Im Ausland gescheitert

Asunción: Monat für Monat kehren Paraguayer aus dem Ausland wieder in ihre Heimat zurück, weil sie dort gescheitert sind. Einige mussten schon unter der Brücke schlafen.

Erst letzte Woche, in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, kehrten insgesamt 15 Paraguayer aus Spanien in ihr Heimatland zurück.

Der Minister des Ministeriums für Entwicklung von Rückkehrern und Flüchtlingen aus Paraguay (SEDERREC), Edgar Ruiz, erklärte im Radiosender Capital, dass insgesamt 15 Paraguayer, darunter 12 Erwachsene und 3 Kinder, in ihr Heimatland zurückgekehrt seien.

Viele dieser Ausgewanderten hatten mehr als 5 Jahre Auslandserfahrung in Spanien gesammelt und waren aus beruflichen Gründen dorthin gegangen. Die schwierige Wirtschaftslage und der jetzige Arbeitskräftemangel waren jedoch die Hauptgründe für ihre Rückkehr.

„Es gibt Menschen, die buchstäblich unter einer Brücke leben“, erklärte Ruiz und betonte, dass die Situation einiger seiner Landsleute im europäischen Land sehr heikel sei.

Nach Angaben des Ministeriums SEDERREC wurden von Januar bis heute insgesamt 150 Paraguayer in ihr Heimatland zurückgeführt. Diese Zahlen sind laut Ruiz höher als in den Vorjahren, da in der Vergangenheit 70 Rückkehrer pro Jahr gezählt wurden.

Familienmitglieder von Angehörigen, die im Ausland leben und nach Hause zurückkehren wollen, aber nicht über ausreichende Mittel verfügen, um das Vorhaben in Angriff zu nehmen, können am Sitz der örtlichen Gouverneursregierung ihres Departements vorsprechen und sich dann an das zuständige Büros des Ministeriums für Rückkehrer wenden. Oder die Betroffenen stellen Ihre Anfrage über paraguayische Konsulate oder Botschaften.

Wochenblatt / Radio Capital / ADN Paraguayo

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5 Kommentare zu “Im Ausland gescheitert

  1. Ohh, das ist aber andersrum doch genau so? Die Deutschen kommen her, lassen ihr geld da und gehen wieder zurück nach D. Dort allerdings wieder in die soziale Hängematte…
    Ich finds immer wieder witzig, die Menschen, die es im Hängemattendeutschland nicht schaffen, glauben, es hier schaffen zu können, wo sie in Eigenverantwortung leben müssen?

    1. Da haben vermutlich auch die vielen dusseligen Auswandererendungen, die nur Klamauk wollen, mit Schuld daran. Die filmen solche Vollpfosten, wenn sie herkommen und zahlen denen die Flugkosten.
      Dann ist nach einigen Monaten das Geld alle und die Omma wird geholt, damit man von der Rente leben kann. Irgendwann stirbt dann die Omma oder sie hat die Schnauze voll hier – und dann geht das große Heulen los: Böse Botschaft, weil sie uns kein Geld für Flugticktes so einfach geben wollen…..
      Gerade die „Omma-Methode“ ist wohl sehr beliebt – sehe in großen Supermärkten oft relativ junge Ausländer, die ihre Eltern/Großeltern mitschleifen, damit die blechen.
      Du hast völlig Recht – ist wirklich übel, was alles herkommt.

  2. Also lieber Paraguay als Spanien? Das soll schon was heißen. Das kann man nicht mit deutschen Aus- und Rückwanderern vergleichen, eher mit Paraguayern, die aus ökonomischen Gründen Deutschland verlassen würden weil sie hoffen, in Paraguay besser dran zu sein. So weit ist es noch nicht aber in Spanien evtl. schon…

  3. Was heißt hier Gescheiter!
    Spanien hat eine hohe Arbeitslosigkeit.An Hilfskräften wird zu erst gespart.Kann der Spanier seine Putzfee sich nicht mehr leisten fliegt sie Raus aus die Maus.Dann kommt der Sozialeabstieg.Paraguayern, die aus ökonomischen Gründen Deutschland verlassen würden weil sie hoffen, in Paraguay besser dran zu sein. Noch keinen gesehen,Deutschstämmig ,
    ist genug Geld im Pott sind sie wieder in Paraguay
    Da geht nicht nur in Spanien, auch in Deutschland ganz Fix. auch mit Sozialerhängematte.Es sind genug Menschen Wohnungslos, lenen auf Campingplätzen,sind Obdachlos auf der Straße.Deutsche und Ausländer.Sehe dich doch mal um bei den Taffeln wen sie in Deutschland sind, die platzen aus allen Nähten.

  4. Lass es bleiben, aufgrund der Rezession wurden die Gesetze sehr zugunsten der Arbeitnehmer gestaltet, um die Wirtschaft anzukurbeln, d.h. die meisten Spanier arbeiten mit einem befristeten Arbeitsvertrag. Wie das heute ist, da müsste ich mich nochmal schau machen, wohl eher schlechter als besser als noch vor ein paar Jahren (vor 2008). Das Leben in Spanien teurer, Arbeit so gut wie nicht vorhanden, schon gar nicht für Ausländer, wenn ich da noch richtig habe, dann ist jeder fünfte Jugendliche arbeitslos, da könnte man gerade so gut nach Griechenland auswandern. Der weltweit unter Landsleuten und Einheimischen beliebte deutsche Immobilienhaie gibt es hie wie drüben, ist nicht meine Branche, auch nichts für Paraguayer, kommen eh mit zwei schwarzen Tüten mit ihren sieben Sachen angereist. Was wollen Paragauyer in Spanien, klar viel Geld in Euro verdienen, billige Puffmütter und billiges Pflegepersonal wird in Spanien gesucht. Mit den Fähigkeiten eines Paraguayers bekommst in Spanien ein Job als Heizer bei der Dampfeisenbahngesellschaft, der Madrider Müllverbrennungsanlage oder Produkttester in der Streichholzindustrie, der Arbeitnehmerbedarf in diesen Berufen ist gesättigt. Gut hingegen finde ich, dass mittellose Rückkehrer seitens paraguayschem Staat für eine Zeit lang unterstützt werden.

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