Horacio Cartes liebäugelt mit der Europäischen Union

Asunción: Der neugewählte Präsident Paraguays wird nächste Woche dem Sitz der Europäischen Union in Brüssel einen Besuch abstatten. Damit beginnt sein erster Kontakt mit dem regionalen Bündnis des alten Kontinents.

Am nächsten Montag den 24. Juni wird Horacio Cartes in Madrid auf Mariano Rajoy treffen und danach in die belgische Hauptstadt weiterreisen, wo ein Besuch des europäischen Parlaments und der Kommission vorgesehen ist. Am heutigen Montag empfing Cartes in seiner Residenz diverse Botschafter europäischer Länder.

Nach dem Treffen sagte der deutsche Botschafter in Paraguay, Dr. Claude Robert Ellner, „dass es bei der Zusammenkunft unter anderem um Themen ging, die seine Reise nach Brüssel betreffen“.

Die Koordination unserer Ideen und Wünsche sowie die Dankbarkeit und die bedingungslose Unterstützung kamen dabei zum Ausdruck, erklärte ein Pressebereicht des neugewählten Präsidenten.

Neben Dr. Ellner waren auch die diplomatischen Vertreter Italiens (Antonella Cavallari), Frankreichs (Olivier Poupard) und Spaniens (Diego Bermejo Romero de Terreros) zugegen wie auch der EU Repräsentant Eduardo Lechuga.

Auf Seiten von Cartes waren auch seine internationalen Berater Juan Carlos López Moreira, Ex Kanzlerin Leila Rachid und Ex Zentralbank Präsident Germán Rojas anwesend.

Die Europäische Union unterstützte immer die Regierung von Federico Franco und jetzt auch die von Cartes, trotz Pause im Mercosur, wo Paraguay wieder Mitglied werden soll.

Diese Entscheidung brachte eine leichte Opposition der deutschen Linken mit sich, welche jedoch keinen Einfluss darauf hatte.

Deutschland und Frankreich, die in diesem Fall die Führung innerhalb der EU übernahmen gaben Paraguays Regierung ständig ihre Unterstützung.

(Wochenblatt / Abc / Facebook HC)

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22 Kommentare zu “Horacio Cartes liebäugelt mit der Europäischen Union

  1. Macht denn die Welt nicht die Augen auf (oder die europäische Union)? Wird die Not, in der sich das paraguayische Volk befindet, angeschaut? Oder werden nur weitere zum Himmel schreiende Exportwege gefunden, wo weitere paraguayische Kleinbauern ihr Land verlieren? Wie kann man in der Politik schweigen und weiter Geld hin und her schieben, ohne an die Leidenden im eigenen Land zu denken? Wo ist denn bei Politikern das Gewissen? Aber vielleicht verstehe ich ja zu wenig von Politik! Ich bitte jeden einzelnen Europäer, die wahre Not in Paraguay anzuschauen, die durch Sojabarone und ilegale Grossgrundbesitzerei ausgelöst wird. Schaut nicht weg!

    1. Wo lebst Du denn??? Wer in PY arbeiten will hat Arbeit!!! Leider hat ein großer Prozentsatz „Arbeitsallergie“!! Kein Kleinbauer verliert sein Land, er verkauft es, hat es ja mal vom Staat geschenkt bekommen mit der Maßgabe es zu bewirtschaften!!! Wo wäre PY ohne -wie Du sagst- „Großgrundbesitzer“ und ohne Leute mit Kapital, die was bewegen??? Arme Leute (wegen Krankheit, Alter ectr.) gibt es in jedem Land, auch in Deutschland. Vom Anbau von Manjok und Krautköpfen kann kein Land überleben. Wir leben im 21.Jahrh. und brauchen den Handelsaustausch mit anderen Kontinenten, nicht nur mit Mercosur!!

