Hohe Pestizidwerte in importiertem Gemüse und Obst registriert

Asunción: Von 2015 bis 2017 stellte man einen hohen Wert an Pestizidrückständen in Gemüse und Obst fest. Nephrologen warnen vor der krebserregenden Wirkung beim Konsum dieser Produkte über mehrere Jahre. Für die Behörde Senave gibt es keinen Handlungsbedarf.

Werte, die den zulässigen Grenzwert für Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln überschritten, wurden laut dem Nationalen Qualitäts- und Gesundheitsdienst für Pflanzen und Saatgut (Senave) gemäß einem Bericht von 2015 bis 2017 aus Argentinien entdeckt. Die Studie stammt von dem Institut “BASE Social Investigations“ (BASE-IS). Es handelt sich bei den importierten Produkten, in denen man die hohe Schadstoffbelastung festgestellt hatte, um Äpfel, Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln.

Laut der Senave seien dieses Jahr keine hohen Werte mehr verzeichnet worden wie 2017. Es gäbe also keinen Handlungsbedarf.

Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen erklärte Dr. Susana Barreto, Fachärztin für Nephrologie – verantwortlich für die Studie: „Obwohl es keine akute Vergiftung geben wird, kann die Anhäufung dieser Pestizide langfristig zu Verletzungen auf der Ebene des Nervensystems führen. Es besteht die Möglichkeit einer zukünftigen Krebserkrankung und Missbildungen von Kindern bei der Geburt. Diese Veränderungen werden viele Jahre nach ihrem Konsum auftauchen und wir haben in 10 oder 20 Jahren eine Epidemie endokriner Veränderungen oder Krebserkrankungen und viele Fehlbildungen bei Kindern, die nicht erklärt werden können“, warnte sie.

Barreto fügte hinzu, dass diese Pestizide verwendet werden, um den Pflanzen eine höhere Produktivität zu verleihen. „Sie lagern sich in der Erde ab und sind nicht biologisch abbaubar. Sie verschwinden nicht mit der Zeit. Aber das Schlimmste ist, dass die Pestizide in die Pflanze gelangen und sich dort ansammeln und gespeichert werden“, sagte sie.

„Von den insgesamt 891 Obst- und Gemüseproben, die zwischen 2015 und 2017 aus dem Nachbarland untersucht wurden, wiesen 335 Pestizidrückstände auf und 19 überschritten den zulässigen Grenzwert“, berichtete Fernando Rios, der bis zu diesem Jahr für das Qualitäts- und Sicherheitsmanagement der Senave verantwortlich war. Er versicherte, dass sie die Behörden aus Argentinien und die Importeure informiert hätten.

„Es sind referenzielle Werte für die Risikoanalyse und die Ergreifung von Kontrollmaßnahmen. Dank der Überwachung in diesem Jahr wurden keine erneut erkannt, sagte er. Sämtliches Gemüse, das Pflanzenschutzbehandlungen unterworfen ist, wird immer Spuren von Pestiziden aufweisen. Es ist vor allem riskant, den Zeitpunkt der Aufnahme und Exposition zu sehen“, sagte Rios und betont die schädlichen Wirkungen von Pestiziden.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Hohe Pestizidwerte in importiertem Gemüse und Obst registriert

  1. Laut der Nationalen Qualitäts- und Gesundheitsdienst für Pflanzen und Saatgut (Senave) seien dieses Jahr keine hohen Werte mehr verzeichnet worden wie 2017. Es gäbe also keinen Handlungsbedarf. Das muss man sich erst einmal im Hirn zergehen lassen!
    Da kann man 2018 wohl getrost den gleichen Handlungsbedarf anwenden wie 2017, als hohe Werte verzeichnet wurden.
    Mit anderen Worten, Senave verzeichnete 2017 hohe Werte und hat nichts als einzigen Handlungsbedarf Schweigen angewandt und gewartet, bis Teerere über die Angelegenheit gewachsen ist.
    Naja, was zu erwarten war, aber für was existierte diese Institution überhaupt? Jedenfalls scheint es ganz danach auszusehen, als ob die selben fähigen Leute weiterhin die nationale Qualität und Gesundheit bediensten, indem sie das tun, was man hierzulande am liebsten macht: nichts. Außer Cobrar, Abhängen und Müll abfackeln natürlich.

