Indigene besetzen Land mit Pfeil und Bogen

Luque: 11 Hektar wurden von Indigenen in Zárate Isla bei Luque gewaltsam besetzt. Sie verteidigen das Areal mit Macheten, Pfeil und Bogen. Richter, Staatsanwälte und die Eigentümerin sind machtlos.

Die Besitzerin beauftragte ihren Bruder, den Anwalt Andrés Casati, sich der Sache anzunehmen. Die Straftatbestandsliste gegen die illegalen Eindringlinge ist lang. Unrechtmäßige Landbesetzung, Störung des öffentlichen Friedens, Schäden an Sachgütern von gemeinsamem Interesse und Stromdiebstahl. Insgesamt befinden sich etwa 80 Indianer auf dem Eigentum von Isla.

Casati zeigte alle Vergehen bei der Staatsanwaltschaft an. Zudem versuchte er auf das Grundstück zu gelangen, wurde aber dabei von vier Indigenen mit Pfeilen begrüßt und beinahe gelyncht. Der Anwalt floh Hals über Kopf.

Der Anwalt beschuldigt vier Institutionen, die die gewaltsamen Eindringlinge unterstützen täten. Das paraguayische Institut für Indigene (Indi) hat dem Indert empfohlen, das Land den Indianern zu überschreiben, obwohl es Privateigentum ist. Darüber hinaus eröffnete das Bildungsministerium eine Schule für Indigene, obwohl an der Stelle nur ein öffentlicher Platz entstehen sollte. Patricia Idoyaga, Ehefrau vom ehemaligen Innenminister Francisco de Vargas, scheint auch ein Interesse an dem 11 Hektar großen Grundstück zu haben.

Casati berichtete, die Straftaten seien alle dokumentiert, wie Stromdiebstahl und Umweltverbrechen, aber die Staatsanwaltschaft unternähme seit über einem Jahr nichts.

Osvaldo Benitez, Präsident der Nachbarschaftskommission von Zárate Isla, berichtete, er sei schon viermal von drogenabhängigen Indigenen überfallen worden. Zwar wären die Indianer auf ein acht Hektar großes Areal in Tarumandy, ebenfalls in Luque, umgesiedelt worden, seien aber wieder in die Gegend zurückgekehrt und befinden sich nun auf dem Privatgelände in Zárate Isla.

Quelle: ABC Color

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7 Kommentare zu “Indigene besetzen Land mit Pfeil und Bogen

  1. Paraguay ein Rechtsstaat? Offensichtlich eher ein „rechtsfreier Staat“. Investoren aller Welt, seid herzlich willkommen! Das Land und die Menschen bringen jeden Tag neue Überraschungen und Erfahrungen – aber freundlich sind sie doch.

    1. Manni,sehr schon geschrieben und freundlich.
      Eins verstehe ich nicht, das Land ist Privateigentum.Titel könnte da sein!
      Die Indi hat der Indert das Land zu Überschreiben empfohlen.
      Auf welscher Rechtsgrundlage.Auch wenn es nicht z.Z. nicht Bewirtschaftet wird, es gibt da genaue Eckpunkte.
      Zum Bewirtschaften, für mehrere Personen sind die 11.Ha.viel zu klein,maximal Gartenbau,da muss man sich aber drehen das was raus kommt. Für viele sind 11Ha ein Wochengrundstück.
      Es sieht wohl fast so aus als ob hier jemand ein keines Geschäft auf andere Leute kosten machen möchte.

  2. Täuscht mich mein Eindruck oder nehmen solche Aktionen zu, seit Cartes Präsident ist?
    Auch die zunehmende Ausländerfeindlichkeit?
    Das fällt sogar schon meinen paraguayischen Freunden und Nachbarn auf.

    1. Von einer „zunehmenden Ausländerfeindlichkeit“ ist mir bisher nichts bekannt und persönlich auch in meinem Umfeld nichts aufgefallen. Aber ich kann natürlich nur von meinen subjektiven Beobachtungen ausgehen.

  3. Ja,leider nehmen diese Aktionen zu, auch im Sueden ist es schlimm geworden.
    Die Liberalen und die Frente Guazu wollen damit zeigen wie schlecht die Regierung von Cartes sei.
    Dem Volk wo sowiso schon fast nichts hat, ist leicht vor zu gauckelln, dass wenn sie in das Grundstueck einfallen, sie dann das Land bekommen.

    1. Das ganze wird sich noch verstärken.Keiner von Partein möchte vor den Wahlen den Schwarzen Peter haben.Deshalb ist man auch so Ruhig und lässt da zu.Nach den Wahlen wird es dann Legalisiert.
      Nebenbei hat noch eine Prominete ein Auge auf das Grundstück geworfen, da kann das durch aus die die fümfte Kolone sein um den Nachdruck zu verleihen

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