Indigen Anbaumethoden sind der Schlüssel für den Kampf gegen den Klimawandel

Asunción: Die Lebensgrundlagen der indigenen Völker können uns viel über den Erhalt natürlicher Ressourcen, eine nachhaltigere Lebensweise vermitteln und der Schlüssel für den Kampf gegen den Klimawandel sein.

Wenn wir Indigene als aktive Partner für die Entwicklung des ländlichen Raums und den Erhalt der biologischen Vielfalt betrachten, werden wir verstehen, dass sie einen einzigartigen kulturellen und natürlichen Reichtum haben und der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel sind.

In den letzten Monaten haben Waldbrände eine Welle der internationalen Besorgnis über den Verlust der biologischen Vielfalt und den immensen natürlichen Reichtum emblematischer Ökosysteme ausgelöst. Die schweren Brände in der Chaco-Region sind sehr besorgniserregend.

Man muss kein Spezialist sein, um zu wissen, dass etwas nicht stimmt. Das derzeitige Modell der globalen Agrarentwicklung führt zu einer Sackgasse zwischen der Nachfrage, mehr zu produzieren und der unmittelbar bevorstehenden Notwendigkeit, die spürbaren und besorgniserregenden Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen.

Diese enorme Herausforderung führt uns zur Suche nach alternativen Produktionsmodellen. In den letzten 30 Jahren gab es jedoch endlose Vorschläge, die sich mit dem Konzept der Nachhaltigkeit befassten. Während dieser ganzen Zeit und seit der Antike gibt es eine Bevölkerung, die verkörpert, was es wirklich bedeutet, im Einklang mit der Natur und der Umwelt zu leben.

Indigene Völker und einheimische Lebensmittelsysteme spielen eine sehr wichtige Rolle, da diese einen umfassenden Ansatz für den Klimawandel verfolgen, der territoriale Managementpraktiken zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Herstellung von Lebensmitteln kombiniert. Den Anbau von Heilpflanzen, die Ausarbeitung von Kunsthandwerk und die Erhaltung soziokultureller Praktiken sind wesentliche Bestandteile.

Die wirtschaftliche, soziale und ökologische Bewertung der Beiträge indigener Völker und ihres immensen Wissens in Bezug auf den Umweltschutz und die Herstellung gesunder und nachhaltiger Lebensmittel stellen eine große Chance dar, die viele Länder in der lateinamerikanischen Region noch immer verpassen. Das natürliche und kulturelle Erbe des paraguayischen Volkes und insbesondere seiner 19 indigenen Völker verdient in allen Bereichen der Gesellschaft größere Aufmerksamkeit und Investitionen, da angesichts der gegenwärtigen globalen Umweltkrise, in der die Menschheit lebt, einheimische Lebensmittelsysteme zu den besten Strategien zur Eindämmung des Klimawandels gelten. Mit ein wenig Willen könnte der Johannisbrotbaum das neue einheimische Superfood im Mund aller werden.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Indigen Anbaumethoden sind der Schlüssel für den Kampf gegen den Klimawandel

  1. „Die schweren Brände in der Chaco-Region sind sehr besorgniserregend.“
    Nein ein Skandal, weil, so wurde berichtet, kein einziges Feuer natürlich entstanden ist.
    Indigene Anbaumethoden funktionieren nur bei nicht vorhandenem Bevölkerungswachstum, besser Bevölkerungsrückgang.
    Das bedeutet aber den Zusammenbruch der weltweit propagierten und praktizierten Wirtschaftswachstumsphilosophie.
    Johannisbrotbaum das neue Superfood? Googeln Sie mal, Sie sehen dann den Trend ein neues Superfood zu etablieren.
    Der Artikel hat den Wert einer Nebelkerze!

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Die Indianer des Chaco waren ausschliesslich Jaeger und Sammler. Angebaut hatten sie nie was. Die einzigen die einen modernen zivilisierten Staat unterhielten waren die Azteken, Mayas und die Inkas und vielleicht ein paar kleinere mehr in Nordamerika und Mittelamerika.
    “Zivilisiert“ wurden die Indianer nur durch das Christentum und die weissen Eroberer. In Paraguay gab es keinen einzigen Stamm der was anbaute sondern sie alle waren Sammler und Jaeger. Die Spanier siedelten ja in Asuncion weil die Guarani sehr friedliche Indianer waren und sie nicht angriffen wie die in Buenos Aires das teilweise aufgegeben werden musste und dann neu gegruendet wurde von Asuncion her. Deshalb nennt man Asuncion auch “Mutter der Staedte“ weil von Asuncion her dank der friedlichen Guarani Indianer praktisch alle Staedte im Vizekoenigreich Rio de la Plata gegruendet wurden. Daher kam ja auch die Reklamation als Eigentum Paraguays der Territorien die man im Dreibundkrieg verlor, weil eben ein runder Kreis (Diameter) von Asuncion gezogen wurde wo die Territorien die von Asuncion erobert bzw gegruendet wurden naturgemaess nach spanischem Kolonialrecht eben zu Asuncion, d.i. Paraguay rechtens gehoerten. Daher der Dreibundkonflickt und der Chacokonflikt der 1935 geloest wurde.

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