  2. Die westliche Welt muss nicht nur blind , sondern auch taub sein .Wie können die westlichen Länder die laut himmelschreiende Korruption in Paraguay ignorieren ?????? Recht bekommt nur wer einen gefüllten Geldbeutel hat.Richter sprechen „Recht “ dem zu , wer das bessere Schmiergeld zahlt und Anwälte verscherbeln Informationen und Belwege „Ihrer “ Klienten an den Gegner !!!!

  3. Das ist alles eine verdammte Sauerrei. In 30 Jahren ist so viel Wald verschwunden für Großanbauflächen. Man möchte nur dasitzen tagelang und heulen vor Wut. Und wohin fließt das Geld. Für jeden gerodeten Baum müssen Ersatzbäume gepflanzt werden. Ja ja nach mir die Sündflut Hauptsache ich habe mein Geld in Miami sicher außer Landes gebracht…..und nun dieses Scharwenzel mit der EU. Na klar ein schöner Abend mit paraguayscher Musik und man hat die verbalen Zusagen.

  4. Wen ein zukünftiger President verurteilt wird,bevor er sein Amt angetreten hat,nennt man das VORURTEIL.
    Google Maps hat die möglichkeit,den Waldbestand abzuschätzen. Also,trankilo

    1. Dazu brauche man kein Google.Choré war dicht bewaldet, heute nur Kahlflächen wo sich die Wolkenbrüche ihre Gräben ziehen. In Itapua der selbe Mist!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Zeige mir ein paraguayschen Politiker der eine reine Weste hat in hohen Ämtern. Bislang vergebens.
      Möge ich diesmal Unrecht haben.Es wäre zu wünschen.

    2. Wenn ein zukünftiger Präsident verurteilt worden wäre, nennt man das Vorbestraft. Die Präsidentschaft gibt ihm nun noch Immunität.

      http://radiotvnuevoparaguay.com/wikityky/escandalo-salen-a-luz-documentos-cartes-afara-una-dupla-con-negros-antecedentes-judiciales

      LG

        1. Ja? Eine Vervorverurteilung also. 😉

          Hast Du dir meinen eingestellten Link einmal angesehen? Meinst Du das Cartes jetzt zum Engel wird oder der knallharte Geschäftsmann bleibt und die Interessen seiner Clique weiter verfolgt mit allen Mitteln? Du siehst das Kommentierte als Vorurteil. Verstehe ich nicht. Für mich ist das eine Beurteilung.

          LG

          1. OK nennen wir das eine Beurteilung VOR dem Amtsantritt.
            Das heisst dan wenigstens anders.

  5. dr vetter vom kroszipfel hat fast zu 100% recht…die wenigsten wissen wie die situation ist in paraguay im bezug der kleinbauern.und der was tut und bewirkt hier wird noch angeprangert..es scheint so das viele von drueben sich absolut links outen … logisch sinds hart ausgedrueckt versager!!! schade

    1. Der Campesino im Vergleich zu Bangladesch ist ein König. Dort leben auf ein km2 1082 Menschen. Fläche insgesamt 147000km2 mit 160 Millionen Einwohner. Vor 40 Jahren waren es noch 75 Millionen.
      Ein großes Problem bei den Campesinos in Paraguay sind die Darmparasiten und eine ausreichende ärztliche Versorgung. Die Puestos de salud sind unzureichend mit Medikamenten versorgt ganz zu schweigen mit medizinischer Betreuung.
      Auch wenn ich hier manchmal mich hermache, über die korrupten paraguayischen Politiker ist es für einen arbeitsamen Campesinos nicht schwer sich zu versorgen mit Nahrungsmitteln. Natürlich könnte hier viel mehr getan werden. Allerdings haben sich einige Campesinoführer dazu aufgeschwungen sogenannte “ falsche Landlose“ aufzuhetzen unter verlogenen Umständen.

      In keinem Lande der Welt war eine staatliche Landreform
      mit rigoroser Enteignung erfolgreich. In Peru hat das über 75.000 Menschenleben gekostet.
      Gehen wir weit zurück in die Geschichte in Russland über 10 Millionen Hungertote in China über 20 Millionen.

