“In Paraguay wird nicht zur Arbeit erzogen“

Horqueta: Ein Kleinbauer aus Tacuati, Departement San Pedro, unterhielt sich mit einem Mennoniten. Es war ein ehemaliger Nachbar, der die paraguayische Bildung kritisierte, sodass nur Helden verherrlicht würden und die Kinder nicht zur Arbeit erzogen werden.

Jorge Martinez Britez besitzt etwa 10 Hektar Land in Tacuati Poty. Er führte vor einem Jahr mit einem Mennoniten ein Gespräch, kann sich aber an den Namen nicht mehr erinnern. Dieser erklärte Britez, dass in ihrer Gemeinschaft die Kinder erzogen würden und ab 12 Jahren arbeiten müssten, im Einklang mit einem Bildungssystem, das im Laufe der Jahre immer mehr intensiviert werde.

Der Mennonit fuhr fort, die paraguayische Lehre in der Geschichte des Landes beschränke sich auf nationale Helden, andere Themen wie Wissenschaft oder Mathematik müssten aber mehr unterrichtet werden. Nur so könnten junge Landwirte wissen, wie eine bessere ländliche Entwicklung möglich wäre.

Britez war überrascht über die Aussagen, erklärte aber, dass dies die Wahrheit sei, denn die Mennoniten überträfen die einheimische Produktion und Vermarktung bei Weitem.

Quelle: ABC Color

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13 Kommentare zu ““In Paraguay wird nicht zur Arbeit erzogen“

  1. THEMA IGNORANZ! Genau das ist das Grundübel in dieser Kultur & Gesellschaft. Die Paraguayos wissen das alle selbst, doch sie tun nichts dagegen, weil sie nicht wollen. So jedenfalls wird eine Gesellschaft niemals voran kommen und immer den anderen hinterher hinken. Doch wenn sie dabei glücklich und zufrieden sind und denen die mehr haben nicht neidisch sind, sollen sie eben so bleiben. Darüber sollten wir uns nicht mehr weiters aufregen. Denn einem störrischen Esel ist nicht bei zu kommen. Jedem das seine, solange sie uns Schaffensfreudigen nichts weg nehmen wollen!

  2. Eine Frage an die hier aktiven Kommentatoren: Welche Werte werden überhaupt in Paraguay den Kinder und Jugendlichen vermittelt? Sowohl im Elternhaus, als auch in den Schulen und Universitäten.

    1. Rationale Ignoranz nennt man das was gelernt wird und passt ausgezeichnet zu Paraguay. Anders wird man in dem Land sonst nicht glücklich. Das muß man verstehen, sonst läuft man al zu leicht Gefahr diese Menschen falsch zu beurteilen, wenn man sich schon das Recht herausnimmt über andere zu urteilen oder andere zu beurteilen.
      Und was @Christian da schreibt, habe ich genauso auch beobachtet. Die Familien brechen auseinander, wenn’s dann aber dicke kommt schließt man sich wieder zusammen und wenn die Gefahr gebannt ist geht’s weiter im alten Trott des Konsumwahns.

    2. Da wäre z.b: Respekt-Pünktlichkeit-Disziplin-Ordnung-Konzentration-Sanftmut.
      Private TT-Schule Repatriación-100 Kids!
      All das lernen die Kid´s natürlich nur wenn man als Weltverbesserer die Sache mal selbst in die Hand nimmt und nicht darauf wartet das die weniger Gebildeten dies tun.
      Denn es heißt: Lasst die Kindlein zu mir kommen…In diesem Sinne!

      Grüße

    3. Ist die Frage ehrlich gemeint?

      Patriotismus – das Singen der National ist Pflicht und wird viel geübt; vom Kindergarten an.

      Verehrung von Helden – Helden des Krieges, genauso wie Fußball oder Sänger. Die kommen gleich nach Gott.

      Respekt vor der Oberschicht – Paraguayer kennen ihren Platz im Leben von Klein auf.

      Reich wird man durch „gute Freunde“ und „Schlauheit“, nicht durch Arbeit – sie verstehen genau, daß die Politik mit ihrer Freunderlwirtschaft eine ganze Familie nach oben spülen kann. Deswegen ist ihnen Politik extrem wichtig; viele haben zur Sicherheit gleich beide Parteibücher.

      Der Wert der Familie geht über alles – Paraguayer verstehen genau den Unterschied zwischen Familie, und dem Rest der Welt. Ein Freund, wie wir ihn kennen aus Europa existiert hier nicht. Auch als bester „amigo“ wirst du selbst gegen den ungeliebtesten, verbrecherischten Großcousin 4.Grades immer das Nachsehen haben. Der Familie wird gehorsam geschuldet, Geld überwiesen und in jeder Beziehung Unterstützung gewährt. Bedingungslos. Im Falle von schweren Krankheiten, kann das ganze Großfamilien in den Ruin treiben, weil es wird niemand aufgegeben. Selbst wenn sich alle verschulden müssen.

