Irgendwie verdächtig

Asunción: Cristian Turrini und Andrés Fernández, die wegen der im Hafen von Villeta beschlagnahmten Ladung von fast 3 t Kokain angeklagt sind, benutzten die Basa-Bank, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Aufzeichnungen dazu wurden aber anscheinend gestohlen.

Der Senatorin Desirée Masi behauptete, dass das Video der beiden in einem der Räume der Bank bei der Staatsanwaltschaft “verschwunden” sei.

Die Senatorin hat während der gestrigen ordentlichen Sitzung eine lange Darstellung der angeblichen Unregelmäßigkeiten der Staatsanwälte bei der Bearbeitung von Fällen organisierter Kriminalität gegeben.

Einer dieser Fälle ist der Versand von Drogen, die in Paketen mit Holzkohle versteckt und für Europa bestimmt waren. Der ehemalige Direktor des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, Cristian Turrini, und Alberto Ayala Jacquet müssen sich vor Gericht verantworten, nachdem in einem Privathafen in Villeta eine große Menge Kokain beschlagnahmt worden war.

Turrini wurde wegen Drogenbesitzes und internationalen Drogenhandels angeklagt. Ayala Jacquet wurde wegen Drogenhandels angeklagt. Im Oktober 2020 wurden in Containern voller Holzkohle mit insgesamt 2.906 kg Kokain gefunden.

Anschuldigungen ohne Beweise

Masi sagte, dass die Anti-Drogen-Staatsanwältin Elva Cáceres eine Anklage gegen Miguel Ángel Servín, den mutmaßlichen Anführer der kriminellen Organisation, vorgelegt habe. “Es ist auffällig, dass der Vertreter der Staatsanwaltschaft die Anschuldigung nicht mit Beweisen untermauert hat”, sagte Masi.

Angesichts dieser Situation wies Richterin Rosarito Montanía Staatsanwältin Cáceres an, die Beweise innerhalb von 72 Stunden vorzulegen, was der Vertreter der Staatsanwaltschaft jedoch nicht tat.

“Das macht die Aktion verdächtig. Die Richterin musste den Fall an den Generalstaatsanwalt weiterleiten, damit dieser Anklage erhebt oder nicht”, so Masi.

Masi wies darauf hin, dass die Verteidigung des Angeklagten gegen die Entscheidung des Richters Berufung eingelegt hat, weil die Fristen zwingend sind.

Ein Video, das “verschwunden” ist

Die Senatorin bestätigte, dass die Akte eine lange Liste von Maßnahmen enthält, wie die Beschreibung der Unternehmen, die für den Geldtransport eingesetzt wurden, die Verhandlungen über die Anmietung der Transportmittel und den Kauf von Holzkohle.

“Hier ist das, was nicht präsentiert wird. Hier steht, dass es 14 Beweise gibt. In Nummer 14 heißt es: “Berichte über die von Herrn Cristian Turrini und Herrn Andrés Fernández ab September 2020 in der Basa-Bank durchgeführten Transaktionen. Auf magnetischer Unterlage befestigt”. Es gibt ein Video, das den Moment der Operation zeigt”, sagte Masi.

“Wo sind die Untersuchungen zu dieser Bank?”

“Das fehlt noch. Es gibt sogar eine Rechnung über 4.000 Guaranies für den Kauf eines leeren Sacks Kohle, aber die Bewegung, die durch diese Bank gemacht wird, einschließlich Video, erscheint nicht”, sagte sie.

Masi berichtete, dass die Geldüberweisungen von Turrini und Fernandez im September 2020 stattfanden und einen Monat später, im Oktober, die Razzia durchgeführt wurde, die zur Beschlagnahme der Lieferung führte.

“Wo ist das Video? Bislang fehlt es. Kraft meiner Privilegien prangere ich an, dass sie Beweise verschwinden lassen, in diesem Fall im Zusammenhang mit der Banco Basa”, sagte Masi, die sich von keinem Staatsanwalt einschüchtern lassen will.

“Sie werden mir eine Kopie des Videos besorgen. Es stimmt nicht, dass sie verloren gegangen ist, denn nichts, was ein Beweismittel ist, kann bei der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht verloren gehen. Wenn etwas verloren geht, wurde es gestohlen”, sagte sie und fügte hinzu: “Sie begünstigen die Drogenhändler”.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Irgendwie verdächtig

  1. Hehe, das erste Mal, dass Beweise aus den Räumlichkeiten der hiesig Vollprofi-Steinzeitanwaltschaft gestohlen wurden. Nun werdens aber sicher die notwendigen Maßnahmen ergreifen, dass so etwas nie wieder vorkommt. Ganz sicher. Hehehe.
    Huch, US-Dollar-Milliardär Al Cartes, der der Geldwäsche und Beihilfe zu Drogen- und Zigarettenschmuggel untersucht wird, sitzt noch nicht vorsorglich in U-Haft. Neéeéeéeé, wozu soll sowas denn gut sein. Wenn doch alle gut daran verdienen können und der Al Cartes durch die vielen Millionen US-Dollar, die er nun ausgeben MUSS, hart bestraft wird und sich kaum noch in die USA zu seinen Privatkonten in Delaware wagt.

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