Im Chaco wird kein Guaraní verboten

Filadelfia: Nach einen diskriminierenden Vorfall im Departement Canindeyú melden sich auch Bewohner anderer Zonen zu Wort. Auch wenn im zentralen Chaco nicht der Gebrauch von Guaraní verboten wird, gibt es dennoch hin und wieder einen Disput wegen der Sprache.

Ein betroffenen Bewohner des Chacos sagte: „Manchmal verärgern wir Leute, zum Beispiel in einer Gruppe, wenn wir in Guaraní sprechen, und wir lachen, denn die Mennoniten mögen das nicht. Doch sie dürfen es und in einem Dialekt, der nicht wie Deutsch klingt. Sie sprechen ihn in der Arbeit, im Supermarkt, an der Tankstelle und in der Kirche“.

Der Bürgermeister der Stadt, Holger Berger, sieht das jedoch nicht ganz so engstirnig. „Die Sprachen die hier am meisten gesprochen werden sind Nivacle, Enthlet, Ayoreo, Manjui, Guaraní, Castellano, Deutsch, Plattdeutsch, Portugiesisch und Englisch. Es ist nicht alle perfekt aber man versteht sich“.

Wochenblatt / Extra

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10 Kommentare zu “Im Chaco wird kein Guaraní verboten

  1. (Bezogen auf Deutschbrasilianerin aus dem Departement Canindeyú spricht vielen aus der Seele)
    Nur jene die eine Sprache sprechen (und nicht immer beherrschen) verlangen wie bei Kolonisierung, als erste die Kultur zu vernichten.
    Wie krank muss man sein und eine fremde Sprache zu verbitten, vielleicht ist guaranie Sprache älter als DEUTSCH, Spanisch oder Portugiesisch. „D… D… über alles“.

    1. Was soll Ihr wirklich dummer Schlußsatz mit „Deutschland, Deutschland über alles“?? Die von Ihnen erwähnte Deutschbrasilianerin ist in erster Linie eine Brasilianerin und besitzt auch die brasilianische Staatsangehörigkeit. Warum also hacken Sie hier ausgerechnet auf der Mitabstammung deutscher Vorfahren herum? Alle Paraguayer haben ausländische Wurzeln, von den puren Indigenen abgesehen. Wie lange also wollen Sie diesen Menschen ihre ursprüngliche Abstammung in negativer Weise „vorhalten“? Wollen Sie hier unterschwellig Rassismus oder Fremdenhaß verbreiten? Manchmal wäre es wirklich besser, sein Gehirn einzuschalten, bevor man sich äußert.

      1. „sein Gehirn einzuschalten, bevor man sich äußert.“, schon als „DerEulenspiegel“ Name haben Sie die Visitkarte hinterlassen, SIE HABEN GAR NICHTS VERSTANDEN, „Abstammung in negativer Weise „vorhalten“, ich- nicht der Indigenen, nur die Übermenschen, Grüße

        1. Ihre Antwort ist eindeutig, Ihre Motivation auch. Das hat jeder verstanden. Solche Leute wie Sie, braucht Paraguay dringend! Dann wird sich NIE etwas ändern bzw. verbessern!

  2. Intelligente Menschen sprechen die Sprache der wirtschaftlich stärkeren, um einen Teil von deren Wohlstand abzubekommen. Nur vollpfosten sehen eine Sprache als ihre Identität an.