  3. Hallo Manni, also was ich bislnag in 11 Jahren an Entwicklung verfolgen konnte, scheinen die familiären Werte von früher stark zu verfallen. Die Kinder sind nicht mehr gewillt, die Eltern zu unterstützen, sie neigen eher dazu sich dem Konsum und den social Networks zu widmen. Ich erlebe immer öfter dass die Kinder die Familie nicht mehr für wertvoll empfinden und zunehmen sozial isoliert werden durch falche Werte? Ich bedanke mich dafür bei den USA, welche genau diese Werte vermittelt haben.

  4. Ich denke diese Erscheinung des Werteverfalls ist eher ein problem weltweit,von den propheten vorhergesagt,was in der letzten zeit kommen wird.

  5. Ich finde dieser Mann hat 100% recht. Ich erlebe die Paraguayer, mit denen ich Kontakt habe – Handwerker, Bekannte, Unterwegs – dass sie nicht einmal die Grundrechenarten können. Eine Raiz ist dann schon höhere Baumschule, denn Bäume werden dank ihrer Wurzel nicht vom Wind umgeblasen und können mit den Wurzeln den ganzen Tag Terere trinken.
    Ein Erklärungsversuch um Zusammenhang zwischen Wurzeln, Potenzieren- und Logarithmieren führt nur zu großem Unverständnis, warum man so einen Scheiss überhaupt wissen sollte. Es muss scheitern, also ja nie halb erwachsenen bis 40-jährigen Kindern mit sowas Abartigem kommen! Schon gar nicht versuchen über Infinitesimalrechnung zu denken, geschweige denn zu reden.
    Ich wette, kein einziger Albanil (Maurer) hier weiß den Unterschied zwischen einer drei- und einer viereckigen Mauer. Vielleicht nachdem er beide errichtet hat und den Unterschied sieht? Naja, ist ja auch höhere Goniometrie.
    Geschichte? Ja, doch Castellano stammt vom Italienischen ab, da wo die Italiener Cäsar und Cicero wohnten. Keine Ahnung, warum die englische Sprache mit sehr wenigen Wörtern lateinischer Abstammung behaftet ist und sich fast wie Aleman anhört. Dann sprechen sie in Schwizzerland auch noch Englisch, wahnsinn!
    Nein, außer Paraguay, Paraguay, Paraguaya, null Ahnung von Geografie oder Geschichte. Die haben aber wirklich null, null, null Ahnung von geschichtlichen Größen wie grundlegende Kulturen wie Griechen, Römer, Aufklärung, parlamentarische Monarchie in England, Franz.- und Industrielle Revolution, Besiedelung USA/Kanada, die zwei Weltkriege uvm. was nun einfach verm. 98% der Schwizzerländer ein Begriff sein sollte (Was auch Grundlage ihrer Kultur ist !!!). Nicht mal warum Südamerika zu Unabhängigkeit kam (1823 durch Verlegung der Hauptstadt Portugals nach Brasilien, wegen dem Napoleon).
    Verherrlichen ausgerechnet diesen Francisco Lopez, Sohn des Antonio, der das Land zugrunde richtete.
    Und die Erziehung beschränkt sich – jedenfalls in meinem Barrio – den Kindern schon von kleinauf zu zeigen, dass man Müll verbrennt – auch wenn die Müllabfuhr vorbeikommt – freitags sich mit Bier eindeckt und zu Kindergartenmusik bis Sonntag nachts feiert (bis man wohl umfällt, unter der Woche tun sie so, als ob sie arbeiten gehen würden, dabei sitzen sie unter dem Mango, evtl. muss die Frau etwas arbeiten gehen). Was soll aus diesen Kindern werden, wenn sie erwachsen sind?
    (Anmerkung von mir. 1) Ja, ich habe noch vertieftere Kenntnisse von Mathematik und Geisteswissenschaften als oben aufgeführt, die ich aber leider schon wieder vergessen habe. 2) Nein, ich habe nicht geschrieben um mich selbst zu loben, sondern einzig weil es Tatsache ist. 3) Nein, ich fliege weder morgen noch übermorgen nach Schwizzerland zurück. 4) Meine Aussagen treffen keinesfalls auf alle Paraguayer zu und soll keine Vorverurteilung eines ganzen Volkes sein, es ist ja auch nichts böses daran in Mathe, Geo, Geschichte etc keine Leuchte zu sein, trotzdem ist an jedem Posting ein Fünkchen Wahrheit dran.)

    1. Der sympathische Mann auf dem Foto wird diese Werte ja dann seinen Kindern weitergeben, oder? Oder den Enkeln? Ich hoffe es zumindest!

