Im Jahr 2040 wird der Patiño Aquifer nicht mehr ausreichend Grundwasser liefern

Asunción: Im Jahr 2040 könnte die paraguayische Bevölkerung, die durch den Patiño Aquifer versorgt wird, ohne der lebenswichtige Flüssigkeit auskommen müssen.

Auch in 25% der untersuchten Wasserproben wurden hohe Nitratgehalte festgestellt.

Der Patiño Aquifer ist eine Grundwasserquelle im Dreieck von Asunción, Limpio und Paraguarí. Es versorgt mehr als 1.500.000 paraguayische Bürger aus großen Städten wie San Lorenzo, Fernando de la Mora, Elisa, Limpio, Areguá, Luque, Capiatá, Itá, Itauguá und anderen bis Paraguarí mit der lebenswichtigen Flüssigkeit.

„Im Laufe der Jahre wächst die Bevölkerung. Bis 2040 wird der Patiño Aquifer die Nachfrage der Bevölkerung, die sein Grundwasser in dem Einflussbereich nutzt, nicht mehr decken können. Zu dieser Zeit dürften es etwa drei Millionen Menschen oder mehr sein, die von dem Grundwasserspeicher abhängen“, warnte der Ingenieur David Fariña, von der Abteilung für Wasserressourcen des Umweltministeriums, basierend auf einer fast zweijährigen Projektstudie mit dem Titel “Studie der Wasserressourcen und klimatische Verwundbarkeit des Patiño Aquifer“.

Fariña erklärte, der einzige Weg, “die Situation zu retten“, sei, kurzfristig mit der Errichtung anderer Versorgungsquellen zu beginnen, zum Beispiel an der Wasseroberfläche: Flüsse, Bäche, Seen und weitere

Der Patiño Aquifer weist einen hohen Nitratgehalt (NO3) auf, der über dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Trinkbarkeit von Wasser festgelegten Wert liegt, und kann die Gesundheit der Bevölkerung beeinträchtigen, die das Wasser konsumiert.

Die zulässige Nitratgrenze pro Liter Wasser liegt bei 45 Milligramm, während die von den Experten untersuchten Proben zeigten, dass “sie über den zulässigen Grenzwerten liegen“, erklärte Fariña, berichtete jedoch nicht, wie viel diese Grenzwerte überschritten wurden. „Von 100 Bohrungen wurden Proben genommen und in 25 von ihnen hat man Nitrate gefunden“, erklärte er.

Der Abgeordnete Rodolfo Friedmann erklärte am Freitag, dass die Verschmutzung des Grundwasserleiters “besorgniserregend“ sei.

Er wies die Energie- und Umweltkommission des Senats an, den Bericht des Umweltministeriums über die kürzlich durchgeführte Studie anzufordern und sofort eingehend zu prüfen, die alarmierenden Ergebnisse liefert. Der Umweltminister Ariel Oviedo sagte, das Dokument werde zusammen mit einem Team von der Direktion für Hydrologie in Kürze vorgelegt.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Im Jahr 2040 wird der Patiño Aquifer nicht mehr ausreichend Grundwasser liefern

  1. Wenn die zulässige Nitratgrenze pro Liter Wasser von 45 Milligramm überschritten wird (D/Ö: 50 mg/l, CH: 25 mg/l) und es dadurch vermehrt zu Darmkrebs kommt, dann werden im Jahre 2040 wahrscheinlich nur 3 anstatt drei Millionen Menschen in der Gegend nach Streichhölzern, um ihren Müll anzuzünden, betteln.

  2. Als ob es Friedmann „besorgniserregend“ findet, dass der Aquifer verschmutzt ist. Dem interessiert doch nur, dass die Goldvorkommen in Paso Yobai nicht versagen.

    Nitrat ist an sich ein völlig unbedenklicher Stoff – 1 kg Salat enthält zwischen 1000 und 4000 mg Nitrat.
    Nitrat ist für Säuglinge unter 6 Monate problematisch, da es im Magen noch nicht ein bestimmtes Enzym entwickelt hat, der das im Magen reduzierte Nitrit nicht abbauen kann. Nitrit is toxisch. Der Nitrat-Grenzwert lag in Deutschland bis in die 80er Jahre sogar bei 90 mg/l.

    Dennoch ist auf jeden Fall Vorsorge zu leisten und das geht nur mit dem flächendeckenden Bau von Kanalisation. Sollte es im Bereich von Yaguaron/Pirayu/Ita/Paraguari viel Düngung in der Landwirtschaft geben, muss auch hier eingegriffen werden.

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