    2. Versager? Wer sich nicht duckt und den Reichen nach dem Mund redet ist in deinen Augen ein Versager. – Nunja, Radfahrer sind auch Menschen, nach Oben buckeln und nach Unten treten.
      Dieser Recht – Links – Unsinn ist wirklich furchtbar. Es gibt nur Arm – Reich. Lugo war „links“ und wollte zu den „Rechten“ in die Regierung. Es geht um Macht und Reichtum. Und viele, die hier einen auf „Gutmensch“ machen, sind doch finanziell so gut bestückt, dass sie über die Welt fabulieren können.

  6. Klar gibt es viel zu tun in unseren Paraguay und nicht alles ist schön und edel,aber wo gibt es den sonst so ein Paradies nirgens auf der Welt.
    Wenn Herr Cartes Gespräche führen will mit der EU so ist das auf jeden Fall zu begrüßen und jedes Handels Abkommen ist ein Schritt in mehr Wohlstand auch für die kleinen Leute.Klar füllen sich Bonzen noch mehr ihre Taschen aber es fällt immer was ab ,weil es garnicht anders geht.In Campo 9 ist eine Schule die von Deutschland unterstützt wird,der Abschluß dort ist International Anerkannt. So geht es Schritt für Schritt weiter aber dazu gehören nun mal Gespräche die Herr Cartes sucht.
    Das Einzigste was ich möchte ist das Herr Cartes und Paraguay sich nicht abhängig von irgent eines Bündnisses machen und die Freiheit die Paraguay ausmacht erhalten bleibt.

    1. Das ich nicht lache, entschuldige bitte, aber International anerkannt? Deutschland erkennt nicht einmal Abschlüsse an, die in einem anderen Bundesland getätigt wurden.

  7. @Roni, komm mal nach ITAPUA und schau Dir die armen Campesinos an.
    Wenn nachher noch so ein M… schreibst wie oben so hast halt nichts gelernt und die Reise war um sonst.

  8. Wenn ich auch für kurze Zeit glaubte, dass Cartes vielleicht doch etwas im Positiven verändern wollte, so bin ich schnell auf dem Boden der Realität zurück gekehrt. Jeden Tag Meldungen, die mehr und mehr erschrecken. Jetzt liebäugelt Cartes mit der Europäischen Union. Scheint auch wieder ein lukratives Geschäft dahinter zu stecken. Was ist die Europäische Union? Ein Verein, der die Autonomie der einzelnen Staaten aufhebt ( zerstört). Gesetze werden nur noch in Brüssel gemacht.
    Nutznießer solcher Gebilde, sind immer nur die Politiker und der brave Bürger zahlt das Vergnügen, oder glaubt Jemand, dass Politiker wirklich arbeiten wollen?
    Wer immer noch denkt, dass es den Politikern, um das Wohl eines Landes und seinen Bürgern geht, der kann auch weiter vom Weihnachtsmann träumen.
    Wobei der Weihnachtsmann noch eine positive Erinnerung weckt!
    Es gibt so einen schönen Satz, den ich einmal gelesen habe.
    Politiker sind wie Tauben, wenn sie unten sind, fressen sie dir aus der Hand, sind sie aber oben, schei… sie dir auf den Kopf!
    Das wird leider immer so bleiben!!

  9. damit Herr Cartes eine Ahnung davon bekommt mit wem er sich einlässt, wenn er mit der EU „liebäugelt“ und weas das für ein System ist hier ein interessanter Link:
    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/tag/eu-abgeordnete/
    Wer hier der Meinung ist, jedes Handelsabkommen sei ein Schritt zu mehr Wohlstand, der kann sich mit den Thema: „Handelsabkommen“ (hier vor allem GATT) noch nicht beschäftigt haben, sonst wüsste er, wem diese Abkommen vor allem nutzen. Einzig das Dritte Reich hat ein Austauschsystem als Basis für Handelsabkommen angewendet, das zum gegenseitigen Nutzen war. Deshalb hat Her Churchill 1938 gesagt: „Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte.“

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