Irgendwas ist da faul

Asunción: Biometrische Arbeitszeiterfasser sind in fast ganz Paraguay zum Alltag geworden. Im Wahlgericht, wo viele Planilleros “arbeiteten“ werden diese erst jetzt eingeführt. Der Einkaufpreis dieser erschreckt jedoch.

Für die ersten 50 biometrischen Uhren gab das TSJE mittels Ausschreibung stolze 476.500.000 Guaranies aus. Der Einzelpreis liegt dabei um die 9.530.000 Guaranies. Eine zweite Ausschreibung für 61 biometrische Uhren brachte den Preis von 581.500.800 Guaranies hervor, was 9.532.800 Guaranies pro Stück bedeutet.

Erst vor wenigen Tagen kaufte der paraguayische Geheimdienst (SNI) die gleichen Apparate der Marke Anviz für 3.360.000 Guaranies pro Stück. Das staatliche Berufsbildungswerk SNPP zahlte im vergangenen Jahr 2.900.000 Guaranies pro biometrischer Uhr. Selbst das Magistergericht, welches nur einen Apparat kaufte zahlte nur 3.892.300 Guaranies. Bei der Nationaldirektion für öffentliche Verträge ergab eine Nachfrage zu dem Produkt ein Durchschnittspreis von 3.000.000 Guaranies pro Stück.

Bei der Agrarkreditanstalt (CAH) bezahlte man beim Kauf von 15 Apparaten einen Einzelpreis von 756.000 Guaranies für das gleiche Modell des asiatischen Herstellers.

Wochenblatt / Hoy

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7 Kommentare zu “Irgendwas ist da faul

    1. nicht doch! Deutschland ist so unkorrupt, da wird Vetternwirtschaft weder angeprangert noch bestraft. Zudem sind die Beträge eine andere Liga. Was wollen Flinten Uschis Amigos mit 1000€? langt doch kaum fürs Abendessen

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Solche Anviz EP3000 Fingerprint Biometric Reader kosten bei amazon 190$. Es gibt da fast diesselben Geraete ab 36$ wo der Durchschnittspreis solcher Geraete bei 120$ liegt. Man bekommt ein gutes Geraet aber schon ab 50 bis 80$. Auf die,Rubrik “electronicos“ wirft die Abdo Regierung eine IVA Steuer von 21% auf den US Preis. Diese Geraete sind ungefaehr 1.4 lbs schwer und sagen wir mal der Transport kostet dann rund 18$. Darauf darf der Haendler dann eine maximale Gewinnmarge von 30% werfen nach dem Zivilgesetz. Dad sind dann 190$ US preis + 40$ IVA + 18$ Transport + 75$ Gewinnmarge = 323$ ist der maximale gesetzliche Preis den der Haendler kassieren kann. 323$ × 6000 Gs/USD = 1.938.000 Gs. Nichts mehr darf der Haendler kassieren. Dieses ist ein relativ teueres Geraet. Es gibt billigere. Da dieses sowieso bald Elektroschrott sein wird kann die Regierung auch gleich eines zu 49.99 $ nehmen. Also die Preise von den Anviz oben sind auch mit 3 Millionen so bei 40% zu teuer da diese knapp unter 2 millionen kosten duerften. Wenn diese mit dem Schiff transportiert wuerden was die Importeure ja tun, duerfte der maximal gesetzlich erlaubte Preis bei 2 million 300 tausend liegen. Nichts mehr. Da wird abgezockt und gestohlen.

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Fe errata: das sollte nicht 2 million 300 tausend heissen sondern 1 million 300 tausend. Um ganz genau zu sein kostet das per Schifftransport 6 $ anstatt 18$ also 190$ + 40$ + 6$+ 71$ = 307$ × 6000 Gs/USD = 1842000 Gs ist der maximale Preis den der Haendler gesetzlich kassieren kann (inklusive einer Gewinnmarge von 30%). Mit einem Marktpreis von 3 millionen kassiert der Haendler also rund 38% zu viel vom Kunden. Geschweige denn die irrsinnigen Summen die der Staat zahlen soll.

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