Interpol nimmt den ehemaligen spanischen Vizekonsul in Ciudad del Este fest

Zaragoza: Juan Ignacio Ibarra Castellano, ehemaliger spanischer Honorarvizekonsul in Ciudad del Este, wurde von Interpol-Agenten in Zaragoza festgenommen. Der spanische Staatsbürger ist in Paraguay wegen einer Reihe von Wirtschaftsdelikten angeklagt.

Spanien wartet nun auf das Auslieferungsersuchen von Ibarra Castellano. Am 7. Oktober dieses Jahres wurde Juan Ignacio Ibarra Castellano, ein spanischer Staatsbürger, von Interpol-Agenten in Zaragoza (Spanien) festgenommen. Der Haftbefehl wurde von Paraguay ausgestellt.

Juan Ibarra Castellano war Honorarvizekonsul Spaniens in Ciudad del Este. Außerdem war er während der Regierung von Horacio Cartes als Wirtschaftsberater der paraguayischen Regierung tätig, leitete die spanische Handelskammer in Paraguay und arbeitete auch in der Privatwirtschaft.

Am 4. Februar erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ibarra Castellano. Nach Angaben der Staatsanwältin Nilsa Marlene Torales aus Ciudad del Este ist der spanische Staatsbürger für verschiedene Straftaten verantwortlich, darunter Eigentumsdelikte, Untreue, Betrug, Aneignung, Verletzung der Pflicht zur Führung von Geschäftsbüchern, Vorlage gefälschter Dokumente und Steuerhinterziehung.

Am 15. März dieses Jahres erklärte das Strafgericht für Wirtschaftskriminalität Ibarra Castellano wegen ungerechtfertigter Abwesenheit von verschiedenen Gerichtsvorladungen im Rahmen der Ermittlungen wegen Betrugs und anderer Straftaten für abwesend.

In Anbetracht dieses Umstands ordnete das Gericht von Ciudad del Este die internationale Festnahme des Angeklagten an. Der spanische Staatsbürger wurde von Interpol Paraguay auf die internationale Fahndungsliste gesetzt und seine Verhaftung wurde schließlich am 7. Oktober bestätigt.

Eine Reihe von Geschädigten

In der von Staatsanwältin Nilsa Marlene Torales unterzeichneten Anklageschrift wird eine Reihe von Wirtschaftsverbrechen aufgeführt, die Juan Ibarra Castellano begangen haben soll.

Laut dem Dokument der Staatsanwaltschaft ist der Spanier angeblich für die Aneignung von 2.750.000 US-Dollar durch Betrug verantwortlich. Diese Millionensumme sollte für den Aufbau einer Bekleidungsfabrik in Ciudad del Este verwendet werden.

Um den Betrug durchzuführen, wurde eine Fabrik unter dem Namen Hap Py Jeans eingerichtet, in der sogar Näherinnen, insbesondere Mütter, eingestellt wurden, um dem Unternehmen einen sozialen Aspekt zu verleihen.

Das Fabrikprojekt ermöglichte es ihm, zwei Partnerunternehmen, die Zona Libre SA und die Holding Company, zu gewinnen, die als Aktionäre der Bekleidungsfabrik 2.750.000 US-Dollar einbrachten. Dieser Betrag entspricht 25 % der erforderlichen Gesamtsumme, wobei Ibarra Castellano den restlichen Prozentsatz beisteuert.

Das Geld verschwand und 100 Frauen standen ohne Arbeit da, nachdem sie fast ein Jahr lang verschiedene Aufgaben in der Fabrik in Ciudad del Este erfüllt hatten. Gleichzeitig gibt es Dutzende von Arbeitsgerichtsverfahren gegen Hap Py Jeans.

“Professioneller Schwindler”

Der Rechtsanwalt Daniel Alarcón, Rechtsvertreter der Firma Zona Libre SA, bezeichnete Juan Ibarra Castellano als “professionellen Betrüger”.

Er fügte hinzu, dass “er seine Rolle als spanischer Honorarvizekonsul und Wirtschaftsberater der paraguayischen Regierung auf perverse Weise ausnutzte. In Ciudad del Este konnte er von einer wirtschaftlichen Solvenz überzeugen, die er in Wirklichkeit nicht hatte. Er war kein geringerer als der Präsident der spanischen Handelskammer. Das erklärt, warum er mit dem Fabrikprojekt geschwindelt hat”.

Er sagte auch, dass “wir in der Anzeige den Vorwurf der Geldwäsche erhoben haben und wir überrascht waren, dass die Staatsanwaltschaft diesen Straftatbestand nicht in die Anklageschrift aufgenommen hat”.

Er betonte, dass “der Spanier das Verbrechen der Geldwäsche begangen hat. Er hat mehr als zweieinhalb Millionen Dollar aus dem Land gebracht, ohne dies bei Seprelad zu melden. Wir werden bei der Staatsanwältin Nilsa Marlene Torales darauf bestehen, die Anklageschrift zu erweitern”.

Juan Ignacio Ibarra Castellano befindet sich in der Stadt Zaragoza in Untersuchungs- und Auslieferungshaft.

Wochenblatt / Abc Color

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