Infrastruktur-Projekte gestoppt

Die Corporación Andina de Fomento (CAF) finanziert mehrere größere Straßenprojekte in Paraguay und stoppte nun gleich drei wegen mangelhafter Vorplanung. Es handelt sich um die Ruta Curuguaty – Villa Ygatimy – Ypejhú, die Verbindung zwischen Villeta und Alberdi und um die Ruta Transchaco auf dem Abschnitt Mariscal Estigarribia – Estancia La Patria – Infante Rivarola.

Die Vorarbeiten laufen seit 10 Monaten und die CAF hat bereits 20 Millionen US-Dollar von den insgesamt 170 Millionen USD an ausführenden Unternehmen vorgeschossen. Das beauftragte Prüfungsunternehmen schlug jedoch wegen erheblicher Mängel Alarm und die CAF fordert nun eine Berichtigung der Mängel.

José Luis Heisecke, Sprecher des Generalunternehmers Constructora Heisecke SA, für die Strecke Villeta – Alberdi, bestätigt, die Arbeiten können nicht beginnen, da man seitens der CAF kein grünes Licht bekomme, der Finanzierer bestehe auf einer Überarbeitung der Bauplanung.

„Wir haben keine offizielle Nachricht vom Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) aber wir stehen in Kontakt. Wir sind besorgt, denn die Planung, auf denen die Ausschreibung beruht, lässt viel zu wünschen übrig. Die Kreditgeber selber haben dies entdeckt und eine Revision des Projektes gefordert. Das Schlimmste ist, wenn ein Projekt auf so einer Basis startet und nach kurzer Zeit wieder zerstört ist, dann leidet die Bevölkerung“, erklärte Heisecke.

Eines der gravierendsten Probleme ist ein Streckenabschnitt etwa 10 Kilometer vor Alberdi, wo der Wasserstand für gewöhnlich über der geplanten Trasse steht. „Eine schlechte Planung ist nicht normal, aber gewöhnlich im Land. Was dieses Mal passiert ist, dass der Geldgeber bestimmt. Die Arbeiten starten nicht, so lange die Planung nicht stimmig ist“, sagt Heisecke, Chef einer der größten und ältesten Baufirmen des Landes, der scheinbar nicht gewohnt ist, dass eine mangelhafte Planung die Bauausführung beeinträchtigt.

Der Ingenieur Eusebio Giménez von der Firma Tecnoedil, verantwortlich für die Ruta zwischen Curuguaty und Ypejhú spricht von einem Problem, da auf der Strecke, welche durch das Gebirge Mbaracayú führt, die Gefälle und Kurvenformen nicht analysiert wurden.

Quelle: Última Hora

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1 Kommentar zu “Infrastruktur-Projekte gestoppt

  1. „Eine schlechte Planung ist nicht normal, aber gewöhnlich im Land. […]“

    Lustig und traurig: Die eine Hälfte des Satzes sagt genau das Gegenteil von wessen in der zweiten Satzhälfte ausgesagt wird!

    Die vorläufige Sistierung wegen schlechter Vorplanung ist jedoch sehr zu begrüßen. So sollte es sein.

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