“Ich wurde härter getroffen, als die Tür eines Bordells“

Asunción: Kongresspräsident Silvio Adalberto Ovelar alias “Trato Apu’a“ zauderte nicht, als es um die Erklärung seiner Lage nach der Abwahl Amarillas ging. Seine Entourage beugte sich der Presse.

Von einem so erfahren Politiker wie Silvio Ovelar hatte man sicher einen passenderen Vergleich erwartet, dennoch zog es der Mann aus Coronel Oviedo vor sich mit einer Bordelltür gleichzustellen und zu erklären, dass die Angriffe auf ihn ihn härter trafen als die eines gut besuchten Establishments.

Ovelar wurde bestätigt, “dass die Beweise gegen Dionisio Amarilla nicht ausreichen würden, um ihm illegale Einflussnahme nachweisen zu können“. Aus diesem Grund behielt er seine Meinung bei und kassierte Kritik. Andere teilten seine Meinung, “hatten jedoch Angst von Abc Color massakriert zu werden“, Grund weswegen sie für Amarillas Abwahl stimmten.

“Laut der Ansicht einiger Kollegen“, so verstand es zumindest Ovelar, “wurde Amarilla gefeuert, weil er zu viele gelbe Karten einheimste“.

Was jedoch vollkommen außer Acht gelassen wurde, und dies auch von Kongresspräsident Ovelar, ist, dass dies ein politisches Urteil ist, was neben einem Anklagegrund nicht einer strikten Beweisführung folgt, wie es juristische Prozesse tun.

Wochenblatt / Radio Ñanduti / Beispielbild

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7 Kommentare zu ““Ich wurde härter getroffen, als die Tür eines Bordells“

  1. „Trato Apu’a“ bedeutet in Guarani nach Wictionario „Abgerundeter Deal“ oder „Abgemachter Vertrag bzw Deal“. Der Typ war also bekannt fuer seine Vertragsfreudigkeit und leichte Bestechung. Es war also einfach den Kerl „rumzukriegen“ im Spinnennetz der politischen Deals.
    Andersrum faellt auf dass alle Politiker die „fallen“ der PLRA oder Splitterparteien angehoeren – niemals des Fluegels „Destete“ vom Abdo Teil der ANR; HC wird ja fleissig „beseitigt“.
    Der Verdacht einer „stalinistischen Saeuberung“ kommt mir immer auf und es aehnelt sehr dem Modus Operandi vom „Adolf“ der ja auch auf dem Weg zur Alleinherrschaft alle Opposition aus dem Weg raeumte. Bereitet man den Weg zur Einheitspartei und Oligarchenherrschaft vor? Es hat immer den Beigeschmack danach…

    1. Wo ist das Problem? Alles Korrupte in diesem Moral freien Land gehört in die Wüste geschickt! Ohne zu zaudern und ohne zu zögern. Das ist eine grundsätzliche Frage und betrifft das Fundament eines jeglichen Staates und seiner Bürger. Gerade als Christen müssen wir dazu ein klare Einstellung haben und nicht dazu neigen, etwas zu relativieren, indem man auf eine angebliche „einseitige Kampagne“ gegen PLRA oder sonst wer verweisen. Und gerade der Cartes-Flügel hat in der Vergangenheit zu Genüge sein Verständnis von „Gesetzestreue und Anstand“ bewiesen. Sollte diese Leute etwa ungeschoren davon kommen? In diesem Zusammenhang von „stalinistischen Säuberungen“ mit ca. 50 Mio. Opfern zu argumentieren, ist komplett daneben.

  2. Ich stimme moralisch zu Manni, aber die Christen dazu zu bemühen, halte ich für falsch?
    Schau die die christlichen Parteien in Deutschland an, die haben auch absolut keine Moral, wenns ums Geld geht?

    1. Wer an Märchen glaubt, glaubt auch, daß CDU/CSU christliche Parteien wären, oder zumindest nach christlichen Grundsätzen handeln würde. Das sind durchweg Heuchler und Lügner, genauso wie die vergrünten evangelischen und katholischen Kirchen. Die NEUE IDEOLOGIE & RELIGION ist GRÜN – und hat damit BRAUN abgelöst. Die Mehrheit folgt wie in einem Rausch diesen Gesinnungsfaschisten – und das geht hinein in alle Bevölkerungsschichten incl. den Kirchen.

  3. „Trato Apu’a“ sagen die paraguayer bedeutet umgangssprachlich „runder Preis“, also fuer einen Geldschein gibts schon einen „Deal“.
    Ja das Dilemma das Manni da zu sehen vermeint ist eben das das die Juden keineswegs moralischer und anstaendiger sind als „die Heiden“ oder „Christen“. Nach Pfarrer Jakob Tscharndte wurden ja im Westerwald um 1900 und davor deutsche Bauern mitten im Winter von juedischen Geldhaien (der Jude war damals der einzige Geldverleiher) von ihren Bauernhoefen gejagt mit Hilfe der juedisch kontrollierten Gerichte, usw. Daher haette sich die Wut im „deutschen Volkskoerper“ gesammelt und erlebte einen Ausbruch in den Jahren 1933 bis 1945. Das alles ist ja wahr, nur eben „tastet man damit den Augapfel Gottes an“.
    Daher, wenn die HC Bewegung eine „juedische“ Bewegung ist dann sollte man sehr vorsichtig sein die zu Verfolgen da die Juden, ob es uns gefaellt oder nicht, immer noch durch die goettlichen Garantien in der Bibel, unter den Schutz Gottes stehen – der ja auch der Gott der Christen ist.
    Deswegen, so korrupt die Juden auch sein moegen, wenn man sie verfolgt so bricht der Zorn Gottes auf den Verfolger herab da ja die biblischen Verheissungen immer noch gueltig sind – so sehr die Juden es auch verdient haetten.
    Diese Garantien gibt es fuer Mennoniten oder Christen nicht da die Christen nur „geistliche“ Nutzniesser der geistlichen Segnungen Israels sind – und nicht der weltlichen (Land, Vermehrung des Besitzes, usw).
    Sacharja 2,12 „Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Nachdem die Herrlichkeit [erschienen ist], hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an!“.
    Und wie behuetet man (und auch Gott) seinen Augapfel?
    5. Mose 32,10 „9 Denn das Teil des Herrn ist sein Volk; Jakob ist das Los seines Erbteils.. Er hat ihn (Jaakob) in der Wüste gefunden, in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel,“
    Psalm 17,8 „Behüte mich wie den Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel“
    Sprüche 7,2 „Bewahre meine Gebote, so wirst du leben, und bewahre meine Lehre wie deinen Augapfel!“

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