochenblatt / Megacadena