  2. Wir schaffen das noch uns gegenseitig zu vergiften. Daher sollte man sich lieber ums eigene Gemüse im eigenen Garten bemühen!

  3. Mich besuchte vor einigen Jahren ein junges, grünes Pärchen, mit der Vorstellung in Paraguay in ursprünglicher Form und in einer gesunden und lebenwerten Umwelt leben zu können. Sie wollten sich hier verwirklichen und Lebensmittel weitgehendst frei von Giften genießen können. Nachdem ich sie in die Wirklichkeit zurück geholt hatte, indem ich ihnen erklärte, in Paraguay gäbe es kaum ungespritztes Gemüse oder Obst, eher noch mit mehr Gift als in Europa, weil hier niemand mit Gift verantwortungsvoll umgehen könne (wolle), wirkungsvolle Kontrollen fehlen, traten sie schnell wieder die Heimreise an. Ich habe nie mehr etwas von ihnen gehört.

  4. Ach ja nun mit den Gift ist es so eine Sache!
    Werdet alle Selbstversorger, es lebe die Gartenarbeit.Haltet eure Tiere selber;schlachtet sie selber.
    Der Fleischkonsum sinkt.Dann könnt ihr vielleicht sicher sein vor Pestizidrückständen im Essen.
    Es darf aber kein Sojafeld in der Nähe sein.

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Der Metomil Wirkstoff da in der Liste wird in extenso bei Sorghum (Futter fuer Fleisch- und Milchvieh), Maiz (Futter fuer Fleisch- und Milchvieh), Baumwolle (Futter fuer Fleisch- und Milchvieh), und andere Pflanzen gegen Raupen (Blattraupen) verwendet. Also welche Pflanze auch immer man verhindern will dass ihre Blaetter gefressen werden von Raupen und damit die Produktion sinkt oder ganz alles im Eimer ist, dann braucht man Metomil gegen die Raupen.
    Es hat den „roten Streifen“, ist damit in der Hoechststufe der Gefaehrlichkeit. Einige Varianten (andere Namen) haben aber den „gelben Streifen“ aufgeklebt, also „weniger“ gefaehrlich.
    Das letzte mal als ich die Spritze ausspuelte so stank es da nach dem Regen noch nach dem Gift (Regenwasser am Boden welches nach dem Gift roch noch 4 Tage nach dem Spuelen der Spritze). Selbst eine Spritze mit 300 Liter Wasser ausspuelen laesst die Umgebung noch nach 4 Tagen nach Gift riechen und kontaminiert das Regenwasser. Selbst das Grass ist tot vom Spuelwasser.
    Einige Mennoniten beliefern die Kooperative mit ungespritztem Gemuese (also echt Biologisch), aber einige Sorten nehmen sie nicht mehr ab da die Produkte aus Asuncion (Schmuggel aus Argentinien) rund 33% des Preises haben wie wenn Mennoniten ihre Produkte an die Kooperative liefern. Der reiche Viehzuechter will eben wenig Springen lassen und kauft lieber billig ein denn das Gift kann man ja nicht schmecken.
    Hauptsache billig und grosses Gemuese!
    Fleischvieh wird hier normalerweise nicht intensiv gefuettert obzwar das auch stark anfaengt. Klar das Fleischvieh nimmt das Metomil auf wenn die Weiden gegen Raupen oder Grasshuepfer gespritzt werden (1 bis 4 mal pro Jahr. ich tu niemals weil meine Nachbarn rundherum ihre Weiden giften und so koennen sich die Ungeziefer nicht sehr verbreiten). Mit der Intensivmast des Fleischviehs wird intensiv Sojafutter gefuettert und damit gelangen die Pestizide ins Rind.
    Es ist wahr dass die meisten Pestizide schwer abbaubar sind – bis gar nicht.

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