Hoffentlich bleibt Paraguay vom “Keksmonster“ verschont

Asunción: Daracher Keltner, Professor für Psychologie an der Universität von Kalifornien in den USA, Berkeley, führte eine Untersuchung durch, die er das “Keksmonster“ oder das “Paradox der Macht“ nennt. Es bleibt zu hoffen, dass sie nicht für Mario Abdo Benitez zutrifft.

Das Experiment von Keltner wurde in der Online Ausgabe der Zeitschrift Harvard Business Review im Oktober 2016 veröffentlicht.

Im Text erklärt er kurz und prägnant eine Untersuchung über das Verhalten der Menschen, die mehr als 20 Jahre gefordert hat. Darin beschreibt der Psychologe ein sehr auffälliges Muster, das er entdeckt hat.

Keltner argumentiert, dass Menschen, die anfangen, sich mächtig zu fühlen oder eine privilegierte Position zu genießen, sich eher grob, selbstsüchtig und unethisch verhalten. Er nannte es “Paradox der Macht“ für dieses Phänomen, das sich nach Ansicht des Psychologen verschlechtert, wenn die Person in der Skala der Macht aufsteigt.

In einem seiner Experimente, bekannt als das “Keksmonster“, organisierte er eine Übung in Dreiergruppen. Keltner wies ihnen nach dem Zufallsprinzip die Führungsposition zu und gab ihnen eine Gruppenaufgabe. Nach einer halben Stunde stellte er ihnen einen Teller mit appetitlichen hausgemachten Keksen vor, einen Keks für jedes Mitglied der Gruppe, plus einen extra.

Was passierte, war folgendes: In allen Gruppen nahmen die Teilnehmer ihre jeweiligen Kekse auf den Teller und ließen den zusätzlichen Keks liegen. Die große Frage war natürlich, wer ermutigt werden würde, den zusätzlichen Keks vom Teller zu nehmen, wohl wissend, dass er anderen das zusätzliche Essen vorenthalten würde.

Das Ergebnis ist fast wie im richtigen Leben. Die meiste Zeit war es der Gruppenleiter, der den Keks nahm.

Aber das ist nicht alles. Keltner seine Studien deuten auch darauf hin, dass Reichtum und Referenzen ähnliche Auswirkungen haben. Er stellte fest, dass die Fahrer von billigeren Fahrzeugen immer Fußgängern am Zebrastreifen Vortritt lassen, während Menschen, die Luxusautos fahren, dies nicht tun. Sie ignorieren einfach die Fußgänger- und Verkehrsregeln.

Die Experimente von Keltner haben auch gezeigt, dass Macht, Menschen in einem “manischen Zustand“ versetzt, sodass sie das Gefühl vermittelt bekommen, expansiv, energisch, allmächtig, hungrig nach Belohnungen und immun gegen Risiken zu sein, die sie zu voreiligen, unhöflichen und unethischen Handeln prädisponiert. Sag etwas Falsches und du wirst angeschnauzt, das erklärt wohl viele Dinge….

Aber der Psychologe beschreibt nicht nur allein das Paradox der Macht, sondern schlägt vor, ihr nicht zu erliegen. Dies sind drei wesentliche Praktiken, um dagegen zu steuern: Einfühlungsvermögen, Dankbarkeit und Großzügigkeit üben.

Jetzt, nachdem die nächsten fünf Jahre eine neue Regierung in Paraguay an die Macht kommt, reflektieren und bitten die Bürger sehr stark an das Universum, dass Mario Abdo Benitez nicht das “Keksmonster“ sein wird.

Bitten wir ihn, viel Empathie zu üben: mit allen Paraguayern; mit den Patienten, die auf die öffentliche Gesundheit angewiesen sind und mit denen, die eine Rente von der Sozialversicherungsanstalt IPS erhalten; mit den Campesinos, aber auch mit den Bauern, die den Maniok pflanzen, den wir mit dem Grillfleisch essen; mit indigenen Jugendlichen, die sich im Licht des Tages durch einem Unfall umbringen; und ganz besonders mit denen, die nicht wie er denken oder an dieselben Dinge glauben wie er.

Und in der Praxis der Dankbarkeit und Großzügigkeit, lasst uns für die Gefährten beten, damit wir nicht nur mit Freunden und Verwandten dankbar sind, sondern mit allen Paraguayern, die den paraguayischen Staat mit ihren Steuern aufrecht erhalten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Hoffentlich bleibt Paraguay vom “Keksmonster“ verschont

  1. Alle an der Macht Befindlichen werden im Lauf der Zeit zu einem „Keksmonster“. Es mag Ausnahmen geben, doch die sind selten. Auf Dauer verdirbt sowohl die Macht als auch zu viel Geld den Charakter und die Moral. Damit die Bürger eines Landes nicht unter diesen „Keksmonstern“ zu leiden haben, bedarf es eines funktionierenden Rechtsstaates mit einer wirklich unabhängigen Justiz, aber auch einer freien Presse. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, dann ist damit die Frage bereits beantwortet, ob „Paraguay vom Keksmonster verschont“ bleibt.

  2. @wochenblatt
    „Und in der Praxis der Dankbarkeit und Großzügigkeit, lasst uns für die Gefährten beten, damit wir nicht nur mit Freunden und Verwandten dankbar sind, sondern mit allen Paraguayern, die den paraguayischen Staat mit ihren Steuern aufrecht erhalten.“

    Dankbarkeit, Großzügigkeit, beten und Steuern zahlen – das alles in einem Satz unterzubringen, eröffnet einen interessanten Zusammenhang nach weit ausgeholter Zusammenhanglosigkeit. Auch diese Technik muss man erst einmal beherrschen.

  3. Was heißt hier Keksmonster,nein so etwa gibt es und wird es nicht geben in Paraguay.
    Es gibt hier nur ein Zirgarettenmonster ,viele kleine und große Drogenmonster!

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