Hubschrauber und Diskotheken an der Costanera

Asunción: Die Stadtverwaltung möchte das nüchterne Erscheinungsbild der Küstenstraße auffrischen in Verbindung mit neuen Einnahmequellen. Ein Projekt sieht vor 75 bis 80 ha Land in einer öffentlich-privaten Allianz Geschäftsleuten anbieten, Hubschrauberlandeplätze, Hotels, Wohnungen, Restaurants und Diskotheken da zu errichten.

Angehörige der Stadtverwaltung messen derzeit das Gelände aus, welches zur Verfügung gestellt werden kann. Im August spätestens können wir den ersten Teilabschnitt von 4,21 km zur Teilbebauung anbieten.

Stadtratsmitglied Hugo Ramírez meint, „dass dieses Projekt die Zone verschönert. Personen, die derzeit gewisse Teile bewohnen werden nicht verjagt sondern gehen zufrieden und glücklich“.

Diese Planung ist jedoch für die ganze Länge der Costanera gedacht nicht nur für den ersten Abschnitt. Insgesamt sind es drei Teilabschnitte die weit über 15 km Straße entstehen lassen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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7 Kommentare zu “Hubschrauber und Diskotheken an der Costanera

  1. Hubschrauberlandeplätze finde ich gut. Zumalen es ja sehr viele von den fliegenden Kisten in Asuncion und Umgebung gibt! Zum Glück haben wir noch Stadträte die voraus denken und Visionen haben. Da viele Strassen in einem erbärmlichen Zustand sind, ist diese Überlegung unserer Stadtväter sicher richtig!

  2. Was immer die Stadt Asuncion auf diesem Gelände machen werden, der Verkauf oder die Verpachtung des Geländes wird auf jeden Fall dringend benötigtes Geld in die Stadtkasse spülen. Sicher wird da auch etwas für die Reparatur von Straßen übrig bleiben. Problematisch ist allerdings die immer größer werdende Immobilienblase, denn wie man liest sollen dort auch wieder Wohn- und Geschäftshäuser sowie Hotels gebaut werden. Mit jeder neu errichteten Immobilie aber wird das Risiko eines brutalen Crashs wahrscheinlicher. Der Verkauf einer Immobilie zu einem annehmbaren Preis wird noch weiter erschwert.

    1. Hallo @Asuncion45,
      warum sprichst Du von einer Immobilienblase?

      Soweit ich das beurteilen kann, kann sich so was in Paraguay nicht bilden da hinter einer „Blase“ zu bedienende Kredite stehen. Versuche einmal in Paraguay einen Kredit zum Hauskauf oder zum Bauen zu bekommen. Allein der Zinssatz ist schon nicht bezahlbar einmal ganz davon abgesehen das man Sicherheiten benötigt die das Darlehen schon gut abdecken. Mit Beziehungen verbessern sich möglicherweise die Konditionen aber auch so wird es nicht zu einer mit Spanien vergleichbaren Blase kommen. In Spanien hat jeder der schreiben konnte einen Kredit zum Wohnungskauf bekommen. 300000€ für eine 70m2 Wohnung waren keine Seltenheit. So was platzt halt!

      In Paraguay aber wird vorhandenes Geld investiert und kein frisch geschöpftes. Wenn die Investition nicht verkäuflich ist oder nicht verpachtet werden kann, platzt nichts. Man könnte höchstens sprengen und was anderes versuchen.

      LG

        1. Ja Jochen, der Satz hat Tiefe. Ein toller Satz. Ein universeller Satz der jedem Standpunkt gerecht wird. Ein Satz, der auf Banken, Parlamente oder auch das Haus der Schwiegereltern zur Geltung kommen kann. Ein Satz, der auf Deutschland, Vietnam, Irak, Afghanistan usw. bezogen, seine volle Kraft entfaltet. Ein Satz, der Wünsche und Träume nährt und die Welt verändert. Der Satz der Sätze auf das jetzige System angewandt… 😉

          Schönen Samstag noch.

          LG

      1. Auch in Paraguay sind schon Inmobilienblasen geplatzt. Nach dem zig paraguayische Banken vor etwas ueber 10 Jahren schliessen mussten und kein Zugang auf Bankeinlagen moeglich waren, fielen die Inmobilienpreise teilweise auf weniger als die Haelfte.
        Als in Argentinien der Zugang zu den Bankguthaben stark eingeschraenkt war und selbst Kreditkartenschulden nicht mit Guthaben bei der gleichen Bank sondern nur mit Bargeld beglichen werden konnten, gab es schon fuer US$ 10.000.– Wohnungen in Buenos Aires.

      2. Eine Blase hat etwas mit Erwartungshaltungen, Wertentwicklungen und Gier zutun und nichts mit Kredite. Kreditfinanzierte Blasen wachsen nur schneller durch den Zinsdruck, aber die einen wie die anderen Blasen platzen, wenn weniger Käufer gefunden werden, als die Erwartung aller Marktteilnehme gehofft hat.
        Der erste der dann weniger verlangt um es los zu werden, kann den Stein ins Rollen bringen. Der Zinsdruck kann im übrigen auch aus allen anderen Formen der Kredite kommen. Vielleicht ist die Immobilie ohne Zins entstanden, aber auch dieses Geld kann wie bei den Gebäuden rund um das Sheraton von Ausländern und deren ausländischen Kediten entstehen. Oder auch der Paraguayer der zwar dann ohne Kedit gebaut hat, aber sein Auto geleast, sein Bett per Mietkauf erworben und selbst für das Handy raten bezahlt.

        Die Immobilienpreise in Paraguay sind genauso ein Phantasie, eine Wunschvorstellung die auf zu erwartenden Prognosen für ein zukünftiges Wachstum beruhen. Treffen diese Erwartungen nicht ein – und das werden sie – dann wird die Immobilienblase auch in PY platzen.

        Im übrigen ist alles Geld ein Schuldgeld und es entsteht durch Kredite. Als muß man nicht selbst Kredite machen, sondern nur das Zahlungsmittel „Fiatmoney“ benutzen um durch Blasen bedroht zu sein. So seltsam es sich anhören mag, aber würden alle Schulden bezahlt werden, wäre kein Geld mehr da und alle pleite – dies gilt auch für Paraguay, denn der G$ begründet sich auf noch viel, viel weniger als der USD.

        Der G$ selbst ist die größte Blase in PY…

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