  3. Manche, die mit Frau, Omi, Hühnern, Smartphones, Bierflasch, Streichhölzl und Kleinkindern sonntags hier vorbei torkeln, verstehe ich auch nicht, was den die für einen Dialekt sprechen.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Es ist schon so was der Buergermeister da sagt.
    Die am besten funktionierende Toleranz gibt es im Chaco.
    Niemand stoert sich dran nach wes Zunge jemand redet. Alles wechselt automatisch in einer Sprache ueber die der Gegenueber auch versteht. Paraguayer haben manchmal die Angewohnheit wenn sie frisch von Ostparaguay kommen, in Leitkultur-Allueren des „Guarani, Guarani ueber alles“ zu verfallen. Nur wenn sie dann ignoriert werden so verfliegt das Gehabe auch bald. Meist wird dieses Gehabe vom Radiosender Pai Puku von 25 Leguas angestachelt der die Befreiungstheologie der Katholen vertritt und definitiv ANTIFA und commie linksgerichtet ist. Pai Puku ist ein Radiosender der Katholischen Kirche – betreffs geistlichem hoert man da nichts mehr als das obligatorische „Santa Maria“. Dieser Sender ist der PLRA und der Linken nahe – wie auch die Katholische Kirche heute.
    Hoert die Hatz einmal auf so normalisiert sich das auch sehr schnell.
    Mennoniten haben traditionell nicht ein Imperialistisches Gehabe. Brasilianer sind immer imperialistisch gesonnen genauso wie Argentinier und Uruguayer die immer hochnaesig sind.
    In Paraguay duerfte es in etwa eine der gesuendesten multi kulti Toleranz geben weltweit. Nur Brasilianer stoeren das Gleichgewicht und ganz arme analphabetische Paraguayer die nur Guarani wollen und eben mit dem Kommunismus liebaeugeln. Also die ganz Reichen und die ganz Armen weisen Tendenzen auf andere unter ihre moechtegern Leitkultur gewaltsam zu bringen und zu unterjochen.
    Portuguisisch ist nicht eine besonders schoene Sprache – von Guarani ganz zu schweigen die von den meisten Leuten weltweit wohl als „unschoen anzuhoeren“ empfunden wird.
    Jeder redet im Chaco wie sein Schnabel gewachsen ist und niemand stoert sich generell dran dass er es nicht versteht. Wenn sie dann in einer fremden Zunge was kriminelles planen, so ist das schon nur ihre Sache und nicht der Beistehenden die nichts verstanden haben. Lass die Leute doch in ihrer Sprache reden.
    Ich hab in Asuncion aber schon mal einen Italiener sehr verspottet gesehen der Zuhause Italienisch sprach und paraguayer zu besuch hatte. Man verspottete ihr oeffentlich. Aber eben das war Asuncion und das waren wohl Leute der High Society. Italiener in Asuncion ist allerdings meist auch gleichbedeutend mit „Ableger der Cosa Nostra, Ndrangheta oder Camorra“. Wahrscheinlich wollten sie ne Drogenkonkurrenz verdraengen.
    Arabisch wuerde ich allerdings nicht gerne hoeren denn das ist gleichzusetzen mit Islam und nochmals Muselmann und schleichende Zwangsislamisierung.
    Die Befreiungstheologie der Katholischen Kirche die ab dem Vatikan 2 bindende Weisung ist, ist allerdings antibiblisch.
    Der Arme darf nicht beguenstigt werden (und dem Reichen was weggenommen werden) nur weil er arm ist.
    2. Mose 23,3 „Du sollst auch den Armen nicht begünstigen in seinem Rechtsstreit.“
    Die Befreiungstheologie basiert sich darauf dass der Reiche bestohlen werden darf weil der Arme arm ist (und vom Reichen arm gehalten wird). Das ist antibiblisch.
    Genauso antibiblisch ist aber auch dieses:
    2. Mose 23,6 „Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seinem Rechtsstreit.“
    Und genau weil dieses in 2. Mose 23 V 6 nicht eingehalten wurde entstand der Kommunismus und auch die Befreiungstheologie. Fuehrende Kommunisten aus der ex DDR sagten in einem Vortrag bei Rosa Luxemburg, dass „der Kommunismus nur entstand wegen dem Scheitern des Kapitalismus“. Waeren die Mennoniten in Russland gerecht gewesen und der Zar auch, haette es eventuell nie einen Kommunismus gegeben.
    5. Mose 15,7 „Wenn aber ein Armer bei dir ist, irgendeiner deiner Brüder in einem deiner Tore in deinem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten noch deine Hand vor deinem armen Bruder verschließen;…“

    5. Mose 15,9 „Hüte dich, daß kein Belialsrat in deinem Herzen ist und du nicht denkst: »Das siebte Jahr, das Erlaßjahr, naht!«, und du deinen armen Bruder mißgünstig ansiehst und ihm nichts gibst; sonst würde er deinetwegen zum Herrn schreien, und es wäre eine Sünde für dich;…“

    5. Mose 15,11 „Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden; darum gebiete ich dir: Tue deine Hand weit auf für deinen Bruder, für den Elenden und den Armen bei dir in deinem Land!“
    Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden… wie bezeichnend. Das muesste man der UNO sagen.

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