    2. Hier braucht das niemand zu streiten, das dass Bildungssystem grotten schlecht ist.Die Berufsausbildung so fern es sie je gab noch schlechter ist! Was die Dualeausbildung bringt muss man erst mal sehen bei den Verhältnissen.
      Die Leute man so nehmen wie sind , sie werden auch nicht anders werden. Jedes Volk hat seine Macken, die deutsche Volk auch. Die Familie zahlt hier mehr,auch wenn sich westliche Unsitten einscheichen, stehen sie doch zusammen und halten zusammen.Da kann sich mancher Landsmann mit seiner Verwandschaft eine Scheibe abschneiden.
      Harte Mennoniten sind sehr schwer mit normalen Bürgern zu vergleichen. Viele Mädchen haben oft nur die 6.Klasse, was als ausreichend betrachtet wird und heiraten sehr Früh.Die die Jungs haben oft nur eine Klasse mehr.Ausnahmen soll es auch von der Regel geben.Alles andere wird von Papa weiter gegeben.
      Ganz einfaches System wenn ab 12.Jahren gearbeitet wird und die Mädchen früh heiraten, so kömmen sie nicht auf dumme gedanken und weichen ab vom Glauben,Betten und Arbeiten!
      Der Kleinbauer aus Tacuati wird sich auch sagen für was sich Plagen wenn zu leben reicht!.Mit den Land komme ich Runden. Die Denkweise ist weit verbreitet!

    3. Hallo Philipp und Wolfgang, dank euch für eure Antworten.
      Ja, ich wollte auch nicht das ganze Volk in einen Topf werfen. Es geht mir eher um die Mehrheit. Sie verbringen mit 4 Stunden – inkl. Pausen – täglich einfach zu wenig Zeit in der Schule. Dann kommen fast drei Monate Sommerferien hinzu. Wenn sie morgens zur Schule gehen haben sie nachmittags frei (und umgekehrt). Das ist zu wenig! Und man spürt und erkennt es an jeder Ecke.
      Nebst der Sprache Guarani zu lernen lernen sie für ihre Militärparaden. Ich finde Kultur ja gut, aber die Paraguay’sche Kultur besteht nicht nur aus Indianerkultur. Haben sie etwa schon vergessen, dass die hispaniolischen-Verbrecher, die abhauen mussten, auch einen kulturellen Einfluss der europäischen Kultur erlebt und mitgebracht haben?
      Wir wissen alle, dass die ganze Misere auch mit jahrelangen Diktaturen und Korruption und daraus resultierendem Nichtvorhandensein von Gelder für die Kinder bzw. Bildung einhergeht.
      Was lernen die Politiker heute daraus? Nichts.
      Meist ist der erste Eindruck gut. Aber schon nach ein paar Sätzen gewechselt merkt man als Europäer einfach, dass mit ihnen über nix reden kannst, wenn du dich nicht über Fußball, Chicas, Wetter und die Strände der Insel Schwizzerland unterhalten möchtest.
      Aber gut, der Durchschnitt ist ok: nett, zuvorkommend und korrekt, tun einem nix zuleide.
      Manchmal jedoch, wenn dein Auto Öl verliert und du dann mal selbst nachschaust: da hat ein „Automecanico, Albanil, Electricista, Plomero und Ama de casa“ tatsächlich die Schrauben mit einem Ring-Gabelschlüssel angezogen, wo jeder europ. 6. Klässler einen Steckschlüsselsatz verwenden würde. Spätestens dann fängt wieder dieses täglich Kopfweh an, obwohl den Kopf nicht angeschlagen hast, liegt wahrscheinlich einfach daran, dass täglich erlebte Bescheuertheit zu Brummschädel führt.
      Als Europäer musst einfach alles kontrollieren, es ist unglaublich was die alles anstellen können, da käme kein europäisches Kleinkind drauf: Lass die Einkaufstaschentragebubis nicht deinen Kofferraumdeckel zuschmettern, du musst daneben stehen, bis er eingeladen hat und dann selbst zumachen. Lass keinen halberwachsenen, 40-järigen Paraguayer irgend etwas in dein Auto auf- bzw. einladen sonst hat dein Dachhimmel ein paar Schrammen mehr (Außer natürlich du fährst selbst eine Tschatarra).
      Hier könnte man noch ein halbes Gockle-Books mit täglich Bescheuertheit füllen, das erspare ich uns jetzt aber.

      1. Hwa Rang aka Fili Grano:

        ich muss jetzt mal fragen: In welchem Nest lebst du, dass die von dir gennanten Berufsgruppen immer so schlechte Arbeit liefern?

        Sicher gibt es sehr viele Stümper – und wohl auch deutlich mehr im Landesinneren als in der Metropolregion. Je weiter weg von Asuncion, desto schlechter oder sagen wir besser ahnungsloser die „Handwerker“. Es gibt schon gute Handwerker, nur sind die schwer zu bekommen, weil die von großen Firmen unter Vertrag genommen werden und generell sehr viel Arbeit haben.

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